Also, liebe Freunde der runden Plastikkugel. Da war doch gestern in den Achtelfinals III und IV dieser Fußball-WM in Brasilien wieder alles geboten, oder? Da drehen die Niederländer um Arjen Robben in der 88. Minute und vier Minuten über der Zeit einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Erfolg. Und das mit einem Elfmeter, der auch wirklich einer war. Übrigens wie auch schon zweimal zuvor, als der Schiedsrichter mal wieder gar nichts sah beziehungsweise sehen wollte. Hm, also so langsam wird's auffällig, dass eigentlich nur eine Sache an den aktuell laufenden Titelkämpfen in Südamerika mit Sicherheit nicht professionell ist. Naja, wir werden das wohl weiterhin mit weit aufgerissenen Augen und mit einem fassungslosen Kopfschütteln akzeptieren müssen. Schade für Ochoa und die Mexikaner. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass dieser Teufelskerl nach der WM einen neuen Verein finden wird. Nicht ganz so starke Nerven wie Klaas-Jan Huntelaar hatte dafür Theofanis Gekas von Griechenland, das 4:6 im Elfmeterschießen gegen Costa Rica unterlag. Und heute? Da duellieren sich Frankreich und Nigeria (18 Uhr, MESZ, ZDF) sowie Deutschland und Algerien (22 Uhr, MESZ, ZDF) um den Einzug ins Viertelfinale. Mal schauen, wer da dann bessere Nerven hat! Hauptsache, die Schiris haben sie!
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Montag, 30. Juni 2014
Dienstag, 19. März 2013
Wenn ein Jubel für blankes Entsetzen sorgt
Unglaublich, so etwas geht gar nicht - und zwar auf gar keinen Fall. Dabei finde ich es echt toll, wenn nicht jeder Fußballer seine(n) Treffer mit immer der gleichen Geste oder den - fast immer gesehenen - hochgerekten Armen mit geballten Fäusten feiert. Aber das, was der griechische Kicker
Giorgos Katidis von AEK Athen da kürzlich veranstaltet hat, das ist untragbar und gehört bitter bestraft. Der junge Mann bejubelte sein Tor mit der ausgestreckten rechten Hand, flach und nach oben gerichtet. Katidis zeigte den Hitlergruß, der auf der ganzen Welt zurecht verpönt ist und nicht geduldet wird beziehungsweise werden kann. Dass sein Trainer ausgerechnet ein Deutscher ist, macht die Sache noch unglaublicher. Aber - und das ist mir ganz wichtig - das ehemalige Idol aus Gladbach, Ewald Lienen, kann da überhaupt nichts zu, beschrieb seinen Spieler als schwierigen Charakter. Das ist noch relativ milde ausgedrückt für einen, der einen sportlichen Erfolg auf diese Art und Weise "feiert". Vom griechischen Verband wurde der Kicker lebenslang für alle Auswahlmannschaften gesperrt, muss sich zudem einen neuen Klub suchen. Doch ich hoffe, dass er zunächst einmal keine neue Chance bei einem anderen Verein bekommt. So etwas darf und kann nicht unterstützt oder toleriert werden. Auf keinem Fußball-Fleck dieser Welt!
Montag, 18. Juni 2012
Wenn der Notnagel den Volltreffer landet
Deutschland ist im Viertelfinale. Drei Siege aus
drei Vorrundenspielen bei der EM in Polen und der Ukraine sprechen eine
deutliche Sprache. Ehrlich, tun sie das? Ich habe da so meine Zweifel. Denn -
und so ehrlich muss und möchte ich sein - wir Deutschen hatten großes Glück.
Glück, dass Manuel Neuer gegen die Portugiesen nicht nur einmal zur Stelle war
und dass Pepe von der Latte auf und nicht hinter die Linie schoss. Außerdem
hätte Mario Gomez schon vom Platz gemusst, doch der vierte Unparteiische
übersah den längst bereitstehenden Miro Klose. Zudem war die Flanke auf
Gomez von Sami Khedira abgefälscht. Gegen die Niederlande wirkte die
DFB-Hintermannschaft nervös, die Ordnung ging nach dem 1:2-Anschluss durch
Robin van Persie verloren. Gut, dass es den Mats Hummels gab. Der machte auch
gestern gegen die Dänen ein richtig gutes Spiel - Respekt und Anerkennung
dafür. Wer mir bisher nicht so richtig gefällt ist Mesut Özil, der in allen
drei Partien mit zunehmender Spieldauer müde wirkt. Der Madrilene winkt ab,
reklamiert Fouls, die keine waren und bleibt nach einem verlorenen Ball
meistens bockig stehen. Nicht gut, gar nicht gut. Das sollte besser werden -
speziell gegen defensiv gut gestaffelte Griechen. Vielleicht sollte
Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw mal den Reus oder den Götze bringen
und Özil als Joker einsetzen? Und: Wer als Rechtsverteidiger gegen Griechenland
aufläuft, ist mir relativ egal. Jérôme Boateng hat gezeigt, dass er es kann und
Ersatzmann Lars Bender machte seine Sache gegen Dänemark auch richtig gut -
nicht nur wegen seines Siegtreffers. Mal schauen, wen der Bundestrainer aufs
Feld schickt. Bisher lag er mit seinen Entscheidungen richtig. Mal schauen, was
Italien und Spanien heute Abend entscheiden...
Sonntag, 17. Juni 2012
So schnell kann es im Fußball manchmal gehen
Ja, so schnell kann es also gehen. Vor rund einer Woche hatte die russische Fußball-Nationalmannschaft zum Auftakt in diese Europameisterschaft ein Ausrufezeichen gesetzt - und was für eines. Die Mannschaft von Trainer Dick Advocaat schlug Tschechien mit 4:1, zeigte ein tolles Kombinationsspiel und erzielte mitunter wunderschöne Tore. Plötzlich gehörten die Russen zum Kreis der Favoriten, auch ich hatte die Osteuropäer auf dem Zettel. Etwas mehr als eine Woche ist das nun her und plötzlich sieht die russische Welt schon wieder ganz anders aus. Denn das Team um Kapitän Andrei Arschawin befindet sich bereits auf der Heimreise. Und das, obwohl der EM-Halbfinalist von 2008 in der Gruppe A das beste Torverhältnis hat. Doch das 1:1 gegen Gastgeber Polen und die gestrige 0:1-Niederlage gegen Außenseiter Griechenland waren nach dem Kantersieg zu EM-Beginn einfach zu wenig. Folglich muss Russland ausscheiden, ebenso wie die polnische Auswahl. Weiter sind also die Tschechen (1:0 gegen Polen) und die Griechen nach ihrem 1:0-Überraschungscoup gegen die russischen Bären. Diese Entwicklung sollte der deutschen Auswahl also Warnung genug sein. Derzeit liegt Deutschland auf Platz eins, könnte aber unter Umständen ebenso auf Rang drei durchgereicht werden - und das mit sechs Punkte. Deshalb muss das Team von Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw gegen Dänemark auf Sieg spielen, die Konkurrenz aus Portugal und den Niederlanden lauert nur auf Patzer. Dann wäre der Traum vom vierten Titel schon zu Ende - vorzeitig beziehungsweise viel zu früh. Um den Viertelfinaleinzug perfekt zu machen, reicht den Deutschen ein Zähler. Doch auf Rechenspiele möchte sich im deutschen Lager niemand einlassen - besser ist's.
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