Man, was war denn da noch alles so los?! Manches hat noch geklappt, anderes eher nicht und so mancher hat einen Wechsel selbst verneint. Unglaublich! Für die bisher tollste Geschichte sorgten aus meiner Sicht zweifelsohne die beiden Weltklasse-Klubs Manchester United und Real Madrid. Die "Königlichen" wollten unbedingt David de Gea verpflichten, den spanischen Nationaltorwart zurück auf die iberische Halbinsel holen. Dafür sollte - im Gegenzug - Keylor Navas nach England wechseln. Dummerweise trudelte ein Fax beim spanischen Fußballverband zu spät ein - der Wechsel ist nun vorerst geplatzt. Dumm nur, dass de Gea in den Planungen von Louis van Gaal keine Rolle mehr spielt. Mal schauen, wie das weitergeht. Wesentlich klarer war da schon der Fall in Sachen Aaron Hunt, der den VfL Wolfsburg in Richtung Hamburger SV verlässt. Ich bin gespannt, wie es dem "Ur-Bremer" beim Erzrivalen von der Elbe so ergehen wird. Ein "Ur-Borusse" war und ist Jakub Blaszczykowski gewesen, denn den polnischen Nationalspieler zieht es nun zum AC Florenz. Eigentlich hätte "Kuba" auch in die Nachbarschaft wechseln können - und zwar ausgerechnet zum FC Schalke 04. Darauf hatte der 29-jährige Mittelfeldmann zwar Lust, verzichtete jedoch aus Respekt vor den schwarz-gelben Fans auf diesen Schritt. Es gehe im Fußball und im Leben um mehr als nur um Geld, ließ er sich zitieren. Ein - wie ich - sehr schöner und recht interessanter Satz. Schade nur, dass einige in dieser Branche (ganz) anders denken!
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Mittwoch, 2. September 2015
Ich habe da irgendwie ein bisschen den Überblick verloren!
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Dienstag, 12. Juni 2012
Von einem, der (sich) niemals aufgegeben hat
Ich bin ziemlich schockiert und positiv
überrascht zugleich, denn selbst als absoluter Fußball-Liebhaber wusste ich
davon bisher nichts. Es geht um Jakub „Kuba“ Blaszczykowski,
den polnischen Nationalspieler, der seit 2007 sein Geld bei Borussia Dortmund verdient.
Er wird heute Abend (20.45 Uhr, MEZ) seine Mannschaft erwartungsgemäß als
Kapitän gegen Russland aufs Spielfeld führen. Und man wird ihm, dem 26-jährigen
Mittelfeldmotor nichts anmerken – aber auch gar nichts. Was denn überhaupt?
Ganz einfach, seinen bittersten Moment in seinem noch jungen Leben, als er noch
gar nicht zu den Sporthelden seines Landes gehörte. Die Rede ist von einem
Erlebnis aus dem Jahre 1996, als der sympathische Blondschopf Vater und Mutter
gleichzeitig verlor. Doch nicht etwa bei einem tragischen Autounfall oder durch
eine heimtückische Krankheit. Nein, der damals elfjährige Junge musste
mitansehen, wie sein eigener Papa seine Mutter nach einem heftigen Streit
erstach. Der Mörder kam für 15 Jahre ins Gefängnis, vor drei Wochen verstarb
er. „Kuba“ wuchs zusammen mit seinem Bruder bei den Großeltern auf, hatte den
Kontakt zu seinem Erzeuger nach dieser entsetzlichen Tat komplett abgebrochen.
Der frisch gebackene Double-Gewinner mit dem BVB flüchtete sich damals in den
Sport, trainierte wie ein Besessener auf dem Platz. Blaszczykowski versuchte, den Kopf frei zu bekommen – irgendwie,
kaum jemand wusste von diesem Drama. Erst vor zwei Jahren öffnete sich der
Profikicker, erzählte von diesem entsetzlichen Erlebnis. Mittlerweile ist der
52-fache Auswahlspieler, der heute sein 53. Länderspiel machen wird, selbst
verheiratet und stolzer Vater einer einjährigen Tochter. Ich ziehe meinen Hut
vor diesem Mann. Ich weiß nicht, wie ich einen derartigen Schicksalsschlag
verkraftet hätte – und ob überhaupt. Respekt dafür!
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