Freitag, 20. April 2012

Ein Schwabenmärchen, das europäisch enden könnte

Das, was derzeit beim VfB Stuttgart geschieht, ist einfach aller Ehren wert und richtig schön anzusehen. Der Klub vom Neckar, der seit Jahren den Weggang von Leistungsträgern wie beispielsweise Mario Gomez oder Sami Khedira zu verkraften hat, legte in den vergangenen Partien der 1. Fußball-Bundesliga einen spürbaren Zahn zu. Die Elf von Trainer Bruno Labbadia stabilisierte sich in allen Bereichen (sportlich, menschlich und taktisch), hat mit dem Ex-Hoffenheimer Vedad Ibisevic zudem einen Hochkaräter für den Sturm hinzugewonnen. Der Bosnier schlug ein, trifft beinahe wie er möchte. Auch der Österreicher Martin Harnik ist immer wieder für mindestens ein Tor gut, zudem sitzt mit Cacau ein sehr guter Mann auf der Bank. "Wir fokussieren uns auf den fünften Platz, das ist unser Ziel", spricht Mittelfeldstratege William Kvist aus, was die Fans in der Canstatter Kurve hören wollen. Seit der Meisterschaft 2007 kämpfte der Traditionsverein - der 1893 gegründet wurde - gegen den Abstieg, versank mitunter im sportlichen Niemandsland der Tabelle. "Die ganze Mannschaft hat sich gesteigert", ergänzt Kvist. Die Abstände seien inzwischen kleiner, der Druck auf den Gegner somit größer. Stuttgart hat wieder ein System, kann agieren und nicht nur reagieren. Das macht sie unberechenbar, wie nicht nur das 4:4 beim kommenden Meister in Dortmund gezeigt hat. "Vedad war ein sehr wichtiger Einkauf für uns. Er macht uns komplett", lobt der VfB-Coach seinen Einkauf. Der von Labbadia so gelobte fühlt sich am Neckar wohl, hatte so gut wie keine Anpassungsprobleme. Ein Saisonende auf Platz fünf wäre verdient, sehr sogar. Weg mit der schwäbischen Bescheidenheit - Fertigmachen zum Sturm auf Europa. "Jeder weiß ganz genau, was er zu tun hat", sagt der Trainer. Subber!

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