Dienstag, 14. Februar 2012

Wenn im Gipfeltreffen reichlich Giftpfeile fliegen

Es hat ja gar nicht anders sein können. Schon im Vorfeld der Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt in der 2. Fußball-Bundesliga flogen Giftpfeile vom Main an den Rhein und/oder umgekehrt. Eintracht-Coach Armin Veh unterstellte dem 297-fachen Zweitligaspieler Sascha Rösler - dem Mann für die Standards bei den Fortunen - Fallsucht im Strafraum. Klar, die Düsseldorfer haben schon zehn Elfmeter zugesprochen bekommen - aber eigentlich kann man alle geben. Gestern kam der elfte hinzu, Jens Langeneke verwandelte in der Nachspielzeit zum gerechten 1:1-Endstand (90. +1). In der 69. Minute hatte Benjamin Köhler die Gäste in Führung gebracht, Frankfurt wäre erst zum zweiten Mal in der aktuellen Spielzeit - wenn es so geblieben wäre - Erster gewesen. Doch es kam erstens anders und zweitens als man denkt. Rösler und Veh gerieten kurz nach dem Ausgleich noch verbal aneinander, der Stürmer sah die gelb-rote Karte und Coach Veh wurde in die Katakomben verbannt. Die Hessen fühlten sich verschaukelt, die Hausherren hatten das Glück auf ihrer Seite und stießen Greuther Fürth vom Zweitligathron. "Das waren dramatische Szenen zum Schluss. Das passte irgendwie, dass wir noch einen Elfmeter kriegen, worüber sich Armin Veh in den letzten Tagen so aufgeregt hat", kommentierte Düsseldorfs Maximilian Beister hinterher auf Sport1.  "20 Elfmeter sind so sicher wie das Amen in der Kirche", giftete Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen und stellte mit Hinblick auf das Saisonende schon mal eine Prognose auf. Es geht eben um richtig viel, auch in Liga zwei. Vielleicht steigen ja am Saisonende beide Klubs auf - und Rösler oder Veh können einander dann lächelnd die Hand geben, zumindest bis zum nächsten Duell. In der 1. Liga?

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