Dienstag, 18. September 2012

Von einem, der klar und deutlich seine Meinung sagt

Ja, so sind sie eben die so genannten „jungen Wilden“. Sie wissen, was sie wollen, wie sie es erreichen können und wo sie ansetzen müssen. Vielleicht zeugt das von Charakterstärke, spricht für ein gesundes Selbstbewusstsein oder kommt bei manchen auch als ziemlich eingebildet rüber. Alles möglich, wer weiß. Ich finde das gut, mich freut diese Wahl der deutlichen Worte. So wie im Fall des deutschen Nationalspielers Holger Badstuber. Der 23-jährige Abwehrspieler des FC Bayern München muss oder musste beim deutschen Rekordmeister – und zuletzt auch in der Nationalelf – als linker Außenverteidiger auflaufen. Das schmeckte dem Blondschopf nicht, er nimmt lieber als Innenverteidiger am Spielbetrieb teil. „Langfristig möchte ich natürlich dort spielen, wo ich mich am wohlsten fühle - auf der Innenverteidigerposition“, sagte er kürzlich klipp und klar. „Ich sehe mich nun mal als Innenverteidiger, da liegen meine Stärken, dort kann ich mich mehr einbringen, mehr fürs Spiel leisten und das Spiel auch mehr führen.“ Ja, warum denn nicht? Gut, der eine oder andere deutet darin einen Angriff auf FCB-Coach Jupp Heynckes – ich nicht. Dass Badstuber innen besser als außen spielt, das wissen wir alle. Und ich denke, dass der gebürtige Memminger dort auch bald wieder auflaufen wird. Spätenstens dann, wenn David Alaba beziehungsweise Diego Contento wieder gesund und einsatzfähig sind. Ob dann Dante oder Boateng raus muss, das wird man dann sehen. Ich finde, dass man sonst auch Lahm wieder auf links aufbieten und Boateng für die rechte Außenbahn in Betracht ziehen könnte. Aber ich möchte Trainer Heynckes nicht die Aufstellung vorgeben. Er wird schon wissen, was er tut. Außerdem haben die Bayern noch so viele Spiele, so dass jeder zu seinen Einsätzen kommen wird. Egal, auf welcher Position er sich selbst sieht oder gerne auflaufen würde.

Montag, 17. September 2012

Ein neuer Manager für 1899 Hoffenheim?

Oha, das geht aber schnell. Markus Babbel ist seinen Job los – und zwar den des Managers des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim. Nein, nicht als Trainer, sondern als Manager. Darum hatte Babbel den 1899-Vorstand gebeten – und zwar höchst selbst. Nicht gerade überraschend, denn im Kraichgau brennt es an allen Ecken und Enden. Heißester Kandidat für die Nachfolge soll laut übereinstimmenden Medienberichten Andreas Müller werden, eine Entscheidung soll noch diese Woche fallen. Keine schlechte Wahl, wie ich finde. Der Schwabe hat bewiesen, dass er es kann – er arbeitete jahrelang erfolgreich beim FC Schalke 04. Aber auch ein ehemaliger Mitspieler, Kollege und Freund von Babbel ist bei „Hoffe“ im Gespräch. Die Rede ist von Christian Nerlinger, der zuvor die gleiche Position beim FC Bayern München bekleidet hatte. Gut, der Anzug war dem Ex-Borussen unter dem Strich dann doch zu groß, er beziehungsweise es passte einfach nicht (mehr). "Ich habe ihnen gesagt, sie sollen bitte jemanden suchen“, erklärte Babbel. „Ich bin Trainer und das macht mir mehr Spaß.“ Ehrlich, macht es das wirklich? Hm, kann ich mir derzeit irgendwie nicht vorstellen. Drei Spiele, drei Niederlagen und damit null Punkte sind die schmale Ausbeute des Fast-Herbstmeisters des Jahres 2008. Es läuft aber mal so was von gar nicht bei den Badenern. Zu allem Überfluss patzt auch noch der prominente Neuzugang und Kapitän von Hoffenheim, Tim Wiese. Er, der mit großen Vorschusslorbeeren von der Weser kam, um mit 1899 ins internationale Geschäft vorzustoßen. Bisher sieht es nicht wirklich danach aus, so Leid es mir tut für den ehemaligen Nationaltorhüter. Aber bestimmt wird es ja wieder besser und es geht aufwärts – vielleicht ja bald mit Müller oder Nerlinger. Wir sind richtig gespannt.

Sonntag, 16. September 2012

Wenn ein Ulmer von einer "regionalen Sache" spricht

Mensch, Uli -musste das den sein? Ich denke eher nicht. Es läuft doch bei Deinen Bayern - und wie. Gut, gestern gegen den 1. FSV Mainz 05 gabe es ein paar kritische Momente. Aber eigentlich hatte die Mannschaft von FCB-Präsident Uli Hoeneß das Spiel doch im Griff, gewann am Ende verdient mit 3:1. Drei Spiele, neun Punkte, 12:2 Tore. Der deutsche Rekordmeister ist in der Spur, in dieser Saison zählt nur die Meisterschaft. Aber auch der Titelverteidiger aus der Region Westfalen - Borussia Dortmund - ist in der Spur, ließ Bayer 04 Leverkusen beim 3:0-Erfolg nicht den Hauch einer Chance. Apropos "Region" und damit zurück Uli. Der hatte den BVB als ziemlich regionale Sache bezeichnet, während sein FC Bayern ein Global Player sei. Hm, ja und nein. Warum? Die schwarz-gelben Borussen schicken sich an, ihren Bekanntheitsgrad über die Bundesrepublik hinaus zu erweitern beziehungsweise wieder aufzufrischen. Denn ich bin davon überzeugt, dass man die Borussia auf der ganzen Welt ebenso gut kennt, wie die Bayern. Sicherlich haben die "Roten" weltweit mehr Fans und sind bekannt wie bunte Hunde, aber auch die beiden Meistertitel in Serie sowie der Gewinn des DFB-Pokals für die Elf von Jürgen "Kloppo" Klopp sollten globale Beachtung und Anerkennung gefunden haben. Ich weiß auch gar nicht, warum der liebe Uli jetzt schon den Köcher mit den Giftpfeilen rausholt? Aus meiner Sicht gibt es dafür keinen Grund - gar keinen. Regelt das doch bitte einfach sportlich - und zwar auf dem Platz. Große Reden helfen uns allen nicht weiter, denn am Ende zählen ohnehin nur die Ergebnisse. Und: Dortmund wieder dieses Jahr international besser aussehen, lieber Uli!

