Sonntag, 17. Juli 2011

Wenn der bissige Wolf zum braven Lämmlein wird

Der Ex-Schalker und jetzige Münchener Rafinha hat sich mit seinem FC Bayern München einiges vorgenommen. Der neue Star der rechten Abwehrseite verspricht sich und anderen von seiner Rückkehr in die Fußball-Bundesliga große Taten. Dabei galt Marcio Rafael Ferreira de Souza - wie der 25-Jährige mit vollem Namen heißt - immer als Hitzkopf, als unbequemer Spieler und das auf wie abseits des Platzes. Seine Eskapaden und nächtlichen Partys beschäftigten die Polizei und die Schalker Vereinsspitze wochenlang. Der 172 Zentimeter lange Verteidiger galt schon als Problemfall. "Ich bin so giftig, weil ich klein bin", kommentierte der im brasilianischen Londrina geborene einst. Hm, ist das ein Grund. Also mir fallen so gut wie keine Skandale von Thomas Häßler oder Pierre Littbarski ein - ganz zu schweigen von Philipp Lahm oder Lionel Messi. Doch Rafinha scheint geläutert, geht an der Säbener Straße sogar auf Schmusekurs. "Es wird hier keine Skandale geben - versprochen", betonte der Brasilianer in der "Bild am Sonntag". "Ich habe immer davon geträumt, hier zu spielen", wusste er über seine Beweggründe des Wechsels von Genua nach München zu berichten. Klingt ernst gemeint und macht Hoffnung. Darauf, dass sich der Neuzugang am Riemen reißt und seinen Vorgesetzten gefällt sowie vor allem seine Gegenspieler mit fairen Mitteln stoppt. Dann hätten alle bei den Bayern ihre Freude - an einem Abwehrspieler, der als Mensch ein braves Lämmlein (geworden) ist. Aber wehe, wenn einer dem bayerischen Tor zu nahe kommt. Dann, ja dann könnte der Nationalspieler (wieder) zum bissigen Wolf werden. So wie er sich vor Jahren einst in die Herzen der Schalker Knappen malochte.

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