Mittwoch, 18. April 2012

Ein Fußballtag, an dem traurige und schöne Dinge passieren

Man oh man, was war da gestern alles wieder los rund um den bezahlten Fußball. Während sie gestern in Italien vom plötzlich verstorbenen 25-jährigen Livorno-Profi Piermario Morosini in tiefer Trauer Abschied nahmen, wurden in Deutschland unter großem Jubel neue Verträge geschlossen. Sky und die ARD bleiben also im Bundesliga-Boot, übertragen die Spiele der ersten Liga wie bisher. Unterschied: Beide Sender zahlen mehr Geld, auch die Vereine bekommen mehr Kohle. Glück und Unglück liegen also - wie so oft - dicht beieinander. Morosini konnte nicht mehr geholfen werden, dafür wurde Fabrice Muamba mittlerweile aus der Londoner Klinik entlassen. Auch Babak Rafati, niedersächsischer Bundesliga-Schiedsrichter, befindet sich nach eigener Aussage auf dem Wege der Besserung, hat seine Depression überwunden. Rafati ist froh, seinen "Selbstmordversuch überlebt zu haben". "Überlebt", nein überstanden haben auch die Stars des FC Bayern München den ersten Schlagabtausch mit Real Madrid. Mit Glück und Geschick - aber verdient - gewann der deutsche Rekordmeister im Habfinal-Hinspiel mit 2:1, darf dank Mario Gomez' Treffer in der 90. Minute weiterhin vom "Finale dahoam" träumen. Nicht geträumt, aber dafür gestaunt haben die Madrilenen nicht nur über den Willen und die Laufbereitschaft des Gastgebers. Sondern auch über die Schnelligkeit der Langfinger, die ihnen Karten aus dem Teamhotel und später ein paar Schuhe sowie Trikots aus der Kabine gestohlen hatten. Ob das Cristiano Ronaldo derart verwirrt hat, dass er - bis auf die Vorlage zu Mesut Özils Ausgleich (53.) - nicht viel zu Stande brachte, das wissen wir nicht. Aber er wird im Rückspiel nächste Woche anders auftreten. Egal, ob mit oder ohne Schuhe. Wenn, ja wenn Gomez nicht plötzlich trifft.

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