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Montag, 3. Juni 2019

Ich gönne es ihm von ganzem Herzen!

Nun hat er es also endlich geschafft, dieser Jürgen Klopp. Endlich hat er einen richtig großen Titel gewonnen - und dann auch noch den Wichtigsten, den es im europäischen Vereinsfußball gibt. Nachdem er mit seinem FC Liverpool schon das Endspiel der UEFA Europa League sowie das letztjährige Finale der Champions League verlor, holte er sich nun also endlich den Pott. Auch vor seinem Wechsel auf die britische Insel war er mit seinem Ex-Klub, der Borussia aus Dortmund, drei Mal als Verlierer vom Feld marschiert. Doch - und das zeichnet den in Stuttgart geborenen Fußball-Fachmann aus - er hat nie den Kopf in den Sand gesteckt und ist immer positiv geblieben. Diesen Glauben an sich und die eigene Stärke kann er, wohl wie kein anderer, auch an seine Spieler weitergeben. Ich freue mich sehr für Kloppo, dem ich weitere Titel wünsche und mir irgendwann als Bundestrainer vorstellen könnte. Das wäre eine richtig spannende Sache, finde ich. Der Menschenflüsterer und Motivator in Person an der Seitenlinie der DFB-Elf. Doch zuvor wird er sich darauf konzentrieren, mit den "Reds" die Premier League zu gewinnen. Viel hat schon diese Saison nicht gefehlt. "Wir haben uns versprochen, uns auch in der kommenden Spielzeit gegenseitig in den Arsch zu treten", verriet Jürgen Klopp. Gemeint war Josep "Pep" Guardiola, der ihm mit Manchester City die Meisterschaft am letzten Spieltag weggeschnappt hatte. Na dann!

Donnerstag, 14. März 2019

Deutsche Teams verabschieden sich aus der Königsklasse!

Ja, nun ist also der Fall eingetreten, den wir uns aus Sicht aller - oder zumindest der meisten - deutschen Fußballfans so nicht erhofft haben. Nach der Borussia aus Dortmund und dem FC Schalke 04, ist nun auch der FC Bayern München vorzeitig aus der UEFA Champions League ausgeschieden. Interessanter Fakt am Rande dieses "0:3" gegen England ist, dass "Königsblau" mit zwei Toren in beiden Achtelfinal-Partien noch die meiste Torgefahr ausgestrahlt hat. Dem BVB gelang gegen die "Spurs" kein Treffer, während der FC Bayern nur durch ein Eigentor von Joel Matip erfolgreich gewesen ist. Und genau da liegt für mich der Hase im Pfeffer begraben. Denn Robert Lewandowski hing gestern ziemlich in der Luft - ein Thomas Müller hätte dem Torjäger mehr Platz und Möglichkeiten verschafft. Doch der Ur-Bayer war nun einmal - ebenso wie Joshua Kimmich - gesperrt. Auf der Bank fehlten - bis auf Kingsley Coman - richtige Alternativen für die Offensive. Auch bei "Schwarz-Gelb" hängt - und da wiederhole ich mich - zu viel von Marco Reus ab. Und: Schalke hat nicht nur viele Verletzte zu beklagen, sondern ist mental derart außer Form, dass man mittlerweile Schlimmstes - womöglich den Abstieg - befürchten muss. Um im Konzert der Großen wieder mitzuhalten, brauchen auch die deutschen Teams bessere Spieler und insbesondere eine breitere und hochklassigere Bank. Sollte das nicht umzusetzen sein, werden die Spanier und Engländer weiterhin einsam ihre Kreise ziehen. Dass jedoch nur eine Ansammlung von Top-Stars Erfolg bringt, ist übrigens auch falsch (siehe Paris). Die Mischung muss eben stimmen!

Freitag, 15. Februar 2019

In der Bundesliga geht's eben anders zu!

Ja, liebe Leute, das waren sie also, die ersten K.O.-Duelle im europäischen Wettbewerb. Und, was soll man dazu sagen? Bis auf die klare Pleite des BVB bei den Spurs ist bisher alles so, wie wir das erwartet haben, oder? Nun gut, Bayer 04 Leverkusen hätte gegen Krasnodar dann doch vielleicht das Tor treffen müssen. Und die Eintracht? Die hätte im Vergleich mit Donezk mehr aus ihren Möglichkeiten machen sollen. Erst recht, weil die Adler aus Hessen bereits ab Minute elf in Überzahl waren. Aber nun gut, in Europa sind die Gegner - ohne jemand zu Nahe treten zu wollen - eben doch noch einen Tick stärker als im deutschen Fußball-Oberhaus. Und: Das haben die Borussen und eben die Eintracht erfahren dürfen?! Die Kontrahenten auf der internationalen Bühne sind einfach abgezockter, wie der 2:2-Ausgleich der Ukrainer oder die Treffer zwei und drei der Stars aus London gegen Schwarz-Gelb gezeigt haben. Oder das Beispiel von Sergio Ramos, der sich gegen Ajax eine späte Gelbe Karte abholte, um einer möglichen Sperre im Viertelfinale zu entgehen. Dumm nur, dass der Abwehrchef der Madrilenen seinen "Plan" hinterher sogar zugab. Nun droht dem Welt- und Europameister so oder so eine Rolle als Zuschauer. Eine eben solche durfte auch die BVB-Abwehr gegen den Offensivwirbel von Son und Co. genießen. Spätestens jetzt sollten der FC Schalke 04 und der FC Bayern wissen, was nächste Woche auf sie zukommen wird. Die englische Liga ist der Bundesliga nicht nur finanziell überlegen.

Montag, 23. Juli 2012

Wenn es einer mit allen Mitteln versucht

Ach, wie oft haben wir davon schon gehört. Ein Spieler will unbedingt zu einem anderen Klub - und das, obwohl er noch bei seinem aktuellen Arbeitgeber unter Vertrag steht. Doch was tun? Die Lösung heißt: Streik. Das jedenfalls versucht gerade der kroatische Spielmacher Luka Modric, der 2008 von Dinamo Zagreb zu den Tottenham Hotspurs gewechselt war. Nun hat der 26-jährige Edeltechniker die Schnauze voll von der britischen Insel, möchte endlich zu seinem Traumziel Real Madrid abfliegen. Doch die "Spurs" wollen das nicht einfach so hinnehmen, sie brummen dem Star Geldstrafen auf. Er weigerte sich, eine Promotour mitzumachen und stellte eigenmächtig das Training ein. Was soll das denn? Ich gehe doch auch nicht einfach nicht mehr zur Arbeit, wenn ich woanders einen Job haben könnte, oder? Unter erwachsenen Menschen kann und sollte man nach vernünftigen Lösungen suchen - sich einvernehmlich einigen. "Luka und ich kennen uns sehr gut. Ich traf ihn gestern kurz vor seinem Haus und es ging ihm nicht gut", analysierte Mitspieler Rafael van der Vaart den Gemütszustand seines (Noch)Kollegen. "Er findet es schade, dass es überhaupt soweit gekommen ist. Er ist angeschlagen und traurig mit der ganzen Situation." Ist er das? Hm, kann schon sein. Aber dann sollte man rechtzeitig miteinander reden, nach einer Lösung suchen - Streik ist keine Lösung. Das hilft weder ihm, noch Tottenham und schon gar nicht den "Königlichen". Denn die sollen nur 35 Millionen geboten haben, die Engländer wollen aber 51 Milliönchen haben. Mal schauen, wer hier am besten pokert, blufft oder "all in" gehen muss. Für den Spieler spricht dieses Verhalten ja nicht unbedingt - Stichwort Charakter.