Sonntag, 17. Juni 2012

So schnell kann es im Fußball manchmal gehen

Ja, so schnell kann es also gehen. Vor rund einer Woche hatte die russische Fußball-Nationalmannschaft zum Auftakt in diese Europameisterschaft ein Ausrufezeichen gesetzt - und was für eines. Die Mannschaft von Trainer Dick Advocaat schlug Tschechien mit 4:1, zeigte ein tolles Kombinationsspiel und erzielte mitunter wunderschöne Tore. Plötzlich gehörten die Russen zum Kreis der Favoriten, auch ich hatte die Osteuropäer auf dem Zettel. Etwas mehr als eine Woche ist das nun her und plötzlich sieht die russische Welt schon wieder ganz anders aus. Denn das Team um Kapitän Andrei Arschawin befindet sich bereits auf der Heimreise. Und das, obwohl der EM-Halbfinalist von 2008 in der Gruppe A das beste Torverhältnis hat. Doch das 1:1 gegen Gastgeber Polen und die gestrige 0:1-Niederlage gegen Außenseiter Griechenland waren nach dem Kantersieg zu EM-Beginn einfach zu wenig. Folglich muss Russland ausscheiden, ebenso wie die polnische Auswahl. Weiter sind also die Tschechen (1:0 gegen Polen) und die Griechen nach ihrem 1:0-Überraschungscoup gegen die russischen Bären. Diese Entwicklung sollte der deutschen Auswahl also Warnung genug sein. Derzeit liegt Deutschland auf Platz eins, könnte aber unter Umständen ebenso auf Rang drei durchgereicht werden - und das mit sechs Punkte. Deshalb muss das Team von Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw gegen Dänemark auf Sieg spielen, die Konkurrenz aus Portugal und den Niederlanden lauert nur auf Patzer. Dann wäre der Traum vom vierten Titel schon zu Ende - vorzeitig beziehungsweise viel zu früh. Um den Viertelfinaleinzug perfekt zu machen, reicht den Deutschen ein Zähler. Doch auf Rechenspiele möchte sich im deutschen Lager niemand einlassen - besser ist's.

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