Dienstag, 2. Februar 2021

Der DFB-Pokal geht mit den Achtelfinalpaarungen weiter

Ab heute Abend werden die Viertelfinalisten im DFB-Pokal gesucht. Nicht mehr mit dabei ist der Titelverteidiger und Top-Favorit FC Bayern München, der bei Holstein Kiel nach Elfmeterschießen unterlegen gewesen ist. Genau dieser Umstand sollte - und wird - so manchen Teilnehmer zusätzlich motivieren, es möglichst weit zu schaffen - bestenfalls ins Finale nach Berlin. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg und ich glaube fest daran, dass das Ausscheiden des FC Bayern nicht die letzte große Überraschung im Wettbewerb ist und bleiben wird. Denn die Schlagzahl der einzelnen Pflichtspiele ist so hoch wie noch nie, einige Achtelfinalisten haben große Verletzungssorgen und sind - nach wie vor - in gleich drei Wettbewerben unterwegs. Daher traue ich dem einen oder anderen "Underdog" durchaus eine Überraschung zu. Die Begegnungen in der Übersicht: Dienstag, 2. Februar 2021 (ab 18.30 Uhr): Holstein Kiel - SV Darmstadt 98, Rot-Weiß Essen - Bayer 04 Leverkusen; Dienstag, 2. Februar 2021 (ab 20.45 Uhr): Borussia Dortmund - SC Paderborn 07, Werder Bremen - SpVgg Greuther Fürth; Mittwoch, 3. Februar 2021 (ab 18.30 Uhr): VfL Wolfsburg - FC Schalke 04, RB Leipzig - VfL Bochum; Mittwoch, 3. Februar 2021 (ab 20.45 Uhr): VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach, SSV Jahn Regensburg - 1. FC Köln. Zu sehen gibt's (alle) Spiele auf Sky, in der ARD oder auch bei Sport1.

Montag, 25. Januar 2021

Entlassungen bei der Hertha und dem FC Chelsea

Der FC Chelsea London hat ebenso die Reißleine gezogen, wie es tags zuvor Hertha BSC Berlin getan hat. Denn während in der deutschen Hauptstadt sowohl Trainer Bruno Labbadia als auch der langjährige Manager Michael Preetz gehen mussten, hat es an der Themse nun also Frank Lampard erwischt. Dieser muss seinen Stuhl bei den "Blues" räumen und wird - das scheint nur noch Formsache zu sein - von Thomas Tuchel ersetzt, der zuletzt in Paris gegangen worden ist. Sehr interessant finde ich. Denn ich bin gespannt, ob Tuchel mit seiner Art auf und abseits des Platzes besser auf die Insel als nach Frankfreich passt und er dort - langfristig gesehen - ein besseres Standing erreicht. An der Spree wird ebenfalls ein alter Bekannter zurückgeholt, der zuletzt im Juniorenbereich der "alten Dame" arbeitete. Pal Dardai übernimmt das Amt, vorerst bis zum Saisonende, ebenso wie Arne Friedrich, der für Preetz nun in der Verantwortung stehen wird. Was beide Klubs verbindet? Sie haben Inevestoren, die mit großen Summen Geld an schnellem Erfolg interessiert sind. Doch es gilt aus meiner Sicht nach wie vor: Geld ist wirklich nicht alles!

Donnerstag, 14. Januar 2021

Ein historisches Pokal-Aus, das sich angebahnt hat

Diese Niederlage ist für die eine Hälfte der fußballbegeisterten Bundesrepublik eine Art Feiertag, während sie für den FC Bayern München und seine Fans eine ganz bittere ist. Und doch: Es hat ja so kommen müssen, dass die Bayern nicht nur in der Bundesliga, sondern nun auch im DFB-Pokal Probleme bekommen. Wie schon so oft in den vergangenen Wochen investierten die "Roten" von der Isar unter dem Strich zu wenig und ließen es vor dem Tor an der nötigen Konsequenz im Abschluss vermissen. Und - na klar - auch die Abwehr hatte mal wieder so ihre Probleme gegen ein mutiges Holstein Kiel, das in der Verlängerung zwar auf dem Zahnfleich daher kam, aber mental - insbesondere auch bei der Entscheidung vom Punkt - viel frischer und galliger aufs Weiterkommen wirkte, als die noch im Sommer nimmersatten Bayern-Stars, die momentan einfach nicht so richtig bei der Sache sind. Fehlpässe im Spielaufbau, zu wenig Leidenschaft in den Zweikämpfen und eine zu offensive Ausrichtung machen es den Gegnern momentan viel zu leicht, in schönster Regelmäßigkeit alleine vor Welttorhüter Manuel Neuer aufzutauchen, der eben auch nicht alles halten kann. Folgerichtig war für den Titelverteidiger erstmals seit 2000 (!) wieder in Runde zwei Schluss und der vereinsinterne Traum von der Triple-Wiederholung ist ausgeträumt. Glückwunsch nach Kiel! Die Bayern müssen die Balance dringend wieder finden. Sonst droht auch in der Bundesliga sowie in der Königsklasse der Super-Gau.

