Mittwoch, 14. Dezember 2011

Dank Klose geht bei Lazio nichts in die Hose

Was haben sie ihn schon gelobt, bereits auf irgendwelche Sockel gestellt oder ihm die tollsten Spitznamen in ehrfürchtiger Anbetung gegeben. Dabei macht Miroslav "Miro" Klose doch nur seine Arbeit, er erledigt seinen Job - sehr zur Freude seines Arbeitgebers Lazio Rom. Im himmelblauen Trikot mit der Nummer 25 blüht der Torjäger nochmal auf, nachdem seine letzten Monate beim FC Bayern München nun wahrlich keine einfachen (mehr) waren. Anders in "Bella Italia", wo sie den gebürtigen Polen längst in ihr heißblütiges Herz geschlossen haben. "Dass er ein Gewinn für unsere Mannschaft ist, das haben wir gehofft und so ist es auch gekommen", sagt der albanische Teammanager des Hauptstadtklubs, Igli Tare, der selbst ein treffsicherer Stürmer war und in der Bundesliga kein Unbekannter ist im Sport1-Interview. "Er hat eine absolute Siegermentalität und es ist bewundernswert, wie er in der Woche im Training und vorm Spiel die Jungs motiviert." Ja, auch das kann Klose, der immer den Nebenmann im Auge hat und sich auch mal die Bälle im Mittelfeld selbst holt. Er ackert, läuft und geht Wege, wartet nicht nur auf den entscheidenden Pass. Das unterscheidet den 33-jährigen Ex-Lauterer von so vielen seiner Zunft, machte bei deutschen Länderspielen oft den Unterschied aus. Dabei ist der Familienvater keiner, der auf das großes Geld oder die schönste Villa schaut - nein, der Stürmer schaut auf grundlegende Dinge, er muss Vertrauen spüren. Miro wollte es allen beweisen, auch im Hinblick auf die Europameisterschaft 2012. Das habe ich vom ersten Gespräch mit ihm gespürt. Miro hat nie die Frage nach Geld gestellt", bestätigt Tare, der seinen "Königstransfer" kaum fassen kann. Und die Laziali? Die sind völlig aus dem Häuschen und schlagen vor Freude einen Salto.

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