Er ist also wieder da, hat einen neuen Job gefunden. Nachdem sich Jörg Schmadtke dazu entschlossen hatte, Hannover 96 als Sportdirektor zu verlassen - anscheinend stimmte die Chemie zwischen ihm und Coach Mirko Slomka nicht mehr - machte der ehemalige Torwart erst einmal eine kleine Pause. Daheim in Düsseldorf sondierte der Familienvater die zahlreichen Angebote - und das nicht nur aus der 1. und 2. Bundesliga. Auch direkt vor der Haustüre, bei Fortuna war der 49-Jährige im Gespräch. Dort, wo er seine aktive Karriere zwischen den Pfosten begann und der Lockenkopf einst als Torwart-Trainer fungierte. Dann hieß es, dass der 1,82 Meter große Rheinländer an der Elbe, beim Hamburger SV gehandelt wird. Auch diese Option zerschlug sich aus verschiedensten Gründen, nun zieht es den Mann mit dem richtig guten Händchen für Transfers also nach Köln. Beim dort beheimateten 1. FC soll der neue Manager zusammen mit dem neuen Trainer, dem Österreicher Peter Stöger, für einen baldigen Aufschwung - gleichbedeutend mit dem Aufstieg ins Fußball-Oberhaus - sorgen. Und das am besten gleich in der neuen Spielzeit. Schauen wir mal, was der Fachmann für günstige Transfers, die einschlagen, bewegen kann. In Niedersachsen holte Jörg Schmadtke beispielsweise Spieler wie Ron-Robert Zieler, Mohammed Abdellaoue oder Konstantin Rausch an die Leine. Ersterer schaffte es in den DFB-Kader, die beiden anderen versuchen ihr Glück nun beim VfB Stuttgart. Alles Gute und viel Erfolg, lieber Jörg.
Samstag, 29. Juni 2013
Freitag, 28. Juni 2013
Spanien ringt aufopferungsvoll kämpfende Italiener nieder
Freunde, wat war das spannend, oder? Da treffen sich Spanien und Italien zur EM-Revanche im sommerlichen Brasilien, spielten dabei den Finalgegner des Gastgebers aus eben erwähntem Land aus. Und, was soll der neutrale Fußballfan sagen. Es wurde ein echter Kracher. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, der amtierende Welt- und Europameister dürfte vom schnellen Umschaltspiel der Italiener ziemlich überrascht worden sein. Denn Mitte des ersten Durchgangs häuften sich die Chancen für die Prandelli-Elf, mal schossen die Akteure in Weiß-Blau daneben, mal klärte Iker Casillas in höchster Not. Erst in der zweiten Halbzeit wachten Xavi, Iniesta und Co. auf - Letzterer sollte Gianluigi "Gigi" Buffon auf Herz und Nieren prüfen. Jedoch sollte oder wollte in der regulären Spielzeit einfach kein Treffer fallen, der eine oder andere Profi wurde in der Schlussphase von Krämpfen geplagt. Nach einer langen und intensiven Saison verständlich - Temperaturen um die 30 Grad Celsius taten ihr Übriges dazu. In der Verlängerung - speziell in den zweiten 15 Minuten - war das Team von Coach Vincente del Bosque tonangebend, eine Entscheidung sollte her. Doch die teils stehend K.O.-wirkende "Squadra Azzurra" rettete sich ins finale Duell vom Punkt, in dem sich keiner der fünf ausgewählten Schützen eine Blöße gab. Bis, ja bis Bonucci die Kugel in den Nachthimmel von Fortaleza jagte und Navas für die "Iberer" zum 7:6-Endstand den viel zitierten Sack zumachte. Ein Lob an beide Rivalen, das war ein toller Fight. Nun kommt es zum Endspiel zwischen Brasilien und Spanien (30.06, 24 Uhr MEZ).
