Schon spannend, wie wichtig es im Sport - und vor allem bei den Profis - ist, dass der Kopf mitspielt. So kann man es gerade sehr gut bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen sehen, die aktuell beim EM-Turnier in der Schweiz einige Rückschläge wegsteckt. Verletzungen, Platzverweise oder auch Rückstände. Es erweckt den Anschein, als könne all das der Mannschaft von Bundestrainer Christian Wück nichts anhaben auf dem Weg zum großen Ziel. Denn die deutschen Frauen wollen Europameister werden. Und in der aktuellen Verfassung ist das ihnen auch zweifelsfrei zuzutrauen. Im Halbfinale des Turniers sind sie schon und müssen am kommenden Mittwoch gegen Top-Favorit Spanien wieder einmal alles reinwerfen. Sei es in der Verteidigung oder auch in den Zweikämpfen. Außerdem wird es in der Offensive auf ein flüssiges Kombinationsspiel ankommen, das ein entsprechendes Tempo mit sich bringt. Dann, ja dann ist auch gegen die Titelhamster von der iberischen Halbinsel einiges möglich. Und das erst recht, wenn Torfrau Berger abermals über sich hinauswächst und die DFB-Fans erneut für eine Heimspiel-Atmosphäre sorgen...
Montag, 21. Juli 2025
Alles eine Frage der (richtigen) Einstellung und Mentalität?
Mittwoch, 25. September 2024
Von einer Einsicht, die aus deutscher Sicht zu spät kommt!
Kein Zweifel, dass das Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Heim-EM im Viertelfinale gegen Spanien eine bittere Enttäuschung war. Denn das DFB-Team von Coach Nagelmann legte aus meiner Sicht von Spiel zu Spiel eine Leistungssteigerung hin und war auch gegen den späteren Europameister mindestens auf Augenhöhe unterwegs. Aber es reichte nicht für den Einzug ins Halbfinale, weil man eine Minute vor einem möglichen Elfmeterschießen einen bitteren Kopfballtreffer kassierte. Zuvor hatte es allerdings hitzige Diskussionen um einen vermeintlichen Handelfmeter gegeben - und zwar für das deutsche Team. Auch aus meiner Wahrnehmung heraus, hätte es hier zwingend Strafstoß für die DFB-Auswahl geben müssen. Das wäre vielleicht dann ja der mögliche Siegtreffer für Deutschland gewesen. Doch es kam anders. Dass sich nun allerdings der europäische Fußballverband - die UEFA - da quasi hinstellt beziehungsweise zitieren lässt, es sei ein Fehler gewesen und man den Strafstoß hätte geben müssen, ist schon mehr als fragwürdig, wenn nicht sogar ein Skandal. Doof aus deutscher Sicht nur, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann. Aber ich bin und bleibe davon überzeugt, dass die Deutschen bei einem Weiterkommen richtig gute Chancen auf den Titel gehabt hätten. Sie haben stark gespielt...
Mittwoch, 11. September 2024
Beim DFB stimmt sie wieder, die eingeschlagene Richtung!
Zunächst einmal war es schön anzusehen, dass nach diesen beiden Spielen in der UEFA Nations League die Richtung stimmt. Und zwar die, welche die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kurz vor der EM, beim Turnier selbst und eben jetzt in der Nations League eingeschlagen hat. Da ist eine gute Einheit entstanden, die nach wie vor (weiter) wachsen kann und wird. Selbst bei Rückschlägen oder (frühen) Rückständen bleibt man bei sich, lässt sich nicht hängen und gibt noch einmal alles, um auszugleichen oder sogar das Blatt zu wenden. Dass die Niederlande natürlich ein anderes Kaliber als Ungarn sind und waren, sollte auch jedem im Team und allen Fans in den Stadien oder vor den TV-Bildschirmen bewusst sein. Aber dennoch gefällt mir die Art und Weise, wie die Nagelsmann-Elf agiert und immer wieder Lösungen sucht. Jetzt gilt es eigentlich "nur noch", die Abwehr und insbesondere die Arbeit gegen den Ball noch weiter zu verbessern. Insbesondere das Umschaltspiel der Gegner müsste man zwingend besser in den Griff bekommen, da es sonst sehr gefährlich wird, wie es Oranje eindrucksvoll bewiesen hat. Und - das gehört leider auch zur Wahrheit - etwas mehr Glück mit den Schiedsrichtern könnte darüberhinaus helfen. Denn das gestern war wirklich nicht gut, manche sprechen sogar von einem handfesten Skandal...