Freitag, 14. September 2012

Es ist also alles eine Frage der Erziehung, oder wie?

Ja, da hat er sich ganz schön etwas vorgenommen. Er fliegt von hier nach da, ist ganz nah dran und muss sämtliche Nachwuchs-Mannschaften ganz genau beurteilen. Wen ich meine? Die Rede ist von Robin Dutt, dem neuen DFB-Sportdirektor. Auch ich war damals ziemlich überrascht, dass der Ex-Coach des SC Freiburg und von Bayer Leverkusen die Nachfolge von Matthias Sammer übernimmt. Aber ich denke, dass Dutt das kann und in dieser Tätigkeit so richtig aufgehen wird. "Bei den ersten Sitzungen haben wir sehr viele Parallelen festgestellt“, erinnert sich der gebürtige Kölner bei Sport1 an seine erste Begegnung mit Bundestrainer Joachim „Jogi“ Löw. „Wir müssen aber auch differenzieren und eine U-16-Mannschaft beispielweise in ihrer Spielauffassung anders behandeln als die A-Nationalmannschaft. Ziel muss es sein, dass der U-16-Spieler zum A-Nationalspieler ausgebildet wird.“ Das stimmt, so sollten wir die Sache angehen. In Spanien und den Niederlanden trägt diese Herangehensweise mehr oder weniger große Früchte. Doch man braucht – und da sind wir uns wohl alle einig – die richtigen Spielertypen für. Und schon sind wir bei dem Thema der vergangenen Wochen, Stichwort „Führungsspieler“. Die haben wir – und da bin ich anderer Meinung als manch anderer – noch immer, aber der Begriff und der Typus an sich haben sich verändert. „Die Erziehung im Elternhaus ist eine andere als die vor 20 Jahren. Damals wurde häufig noch sehr autoritär, heute wird eher kooperativ erzogen“, betont der DFB-Sportdirektor. Stimmt, gebe ich ihm Recht. Ein Philipp Lahm und ein Stefan Effenberg hätten nie Brüder sein können, oder so. Da hätte es ordentlich gekracht. Aber ein bisschen lauter dürfte DFB-Kapitän Lahm auf dem Platz schon sein, nicht nur beim Vortragen der Respektsbekundungen. Aber am Ende zählt doch eh immer nur das Ergebnis.

Donnerstag, 13. September 2012

Wenn einer sich mal eben einen Verein kaufen will

Nanu, was hören wir denn da aus dem fernen Los Angeles, im sonnigen Kalifornien. Da schnürt ja bekanntlich ein gewisser David Beckham die Kickstiefel, wird dafür nicht nur mit einer prominenten Nachbarschaft und – im Vergleich zu England – herrlichem Wetter belohnt. Nein, der vierfache Familienvater wird dafür auch noch galaktisch entlohnt. Beinahe so, wie es ein gewisser Cristiano Ronaldo wohl gerne (irgendwann) hätte. Doch der Portugiese ist noch zu jung für einen stattlichen Rentenvertrag fürs Fußballspielen. Apropos Portugal. Kommen wir doch gleich zum portugiesischen Nachbarland Spanien. Dorthin, wo der aktuelle Welt- und Europameister zu Hause ist. Dorthin, wo die beiden Top-Klubs Real Madrid und FC Barcelona trotz drohendem Staatsbankrott weiterhin munter die Millionen (für neue Spieler) verprassen beziehungsweise nach eigenem Befinden sinnvoll investieren. Inverstieren möchte der ehemalige Nationalspieler von der britischen Insel nun auch – und zwar so richtig. Der Ex-Spieler von Manchester United, Real Madrid sowie dem AC Mailand will den spanischen Erstligisten FC Málaga kaufen. Den Klub, der vor kurzem fast insolvent gegangen war, auch weil der bisherige Geldgeber – Scheich Abdullah Bin Nasser Al Thani – den Geldhahn zudrehte. Nun will Beckham zusammen mit dem ehemaligen US-Nationalspieler Alexi Lalas durch den Tausch unterschiedlicher Anteile mehrerer Unternehmen 75 Prozent des andalusischen Klubs erstehen. Ob er sich das wirklich antut? Hm, abwarten. Schließlich liefen Málaga schon einige Leistungsträger weg, auch weil sie – wie ihre Mitspieler – vergeblich auf Lohn warteten. Prominenteste Bespiele sind Ruud van Nistelrooy oder Santi Cazorla. Ich denke, dass David Beckham das lassen sollte. Soll er doch lieber weiterhin modeln und unter der kalifornischen Sonne ein bisschen kicken, oder?