Donnerstag, 27. Juni 2013
Die Selecao marschiert in Richtung dritter Titel in Serie
Es scheint so zu sein, als würde der Heimvorteil helfen. Denn die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft peilt beim Confederations Cup in der Heimat den dritten Triumph bei diesem Turnier in Serie an. Denn bereits 2005 und 2009 triumphierte die Selecao bei der prestigeträchtigen WM-Generalprobe, auch in diesem Jahr stehen Neymar Jr. und Co. wieder im Endspiel. Dabei hatte der Gastgeber gestern Nachmittag (Ortszeit) so seine liebe Mühe gegen Uruguay, das in Person von Diego Forlan in der 15. Minute sogar einen Strafstoß ungenutzt ließ. Kurz vor der Halbzeitpause gingen die Ballkünstler aus Brasilien dann doch noch in Führung, in der 41. Minute stand Fred goldrichtig. Doch die "Urus" steckten nicht auf, sie hielten dagegen und wurden dafür durch Edinson Cavani - der in halb Europa im Gespräch ist - belohnt (48.). Erst in der 86. Minute sorgte Paulinho - der sein Glück zur neuen Saison auf der britischen Insel versuchen wird - nach Vorarbeit von Neymar für die Entscheidung zum 2:1-Endstand. Mal schauen, wer dem Mitfavoriten um den Titel im kommenden Jahr die Generalprobe am Sonntag versauen möchte - Spanien oder Italien. Die Revanche des EM-Finals von 2012 bringt einigen Zündstoff mit sich, die 0:4-Klatsche dürfte den Italienern heute Abend (21 Uhr MEZ, ARD) noch ganz schon schwer im Magen liegen. Ich erwarte ein unglaublich spannendes und intensives Spiel und freue mich auf einen echten Klassiker im Finale. Italien und Brasilien haben ja z.B. schon im Gruppenspiel begeistert.
Mittwoch, 26. Juni 2013
Einer hört auf, die anderen dürfen nur noch daheim ran
Ja, ich habe ihn und ich werde ihn nie vergessen. Für mich war und ist er einer der besten Verteidiger, den das verrückte Fußball-Deutschland hervorgebracht hat. In der Bundesliga war er unter anderen für Bielefeld, Hertha und Wolfsburg aktiv, war in der Abwehr der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei den WM-Turnieren 2006 und 2010 jeweils eine feste Größe. Nun hat sich der 34-jährige Defensivallrounder dazu entschlossen, seine Profikarriere zu beenden - national wie international. Zuletzt war er in den Vereinigten Staaten von Amerika aktiv, trug dort das Trikot von Chicago Fire. Nun ist also Schluss - und das nach unzähligen Verletzungen, Beschwerden, Operationen und langen Aufenthalten in der Reha. Schade, ich werde Dich und Deine Leistungen nie vergessen - alles Gute, lieber Arne Friedrich. Somit wird der gebürtige Westfale auch nicht mehr in den Genuss kommen, gegen die beiden türkischen Traditionsklubs Besiktas und Fenerbahce Istanbul antreten zu können beziehungsweise zu dürfen. Denn sowohl Besiktas als auch "Fener" sind von der UEFA für alle internationalen Wettbewerbe um Pokale und Titel vorerst gesperrt - oder nennen wir es lieber ausgeschlossen - worden. Grund ist die inzwischen nachgewiesene Verwicklung in Spielmanipulationen in der türkischen Liga aus der Saison 2010/11. Schade, dass es soweit kommen musste. Denn die Fanlager und die Stimmung am Bosperus werden uns sehr fehlen. Hoffen wir, dass sie irgendwann zurückkehren dürfen und ihre großen Stars bleiben!
Dienstag, 25. Juni 2013
Guardiola ist in München, Ancelotti kommt nach Madrid
Nach dem beinahe königlichen Auftritt von Josep "Pep" Guardiola in der Allianz Arena, haben auch die "echten Königlichen" in Madrid einen neuen Herrscher. Also nicht im Königspalast, sondern an der Seitenlinie von Real Madrid. Denn da kommt mit Carlo Ancelotti ein berühmter Coach zu Real, der gerade erst das Starensemble von Paris St. Germain auf Kurs und gleichzeitig bei Laune hielt. Lohn war der Meistertitel in Frankreich - in der UEFA Champions League reichte es für Zlatan Ibrahimovic und Co. immerhin fürs Viertelfinale. Nun kaufen die Spanier den Italiener also beim französischen Hauptstadtklub aus dem Vertrag, zahlen mal eben eine Abfindung in Millionenhöhe. Mal schauen, was der Ex-Coach des AC Mailand sowie des FC Chelsea mit Ronaldo, Özil usw. bewegen kann und/oder wird. Und an der Seine? Da übernimmt mit Laurent Blanc ein Welt- und Europameister von 1998 und 2000 das Zepter. Blanc war zuletzt für die französische Nationalmannschaft verantwortlich, musste dort nach dem vorzeitigen EM-Aus im Vorjahr gehen. Ich bin gespannt, was die ganz großen Namen der Szene mit ihren neuen Arbeitgebern auf die Beine stellen können. Denn auch Jose Mourinho geht bei seiner Rückkehr nach London an die Stamford Bridge ein ganz neues Abenteuer ein. Bleibt abzuwarten, welcher Starcoach seine Stars am besten pflegt.
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