Montag, 15. Juli 2024
Spanien ist neuer Rekord-Champion - England trägt Trauer!
Der neue Europameister heißt Spanien - und das geht aus meiner Sicht auch in Ordnung so. Sicherlich hätte ich insbesondere Harry Kane diesen großen Titel gegönnt. Doch der Stürmerstar des FC Bayern München muss weiter auf einen Pokal warten. Mal schauen, was sein Arbeitgeber aus der bayrischen Landeshauptstadt so auf den Rasen zaubern kann. Es sollte ja aus FCB-Sicht 2024 / 2025 besser werden nach dem ersten titellosen Jahr seit 2012. Beeindruckt hat mich dieses neue Spanien, in dem die Mischung zwischen "alten Recken" und "jungen Wilden" besonders gut geklappt hat. 2:1 hieß es für Nico Williams und Co., den ich im Endspiel gegen die Briten noch einen Tick stärker gesehen habe, als das Wunderkind Yamal. Die Engländer verloren somit als erstes Team überhaupt ein zweites EM-Finale hintereinander. Aber man muss - und das sollte nicht vergessen werden - auch erst einmal zweimal in Folge ins Endspiel kommen. Dass die Art und Weise nicht jeden begeistert hat, gehört natürlich auch dazu. Auch ich hätte von Beginn an ein anderes Auftreten der Southgate-Elf erwartet. Aber am Ende sind es im Profifußball oft nur Kleinigkeiten, wie auch das spanische Viertelfinale gegen die deutsche Nationalmannschaft gezeigt hat. Für mich waren die Deutschen und die Spanier die beiden besten Mannschaften im Turnier. Schade nur, dass man sich bereits so früh begegnete. Glückwunsch nach Spanien und bis 2026...
Sonntag, 7. Juli 2024
"Zwei Jahre warten, um Weltmeister zu sein!"
Schade, aber so brutal kann dieser Sport sein. Deutschland ist bei der Heim-EM durch ein spätes Tor der Spanier in Minute 119 der Verlängerung ausgeschieden. Und das, nachdem die Mannschaft von Julian Nagelsmann wirklich alles gegeben und ihr Herz auf dem Platz gelassen hat. Wahnsinn, was für eine Leistung. Oder soll man eher "Leistungssteigerung" dazu sagen. Denn man darf ja nicht vergessen, wo die deutsche Nationalmannschaft im November des vergangenen Jahres noch stand. Klar, es sah personell ganz anders aus. Der Bundestrainer hat um den zurückgekehrten Toni Kroos inzwischen eine echte Einheit geformt, die mehr verdient gehabt hätte, als die "Runde der letzten acht". Doch es sollte einfach nicht sein, weil man defensiv zwar richtig gut stand, aber zweimal nicht eng genug dran war. Und in der Offensive ließ man abermals etwas zu viel liegen, was sich eben in einem K.O.-Spiel meistens rächt. Ob das nun ein Strafstoß war oder eben nicht - geschenkt. Wir können ers aus deutscher Sicht trotz einer unglaublich gut laufenden Petition nicht mehr ändern, so bitter das nun einmal ist. Gerade deshalb, weil dieses Team richtig Spaß gemacht hat und Größen wie Kroos, Thomas Müller oder Manuel Neuer mehr verdient gehabt hätten. Deshalb gefällt mir die Aussage von Nagelsmann umso besser, der den WM-Titel in zwei Jahren als klares Ziel formuliert hat. Nun, warum eigentlich nicht. Auch ohne Kroos möglich...