Dienstag, 22. Dezember 2020

Eine für mich gerechte, aber noch zu geringe Strafe!

Dass bei den Herren Fußballprofis gerne mal die Sicherungen durchbrennen - egal, ob verbal oder körperlich - ist ja nichts Neues mehr. Das passiert immer wieder einmal, weil die Jungs unter gehörigem Druck stehen und es für ihre Arbeitgeber mitunter um Millionensummen geht. Das soll - bitte nicht falsch verstehen - aber keine Ausrede, Entschuldigung oder Erklärung dafür sein. Denn das, was sich Marcus Thuram - Sturm-Juwel des VfL Borussia Mönchengladbach - da geleistet hat, geht gar nicht. Denn der frisch gebackene Auswahlspieler der französischen Nationalmannschaft spuckte seinem Gegenspieler Stefan Posch von der TSG 1899 Hoffenheim nach einem kurzen Wortgefecht mitten ins Gesicht - und das aus kürzester Distanz. So etwas ist unglaublich - da gibt es für mich keine zwei Meinungen. 150 000 Euro Strafe gab es von Gladbach, der DFB verlangt nun noch einmal 40 000 Euro vom Angreifer, der zudem für sechs Spiele gesperrt ist - eines davon zur Bewährung. Für mich eine gerechte, aber eigentlich noch viel zu geringe Strafe für ein derart respektloses Verhalten. Da zählen für mich auch keine Entschuldigungen oder Erklärungsversuche. Thuram wird hoffentlich daraus lernen und keine Nachahmer finden! Denn samstagnachmittags schauen auch viele Kinder ihren großen Idolen zu.

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Wenn aus einem Wort ein handfester Skandal wird!

Während ich am Nachmittag selbst noch sportlich unterwegs gewesen bin und dabei tolle Gespräche hatte, war das, was da gestern Abend in Paris vonstatten gegangen ist, noch ganz weit weg. Und selbst dann, als ich mich aus deutscher Sicht über den Gruppensieg des BVB, der den Achtelfinaleinzug bedeutete, freute, war von einem Skandal in der UEFA Champions League noch lange nichts zu erahnen gewesen. Doch wenige Augenblicke später, als RB Leipzig gegen Manchester United ebenfalls Kurs aufs Achtelfinale nahm, überschlugen sich im Pariser Prinzenpark die Ereignisse - und wie. Nachdem sich Istanbul Basaksehir in der Partie gegen das Starensemble von PSG ungerecht behandelt fühlte, regte sich insbesondere deren Co-Trainer Pierre Webo derart auf, dass der vierte Offizielle dem leitenden Schiedsrichter per Funk durchgab, dass Webo mit der Roten Karte bestraft und somit auf die Tribüne verwiesen werden soll. Soweit ja in Ordnung - so etwas passiert in solchen Spielen, in denen es um so viel geht, schon einmal. Was aber auf gar keinen Fall geht ist, dass Sebastian Coltescu seinen Chef auf dem Platz darauf hinwies, dass der "Negru" Rot sehen soll. Nun, "negru" heißt aus dem Rumänischen übersetzt "schwarz" - also in diesem Kontext schwarzer Mann - aber selbst das geht wirklich nicht. Erst recht, weil viele Spieler und Verantwortliche sowie selbst Akteure des Gegners "negro" verstanden haben. Folgerichtig wurde die Partie in Minute 14 zunächst unterbrochen und in der 23. Minute abgebrochen, weil die Profis unter diesem vierten Offiziellen nicht mehr weitermachen wollten. Absolut verständlich und nachvollziehbar! Denn: Selbst wenn Coltescu damit keine rassistischen Absichten pflegte - man sagt ja auch nicht, dass der weiße Spieler mit einer Karte zu bestrafen ist. Übrigens etwas, was Demba Ba - Spieler von Basaksehir - mehrfach auf Englisch zu erklären versuchte. Da sich bis in den späten Abend hinein die Emotionen noch nicht abgekühlt hatten, wird die Partie heute um 18.55 Uhr nachgeholt. Und das hoffentlich mit Schiris, die sich ihrer Wortwahl besser bewusst sind. Geht eben gar nicht so etwas!