Mittwoch, 23. November 2011

Wenn die Bayern auch "zu zehnt" gewinnen können

Bayern München hat gestern in der Fußball-Champions League wieder einmal aufgetrumpft. Gegen den FC Villareal machte der deutsche Rekordmeister beim hoch verdienten 3:1(2:0)-Erfolg den viel zitierten Sack zu, zog als Gruppensieger vorzeitig ins Achtelfinale ein. "Es ist sehr wichtig, dass wir schon vorzeitig den Gruppensieg klarmachen konnten. Es war ein souveräner Durchmarsch", sagte FCB-Coach Jupp Heynckes. Dabei spielten die Bayern 75 Minuten in Unterzahl, zumindest dem Anschein nach. Die Elf von Trainer Heynckes agierte nur "zu zehnt", denn an Arjen Robben lief das Spiel weitestgehend vorbei. Schade eigentlich, denn der 27-jährige Holländer ist eine echte Verstärkung, sofern er denn im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Doch das war der Weltstar nicht - wieder nicht. An ihm lief das dominante Passspiel der Hausherren in der Allianz Arena vorbei, nur selten bekam Robben den Ball serviert. Spielmacher Toni Kroos setzte lieber auf die linke Offensivseite, auf der Franck Ribéry für Druck und einige Überraschungsmomente sorgte. Im Zusammenspiel mit Kroos und Kapitän Philipp Lahm klappte beim zweifachen Torschützen beinahe alles, während der Linksfuß aus dem Nachbarland auf rechts versauerte. Er versuchte, sich einzubringen, wechselte sogar auf die linke Seite. Doch auch das klappte nicht, wie es sich die Bayern von ihm wünschen oder auch er selbst sich das vorstellt. Als er für Ivica Olic das Feld verließ, klatschten nicht alle auf der Bank mit ihm ab. Bayern kann auch ohne Robben - und das, obwohl er mit von der Partie war - eigentlich. "Franck hat sehr gut gespielt, aber ich glaube, die Mannschaft insgesamt hat das gemacht, was man von ihr erwarten durfte: sie hat das Spiel gewonnen", freute sich Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hinterher.

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