Dienstag, 2. Juli 2024
Ein Wechselbad der Gefühle und jetzt der Kracher!
Was war das nur für ein Spiel aus deutscher Sicht gegen die Dänen im Achtelfinale der UEFA Euro 2024. Ja, da war nun wirklich alles drin und die Partie hätte in beide Richtungen kippen können. Bis, ja bis die deutsche Nationalmannschaft auch ein bisschen Glück hatte, selbst profitierte und sich in einen sogenannten "Flow" spielte. Den brauchen die Männer um Kapitän Ilkay Gündogan nun auch am Freitag gegen das bisher recht überzeugende Spanien im Viertelfinale. Nun, da muss wohl alles passen. Die Arbeit gegen den Ball, die Kreativität in der Offensive und die Stimmung auf den Rängen. Und erst recht der Torabschluss. Stimmung sollte auf jeden Fall vorhanden sein, denn auch die Spanier sind gute Sänger. Und was mag eigentlich am Freitag ab 18 Uhr in den einschlägigen Lokalen auf der Deutschen liebster Insel los sein - ganz egal, wie es ausgeht. Obwohl Spanien bisher einen sehr stabilen Eindruck macht, traue ich den Deutschen in diesem Duell viel zu. Denn so nah war die DFB-Elf schon lange nicht mehr dran, um etwas Großes zu erreichen. Im Halbfinale würde ein Duell mit Frankreich oder Portugal warten, die bisher nicht wirklich in der besten Form sind...
Montag, 24. Juni 2024
Ein kleiner Dämpfer zum allerbesten Zeitpunkt?!
Dass die Schweizer "Nati" unser wohl schwerster Gegner in der Vorrundengruppe A der Fußball-Europameisterschaft ist, war wohl jedem Fan, Experten und bestimmt auch der DFB-Elf klar. Und so hatte Deutschland auch wegen des schon feststehenden Achtelfinaleinzuges gegen die Eidgenossen so ein paar Schwierigkeiten. Erst in der Nachspielspielzeit gelang den "Nagelsmännern" der Ausgleich zum 1:1-Endstand. Ein Remis der verdienten Sorte, sage ich. Aber dennoch hat dieses Nachbarschaftsduell einiges gezeigt. Aus meiner Sicht sollte das DFB-Team gegen solchen Gegner etwas tiefer stehen, weniger hoch pressen und vor allem einen echten Mittelstürmer aufbieten. Und das schreibe ich nicht, weil ausgerechnet "Joker" Niclas Füllkrüg den Punktgewinn sicherte. Mit ihm in der Spitze als echte Neun haben die Flankengeber einfach mehr Optionen. Nichts gegen Kai Havertz. Aber er ist nun einmal einer, der trotz seiner Größe die Zuspiele eher am Fuß braucht. Er hatte zwar gestern auch ein paar gute Szenen, aber richtig zwingend war er leider nicht. Zudem würde ich es auch mal mit David Raum für Maxi Mittelstädt versuchen. Er hat den etwas größeren Zug zum Tor und wirkt körperlich robuster. Aber gut, vielleicht ist das ja nur Meckern auf hohem Niveau. Denn hätte das Tor von Robert Andrich gezählt und man hätte zumindest einen Strafstoß bekommen, müssten wir hier gar nicht mehr mutmaßen. Ansonsten ist das Ergebnis aus meiner Sicht ein kleiner Dämpfer zur richtigen Zeit. Denn so schlecht war's ja dann gar nicht, wenn Toni Kroos hinterher sagte, man sei 90 Minuten auf dem Gaspedal gewesen. Hm, alles - wie immer - reine Ansichtssache. Am Samstag gilt's...
Mittwoch, 19. Juni 2024
Deutschland steht vor dem zweiten Vorrundenspiel!
