Samstag, 7. Mai 2011

Alle haben den "Stani" lieb - In Frankfurt brennt der Platz

Und wieder einmal hat sich der Begriff "verrückte Fußballwelt" bewahrheitet. Und wie. Bei der Eintracht aus Frankfurt - dem "gefühlten Absteiger" - brennt der Platz, die Chaoten stürmten unmittelbar nach Schlusspfiff  (0:2 gegen den 1. FC Köln) den Rasen. Die Polizei versucht in diesen Minuten, der Lage - die sich noch verschlimmern könnte - irgendwie Herr zu werden. "Da wundert man sich immer, dass die Polizei so lange braucht", kritisierte TV-Moderator Oliver Welke am "Tag der Entscheidungen" im deutschen Fußball-Oberhaus. Wie es im Abstiegskampf besser, friedlicher und erfolgreicher geht, zeigten die Borussen vom Rhein. Gladbach, das eigentlich schon als Absteiger feststand, schickte mit dem dritten Sieg in Serie (2:0 gegen den SC Freiburg)  ein Lebenszeichen, das für den Sprung auf Tabellenplatz 16 reichte. Während sich tapfer kämpfende Bremer gegen etwas müde Meister aus Dortmund mit einem 2:0-Heimsieg ebenso retteten wie der VfB Stuttgart (2:1 gegen Hannover 96), müssen Magathas Wölfe (1:2 daheim gegen den 1. FC Kaiserslautern)  bibbern. Sie brauchen nun in Hoffenheim einen "Dreier". Den sollte die Eintracht nächste Woche auch beim BVB holen - egal wie. Ob das möglich ist?  Es wäre Daum und Co. zu gönnen, sonst brennt am Main nicht nur der Platz, sondern einigen erst so richtig die Sicherung durch. Enttäuschung, Fassungslosigkeit und Kopfschütteln - drei Dinge, die am Hamburger Millerntor die Runde machten.  8:1 (in Worten "ACHT") gewann der FC Bayern München beim damit als sicherer Absteiger feststehenden FC St. Pauli. Mario Gomez erzielte seine Saisontore 25, 26 und 27, Robben traf sogar per Kopf. Damit dürfte dem so gescholtenen 25-Jährigen die Torjägerkrone kaum mehr zu nehmen sein. "Wir wussten alle, dass Bayern wieder in sehr guter Form ist", sagte HSV-Legende Thomas Doll im TV-Studio. Nicht nur er hätte den Ex-Erzrivalen am liebsten getröstet, so wie es Lahm, Schweinsteiger und alle Bayern-Stars mit dem scheidenden Pauli-Coach Holger Stanislawski taten. Sie nahmen das Pauli-Denkmal liebevoll in die Arme, munterten ihn ein bisschen auf. Zumindest er wird in der 1. Bundesliga bleiben, schließt sich zur kommenden Spielzeit  1899 Hoffenheim an. Für den Kultklub geht es wieder in Liga zwei, zusammen mit der  bibbernden Eintracht? Der Nachbar aus Mainz zittern auch, aber vor Aufregung. Die Europa-Cup-Teilnahme ist nach dem 3:1 auf Schalke sicher. Motto: "Mainz wie es singt und lacht"!

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