Freitag, 6. Juli 2012

Eine längst überfällige Entscheidung ist gefallen

Tor oder kein Tor, drin oder nicht drin? Das war seit jeher immer wieder die Frage – nicht erst seit 1966 im Londoner Wembley-Stadion. Auch zuvor und danach gab es jede Menge strittige Situationen, erst die beiden abgelaufenen Turniere sowie ihre jeweiligen Qualifikationen haben das erneut bewiesen. Nun soll sie also kommen, die Torkamera. Finde ich eine gute und richtige Entscheidung, der Mist mit der so genannten Tatsachenentscheidung geht mir ziemlich auf den Keks. Selbst im Stadion werden heutzutage Wiederholungen auf den Videoleinwänden gezeigt – am Fernsehschirm erhält man sogar mehrere Zeitlupen mit gefühlten 40 Expertenmeinungen gepaart mit eigens erstellten 3D-Analysen. Jeder kann also sehen, ob es nun ein regulärer Treffer war oder nicht. Klar, jeder Mensch macht mal Fehler – und das ist auch nicht schlimm. Aber warum nicht eine Technik, die es längst gibt, endlich gewinnbringend für alle Seiten einsetzen? Selbst Laufstrecke, Passwege und wer mit welchem Fuß zuerst den Rasen betritt, wird heutzutage aufgezeichnet. Spieler, Trainer und Verantwortliche wissen gleich Bescheid, können sich manchen Rumpelstilzchen-Tanz an der Außenlinie ersparen. Der Schiedsrichter wird nicht mehr alles genannt, was mit der guten Kinderstube meistens rein gar nichts mehr zu tun hat. Außerdem sparen die Vereine und Nationalmannschaften bares Geld, Prügeleien rivalisierender Fans werden mitunter verhindert. Dafür werden Karrieren unter Umständen gefordert, der Schütze geht nicht als der Unglücksrabe schlechthin in die Geschichte ein. Ich denke, dass das ein vernünftiger, wichtiger und richtiger Schritt der FIFA ist. Tatsachenentscheidung hin oder her. Diese Maßnahme ist eben ein glasklarer Treffer, oder?

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