Heute Abend steht für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das zweite Vorrundenspiel in der Gruppe A auf dem Programm. Soweit so gut, nichts Neues - das wissen wir ja alle. Ebenso, dass die Partie in Stuttgart stattfindet, um 18 Uhr angepfiffen wird und der Gegner Ungarn heißt. Alles klar, ihr wisst Bescheid. Wer nicht in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ist, der kann sich die Begegnung mit einer großen Turniertradition bei den Kollegen der ARD oder auf MagentaTV ansehen. Und ich bin davon überzeugt, dass uns eine sehenswerte Partie erwartet. Kann die DFB-Elf den tollen Start gegen die Schotten bestätigen oder bereiten die Ungarn der Nagelsmann-Elf (größere) Schwierigkeiten? Nun, dass die Südosteuropäer eine ganz andere Nummer wie die tapferen Schotten sind, sollte bekannt sein. Und auch die Tatsache, dass sich das Team aus Deutschland bei vergangenen Turnieren in Spiel Nummer zwei schon immer schwergetan hat, ist auch kein allzu großes Geheimnis (mehr). Ich bin dennoch zuversichtlich, weil ich davon ausgehe, dass die jetzige Mannschaft besser harmoniert, da jeder für den anderen brennt. Das hatte bei den letzten Enttäuschungen bei EMs und WMs aus meiner Sicht gefehlt. Der jetzige Kader ist stabiler...
Mittwoch, 12. Juni 2024
Die (An)Spannung und Vorfreude steigt von Tag zu Tag!
Nur noch zwei Tage bis zum Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Ja, auch ich muss zugeben, dass ich schon sehr aufgeregt bin und die Vorfreude auf diesen Event immer mehr zunimmt. Ich wünsche mir tolle Spiele, viele Tore und ein friedliches Miteinander der einzelnen Fangruppierungen. So, wie es bei der WM 2006 gewesen ist, als die "Welt zu Gast bei Freunden" war. Es wäre toll, wenn es dieses Gefühl auch in diesem Jahr wieder geben könnte und die deutsche Auswahl möglichst lange im Turnier bleibt. Das Potential und die taktischen Mittel dazu hat sie jedenfalls. Aber man darf die anderen Nationen - und damit meine ich nicht nur die üblichen Verdächtigen wie beispielsweise Frankreich, England, Niederlande oder Italien - nicht unterschätzen. Auch diese Nationen haben jede Menge Könner und eine gute Qualität im Kader. Deshalb sehe ich auch Kroatien weit vorne und die Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo sollte man sowieso nie vergessen. Wichtig wird sein, dass die DFB-Elf gegen die Schotten am Freitagabend in München gut ins Turnier startet. Damit steht und fällt alles aus meiner Sicht. Das begeisternde 4:2 gegen Costa Rica mit dem Traumtor von Philipp Lahm bei der WM vor 18 Jahren hat eine Welle losgetreten, die Deutschland bis ins Halbfinale trug. Und dieses Mal?
Dienstag, 14. Mai 2024
Eine ungewöhnliche Nominierung und eine "Rolle rückwärts"!
Zunächst einmal: Schade, dass es mit der Neuauflage eines deutschen Endspiels in der UEFA Champions League nichts geworden ist. Denn das nötige Matchglück, das der BVB zweifelsohne hatte, haben die Bayern gegen die "Königlichen" von Real eben nicht gehabt. Und: Man leistete sich den einen oder anderen individuellen Fehler obendrauf. Kann passieren und auch der Schiedsrichter war eben nicht fehlerfrei. Schwamm drüber und hoffen, dass Dortmund noch einmal einen raushauen kann - alleine schon für die Legenden Hummels und Reus wäre das wünschenswert. Aber: Das Leben ist leider kein Wunschkonzwert und so muss ich mich gerade sehr über die völlig neue Form der deutschen Kadernominierung für die Heim-EM ab Mitte Juni wundern. Auf der einen Seite recht kreativ, aber zugleich auch fast schon "too much". Immer wieder ein Name auf unterschiedlichsten Kanälen, schon seltsam irgendwie. Seltsam oder eher kurios sieht es ja auch bei der Trainerfrage beim FC Bayern aus. Plötzlich ist sogar ein Verbleib von Thomas Tuchel durchaus möglich. Zugegeben: Ich dachte auch immer wieder, dass das nicht passt und die so frühe, vorzeitige Trennung der richtige Schritt ist. Aber in den vergangenen Wochen sieht es so aus, als würden sich der Coach und das Team nun besser "verstehen". Es hat eben dieses Mal (mehr) Zeit gebraucht. Da ist etwas entstanden und könnte (weiter)wachsen. Und das vor allem dann, wenn der Rekordmeister kommende Saison weniger Sorgen mit ständigen Verletzungen und neues, frisches Blut im Kader hat. Außerdem hätte sich niemand ausdenken können, dass Bayer Leverkusen solch eine Saison hinzaubert. Schließlich holten die Bayern ja gar nicht so wenig Punkte, wenn man es mit den vergangenen Spielzeiten vergleicht. Warum also nicht noch einmal vorne anfangen...
