Dienstag, 6. Dezember 2011

Hat sich da etwa jemand ganz gehörig verbabbelt?

Seit Wochen zieht sich das Vertragshickhack um Markus Babbel, Trainer von Hertha BSC Berlin, schon in die Länge. Wie alter Kaugummi klebt es an den Schuhen von Manager Michael Preetz, der das Theater langsam satt hat. Gerne würde der Ex-Stürmer den ehemaligen Verteidiger an die kurze Berliner Leine nehmen, doch der gebürtige Münchner zögert (noch). Fakt ist, dass Babbels Vertrag an der Spree im kommenden Sommer ausläuft, seine Familie nach wie vor an der Isar zu Hause ist. Dort könnte - falls Jupp Heynckes nicht verlängert - ab 2013 ein Trainerposten beim FC Bayern München frei werden. Eine reizvolle Aufgabe, natürlich auch für Babbel. Der schnürte 16 Jahre für den deutschen Rekordmeister in der Jugend und bei den Aktiven die Fußballschuhe, kennt den Verein und seine Strukturen ausgezeichnet. Markus Babbel machte nie einen Hehl daraus, wie reizvoll es für ihn wäre, die Bayern zu coachen. "Totaler Blödsinn. Sie können sicher sein, dass wir den Jupp Heynckes nicht zum Frühstücksdirektor machen werden", bezog Bayern-Präsident Uli Hoeneß klar Position. Gerüchte waren im Umlauf, dass der 39-Jährige im kommenden Sommer beim FC Bayern einsteigen könne und Heynckes dafür als eine Art Sportdirektor fungieren könnte. "Wir sind doch mehr als dankbar, dass er zu uns gekommen ist. Jupp Heynckes ist unser Trainer. Dafür haben wir ihn eingekauft. Er wird entweder bis 2013 oder 2014 bei uns bleiben - aber nur als Trainer und nichts anderes", sagte Hoeneß. Klingt nach einer klaren Tendenz, muss aber nichts heißen. Der Profifußball ist und bleibt ein Tagesgeschäft - auch in München an der Säbener Straße. Das wissen Hoeneß, Heynckes und auch Babbel ganz genau. "Schau'n mer mal", würde Franz "Kaiser" Beckenbauer sagen.

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