Donnerstag, 7. April 2011

Die Spanier lassen die Muskeln spielen

Dass der spanische Fußball nicht erst seit dem EM-Titel 2008 und der gewonnenen Weltmeisterschaft im Vorjahr in Südafrika das Maß aller Dinge ist, kann kaum bezweifelt werden. Denn auch in der europäischen Königsklasse lassen der FC Barcelona sowie Real Madrid die Muskeln spielen. Beide Teams gewannen ihre Viertelfinal-Hinspiele in der Champions League deutlich (Barcelona gegen Donezk 5:1, Real gegen Tottenham 4:0) und zeigten dabei Kombinationen vom Feinsten. Dass aber in beiden Mannschaften  Stars aus der ganzen Welt mitmischen, darf dabei nicht unerwähnt, aber auch nicht als spielentscheidend betrachtet werden. Denn, sowohl bei den Katalanen als auch bei den "Königlichen" aus der Hauptstadt spielen spanische Nationalspieler wie Andres Iniesta, Xavi, Carles Puyol, David Villa, Sergio Ramos, Iker Casillas, Pedro oder Xabi Alonso tragende Rollen. Sie bilden das Gerüst um Lionel Messi, Javier Mascherano, Ronaldo, Kaka und Co., nehmen ihren Zentralfiguren einige (Abwehr)Arbeit ab. Es ist also eine gesunde Mischung von richtig guten Kickern, die beide spanischen Traditionsklubs auszeichnet und die der Konkurrenz von der Insel, aus Italien und Deutschland das Fürchten lehrt. Schade nur, dass Barca und Real sich bereits in einem möglichen CL-Halbfinale gegenüberstehen werden. Und auch in der spanischen Primera Division ringen die beiden Erzrivalen um den Titel, ebenso wie im Pokalfinale. In der Liga haben die "Rot-Blauen" derzeit die Nase vorne, schlugen Mourinhos Elf klar mit 5:0. Dieses Ergebnis hatte die katalanische Führungsriege für das Pokalfinale schon einmal angekündigt. "Wir werden die Antwort auf dem Platz geben", kommentierte Defensivstrategie Sami Khedira forsch. Der Ex-Stuttgarter hält bei Real zusammen mit Mesut Özil - den sie in Madrid schon mit Zidane vergleichen - die deutsche Fahne hoch. Özil ist ein hervorragener Spieler, nur: Zinedine Zidane hat mit seinem Ex-Klub alles gewonnen, Özil noch nichts. Mein Kommentar: "Die Messi ist noch nicht gelesen".

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