Montag, 4. Dezember 2023
Von den Namen her eine recht machbare Gruppe?!
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Männer trifft bei der Heim-Europameisterschaft im kommenden Sommer auf vermeintlich machbare Gegner in Gruppe A. Machbar? Was heißt das denn überhaupt schon beziehungsweise noch? Denn die zuletzt gezeigten Leistungen des DFB-Teams haben bei mir einige Fragen aufgeworfen. Ist das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann wirklich in der Lage, sich in einer Gruppe mit Schottland, Ungarn und der Schweiz klar durchzusetzen - also, im Idealfall auf Tabellenplatz eins. Ich bin skeptisch, denn genau in dieser Gruppenkonstellation sehe ich nun ein Problem. Denn genau die Tatsache, dass Deutschland die sogenannten "großen Namen" nicht sofort zu Gesicht bekommt, macht mir Sorgen. Denn ich sehe darin auch ein Konzentrations- oder Motivationsproblem beim in der jüngeren Vergangenheit nicht besonders starken Deutschland, was die Mentalität angeht. Aber wer weiß? Vielleicht tritt die deutsche Mannschaft beim Turnier dann wirklich so auf, wie wir Fans und Experten sich das wünschen. Selten war ich ja so gespannt auf ein Turnier wie dieses Mal...
Freitag, 15. September 2023
Ein ganz schweres Erbe für den neuen Bundestrainer!
Es kam nun also doch so, wie ich es am Sonntagvormittag bereits vermutet hatte. Hansi Flick wurde als Bundestrainer von seinen Aufgaben entbunden, also quasi entlassen. Das gab es beim Deutschen-Fußball-Bund noch nie, dass es auf dieser Position eine vorzeitige Kündigung und Vertragsauflösung gegeben hat. Schade um den mir sehr sympathischen Flick, der mit dem FC Bayern München Titel in Serie holte und aus meiner Sicht in diesem Amt nicht verkehrt gewesen ist. Und doch kam alles anders und Rudi Völler musste noch einmal ran. Im Zusammenspiel mit Hannes Wolf und Sandro Wagner coachte er den mehr als angeschlagenen "Fußball-Riesen", der zuletzt richtig kleine Brötchen backen musste, zu einem verdienten 2:1-Erfolg gegen Frankreich, das zwar nicht in Bestbesetzung antrat, aber es gegen ein tapfer kämpfendes Deutschland vor stimmungsvoller Kulisse in Dortmund richtig schwer gehabt hatte. Ja, das war ein Auftritt, wie ihn sich die deutschen Fans wünschen und auch bei der Heim-EM 2024 erhoffen. Und wer übernimmt das Team denn nun ab Oktober? Völler will und wird es nicht machen! Warum also nicht Wolf und Wagner? Oder kommt etwa tatsächlich Julian Nagelsmann? Der wurde ja bei den Bayern im März völlig überraschend entlassen und würde auf viele ehemalige Schützlinge treffen. Ein Problem? Ich glaube nicht, denn es waren aus meiner Sicht nicht die FCB-Stars, die den gebürtigen Landsberger nicht mehr wollten. Warten wir ab, was passiert! So oder so hat's der neue Mann schwer, denn den Fans wäre wohl ihr "Rudi" am liebsten. Doch der macht's nicht...?!
