Montag, 4. April 2011

Wie aus "Prinz Poldi" plötzlich "König Lukas" wurde

Lukas Podolski hatte es nach seiner Rückkehr vom großen FC Bayern München in seine Heimatstadt Köln nicht immer leicht. Die Erwartungen rund um den "Effzeh" schossen in ungeahnte Höhen, der 1. FC Köln zählte plötzlich zu den Kandidaten auf einen Platz in der europäischen Königsklasse. Doch es dauerte etwas, bis der Mann mit dem linken Hammer im roten Leibchen wieder richtig heimisch wurde. Während "Prinz Poldi" im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft eine gute Partie nach der anderen bestritt, kam der Sympathieträger am Rhein nicht so richtig in Schwung. Lukas "Poldi" Podolski fehlte etwas, das besonders für junge Spieler wie ihn sehr wichtig ist. Podolski braucht nicht nur ein warmes Nest mit starker Rückendeckung, sondern vielmehr muss der 25-Jährige Vertrauen spüren. Das gab ihm nur Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw, während er beim Kölner Traditionsverein von Zvonimir Soldo und Co. zu sehr in seiner Spielfreude eingebremst wurde. Das hat sich nun unter Frank Schaefer geändert. Schaefer gab seiner "Nummer 10" nicht nur die Kapitänsbinde, nein er stattete "Prinz Poldi" im Kölner Spiel mit beinahe allen Freiheiten aus. Der FC-Coach kennt den Mann mit der linken Klebe seit der Jugend, trainierte den 85-fachen Nationalspieler auch schon in der Kölner U23. Das zahlt sich nun mehr denn je aus und "Prinz Poldi" schwingt inzwischen auf dem Spielfeld als "König Lukas" das Zepter, dirigiert, ordnet und reißt seine Nebenleute mit. Besonders Milivoje Novakovic profitiert vom gereiften Stürmer, der für ihn Wege geht und Löcher reißt, die der Slowene zu Toren nutzt. Lohn sind sieben Heimsiege in Serie und der Sprung auf Platz zehn. So wird es für den 1. FC Köln für den Klassenerhalt reichen und wer weiß, was Lukas Podolski in der kommenden Spielzeit beim "Effzeh" zeigt. Die Reise geht für ihn am Rhein und nicht nach Rom weiter.

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