Freitag, 14. Oktober 2011

Es geht nicht nur um drei Punkte

Wenn sich morgen ab 15.30 Uhr in der 1. Fußball-Bundesliga der FC Bayern München und Hertha BSC Berlin in der Münchener Allianz Arena gegenüberstehen, dann geht es um viel – sehr viel sogar. Nicht nur, dass Hertha-Coach Markus Babbel mit seiner Mannschaft zu seiner „alten Liebe“ in die Heimatstadt zurückkehrt, ist etwas Besonderes. Auch die Tatsache, dass mit Thomas Kraft, Christian Lell und Andreas Ottl gleich drei Ex-Bayern vor der Saison beziehungsweise vor zwei Jahren von der Isar an die Spree wechselten, birgt einige Brisanz. Zudem ist im bayerischen Abwehrzentrum oder auf der rechten Außenbahn ein waschechter Berliner gefordert. Jérôme Boateng ist in der Bundeshauptstadt geboren, schnürte für die „alte Dame“ von 2002 bis 2007 die Schuhe. Anschließend verschlug es den U19-Europameister zum Hamburger SV und Manchester City, bevor er zur aktuellen Spielzeit beim FC Bayern anheuerte. „Es ist schon etwas Besonderes, weil ich da aufgewachsen bin und dem Verein viel zu verdanken habe“, sagte Boateng im Vorfeld der Partie gegenüber Sport1: „Ich freue mich sehr auf das Spiel.“ Und nicht nur er wird sich freuen, sondern auch Änis Ben-Hatira. Der 23-jährige Herthaner und Boateng haben fernab der üblichen Flachsereien eine Wette laufen, die – hoffentlich – nicht so heiß gegessen wird, wie sie gekocht wird. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, schließlich ist sogar die Mutter des Deutsch-Ghanaers am kuriosen Wetteinsatz beteiligt. „Wenn wir die Partie verlieren, kocht meine Mutter Fischstäbchen für Änis“, verriet Boateng. „Er sagt, dass sie anders schmecken, wenn meine Mutter sie macht.“ Im Gegensatz winkt dem Verteidiger typisch tunesische Kost bei Ben-Hatiras Mutter. Aha, das ist doch mal was. Aber, wenn alles normal läuft – wovon auszugehen ist – dann wird der Deutsch-Tunesier hungern müssen und Boatengs Mama wird nicht kochen müssen. Schließlich geht bei Bayern-Keeper Manuel Neuer derzeit kein Fisch, äh Ball ins Netz. In diesem Sinne: Petri Heil!“

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