Mittwoch, 30. Juni 2021
Ein Ausscheiden mit Ansage, das jedoch unnötig war!
Das waren sie also, die Achtelfinalspiele bei der UEFA Euro 2020. Und: Es hat natürlich - wie fast immer bei einem Turnier - überraschende Ergebnisse und so nicht erwartete Vorkommnisse gegeben. Von der viel zitierten Todesgruppe F mit Frankreich, Portugal, Deutschland und Ungarn ist keine Mannschaft weitergekommen - und das auch verdient. Denn während die Franzosen an ihrer Überheblichkeit scheiterten, weil man die Schweiz doch schon geschlagen hatte, machten die Portugiesen zu wenig aus ihren Möglichkeiten und gegen konditionell am Anschlag agierende Belgier viel zu spät Druck. Und Deutschland? Gut, die waren gegen die Engländer zwar auf Augenhöhe, wurden allerdings von Bundestrainer Joachim Löw wieder einmal mit der falschen Taktik in den ewigen Klassiker geschickt und ließen drei gute Chancen ungenutzt. Dass sich so etwas eigentlich immer rächt, ist bekannt - aber es wäre mit einer anderen taktischen Ausrichtung ein ganz anderes Spiel geworden, davon bin ich felsenfest überzeugt. Bleibt zu hoffen, dass Hansi Flick die längst überfällige Kurskorrektur umsetzt und auch personell einige Veränderungen einstreut. Die Viertelfinals lauten: Schweiz - Spanien (Freitag, 18 Uhr), Belgien - Italien (Freitag 21 Uhr), Tschechien - Dänemark (Samstag, 18 Uhr) und Ukraine - England (Samstag, 21 Uhr).
Dienstag, 29. Juni 2021
Der ewige Klassiker ist nur noch wenige Stunden entfernt!
Dieses Duell elektrisiert die Massen, spaltet in Lager auf und sorgt für hitzige Diskussionen und das bei diesem Turnier erst recht. Und doch ist Deutschland in diesem Achtelfnale der UEFA EURO 2020 im Wembley-Stadion von London gegen England alles andere als chancenlos - ganz bestimmt. Denn auch die Engländer werden ihr Heimspiel mit einer ordentlichen Portion Respekt angehen - und das nicht nur aufgrund der Duelle in der Vergangenheit. Denn in dieser Partie ist immer alles möglich - und zwar für beide Kontrahenten, aber vor allem für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, die auch heute Abend (18 Uhr, ARD) mit etwas weniger Druck auflaufen kann und wird. Ich traue den Deutschen das Weiterkommen und eine ordentliche Leistung auf jeden Fall zu - und das egal in welcher Aufstellung. Doch ich würde es begrüßen, wenn Leon Goretzka auflaufen darf - er ist sowohl am als auch gegen den Ball eine echte Waffe und das nicht nur aufgrund seiner körperlichen Präsenz. Und: Schon jetzt ist das DFB-Team länger im EM-Turnier, als der amtierende Weltmeister, der Titelverteidiger aus Portugal oder die Niederlande.
Montag, 21. Juni 2021
Offensivere Ausrichtung und mehr Mut bringen den Erfolg!
Na, also - es geht doch! So oder so ähnlich dürfte es allen deutschen Fans und den unzähligen Millionen von Bundestrainern ergangen sein, nachdem der Schlusspfiff am Samstagabend bei herrlichem Sommerwetter in München ertönte. Mit 4:2 schlug die DFB-Elf die Auswahl Portugals mit Superstar Cristiano Ronaldo, dem prompt sein erster Treffer gegen eine deutsche Nationalmannschaft gelungen war. Und doch jubelte vor 14.500 Zuschauern am Ende der Gegner, weil der Moral bewies und viel mutiger agierte, als in Vorrundenspiel eins gegen den Weltmeister aus Frankreich. Schlüssel zum Erfolg gegen den amtierenden Europameiter war aus meiner Sicht, obwohl Bundestrainer Joachim Löw - zum Unmut vieler - der gleichen Aufstellung vertraute, dass "Jogi" Robin Gosens und Joshua Kimmich vor der Dreierkette mit Mats Hummels, Antonio Rüdiger und Matthias Ginter recht offensiv verteidigen ließ und somit auf den Flügeln einige Überzahlsituationen schaffte, die den Portugiesen sehr zu schaffen machten. Ja, insbesondere Gosens war phasenweise kaum zu bremsen und wurde nach seinem Tor und zwei Vorlagen zum besten Mann des Spiels gekürt. Doch - das sollten wir aus deutscher Sicht vergessen - noch ist nichts erreicht. Denn am Mittwoch kommt ein starkes Ungarn nach München, das gegen die Franzosen nur knapp an der Sensation vorbeischrammte. Am Ende hieß es 1:1-Unentschieden.
