Samstag, 18. Februar 2012

Wenn "König Otto" in der Hauptstadt Einzug hält

Wahnsinn, was gerade in der Hauptstadt so abgeht. Der ungeliebte Bundespräsident Christian Wulff ist nun doch noch zurückgetreten - "längst überfällig" sagen die meisten. Ähnliche Worte würden an der Spree auch die Runde machen, wenn ein gewisser Michael Preetz (endlich) seinen Hut bei Hertha BSC Berlin nehmen würde. Aber nein, der Ex-Torjäger bleibt hartnäckig, klebt an seinem Managerstuhl wie Wulff bis gestern am Schreibtisch in seinem Amtssitz Schloss Bellevue. Doch mit der "schönen (Aus)Sicht" ist das so eine Sache, denn die "Alte Dame" schwebt in der 1. Fußball-Bundesliga in akuter Abstiegsgefahr. Preetz verschliss in zweieinhalb Jahren vier Trainer, sein (womöglich) letzter Wurf muss sitzen wie ein alles entscheidender Siebenmeter beim Handball. Namen wie Sidka, Götz oder Stanislawski machten rund um das Olympiastadion die Runde, zuletzt flirtete die Hertha heftig mit dem Krassimir. Doch Balakov ist noch vertraglich an Hajduk Split gebunden, schon für Skibbe musste der (Noch)Erstligist eine Ablösesumme zahlen. Nun, aber scheint sich in der 3,4-Millionen-Metropole eine echte Sensation anzubahnen. Ein König Namens Otto soll der Hertha wieder Beine machen. Hertha und Otto, das klingt nach einer 50-jährigen Traumehe und antiker Erfahrung pur. Die sammelte der 73-jährige Rehhagel lange Zeit bei der griechischen Nationalmannschaft, ließ mit Mann und Maus verteidigen und vorne irgendwie ein Tor erzielen. Klappte bei der EM 2004 richtig gut, es reichte zum Titel. Doch ob diese Taktik in der Bundesliga klappt? "Nun, besser fünfmal 1:0 gewinnen als einmal 5:0", sagte mal ein Kenner der Szene. Falls "König Otto" das schafft, wäre das eine Sensation. So wie die Meisterschaft mit Lautern 1998 oder der EM-Coup mit den Griechen.

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