Mittwoch, 16. Juni 2021
Eine EM-Premiere, nach der noch etwas Luft nach oben ist!
0:1 gegen den amtierenden Weltmeister verloren - und das dank eines Eigentores. Das klingt nach einem gebrauchten Abend für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum EM-Auftakt. Nun, ganz so schlimm war es nicht, da man es phasenweise recht ordentlich machte und defensiv über weite Strecken überzeugte. Auch die Konterabsicherung klappte - bis auf zwei, drei Ausnahmen. Aber - so ehrlich muss man sein - der knappe Sieg für Frankreich ist verdient, gar keine Frage. Denn besonders in der Offensive hatten die französischen Nachbarn der deutschen Auswahl einiges voraus. Man spielte vertikal und diagonal nach vorne, durchbrach die letzte Kette der DFB-Elf immer wieder, machte aber aus seinen Chancen zu wenig, traf "nur" den Pfosten oder erzielte zwei Abseitstore. Erst als Joshua Kimmich, der früh eine gelbe Karte mit sich herumschleppte, nach der Pause in schönster Regelmäßigkeit im Zentrum auftauche, agierte Deutschland mutiger und druckvoller und brachte die Abwehrreihe der Franzosen in Bedrängnis. Doch unter dem Strich war dieses kurze Aufbäumen zu wenig für einen Punktgewinn - geschweige denn einen Sieg. Nun hat man am Samstag gegen Portigal schon ein "Alles oder nichts"-Spiel vor der Brust - und zwar gegen den Titelverteidiger aus Portugal mit CR7 und Co.
Dienstag, 9. März 2021
Der Bundestrainer macht nach der EM 2021 den Weg frei!
„Ich gehe diesen Schritt ganz bewusst, voller Stolz und mit riesiger Dankbarkeit, gleichzeitig aber weiterhin mit einer ungebrochen großen Motivation, was das bevorstehende EM-Turnier angeht.“ Wer das gesagt hat? Kein Geringerer als Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw, der am Dienstagvormittag vom Deutschen Fußball-Bund so zitiert worden ist. Somit macht der 61-Jährige Südbadener den Weg für einen von vielen erhofften Neuanfang frei. Böse Zungen würden an dieser Stelle ja sogar ein "endlich" hinzufügen, aber das wäre zu kurz gedacht. Denn nicht alles in der seit 2006 dauernden Ära des Weltmeister-Trainers von 2014 war schlecht. Nein, es gab auch viele Teilerfolge und Meilensteine - und das nicht nur abseits des Platzes im Marketing. Aber genau das und die Nicht-Berücksichtigung einiger Stammkräfte aus verschienen Vereinen oder das völlig überstürzte Aussortieren von Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller hat die kritischen Stimmen - weit über das Fanlager hinaus - immer lauter werden lassen. Und das aus meiner Sicht nicht ganz zu unrecht, weil "Die Mannschaft" zuletzt mehr Markenprodukt war, als eine Auswahl der besten Spieler eines Landes, auf die man stolz ist und denen man gerne beim Kicken zuschaut. Bleibt zu hoffen, dass das unter einem neuen Chefcoach wieder so sein wird - ganz egal, wie das letzte Turnier mit Löw - also die EM 2021 - dann ausgehen wird.