Donnerstag, 26. April 2012

Das "Finale dahoam" ist Wirklichkeit geworden

Wahnsinn, was der FC Bayern München gestern Abend im Halbfinal-Rückspiel der UEFA Champions League erlebt und durchgemacht hat. Nach 14 Minuten beim 0:2-Zwischenstand durch den doppelten Ronaldo praktisch ausgeschieden, nach Robbens und Gomez ausgelassenen Chancen beinahe total verzweifelt. Doch dann, ja dann traute sich der 28-jährige Niederländer nach dem Dortmund-Desaster wieder an den Punkt, brachte den Ball aber dieses Mal mit Glück und Geschick im Tor von Real Madrid unter. Torhüter Iker Casillas streckte sich vergeblich, berührte die Plastikkugel aber nur noch leicht. Alles wieder offen, es stand 2:1 für die "Königlichen". Dass es dabei blieb, war der mangelnden Chancenauswertung beider Teams und dem immer passiver werdenden Hausherren geschuldet. Auch in der Verlängerung sowie davor in der Nachspielzeit hätte es weitere Treffer geben können, doch zu Boden gingen nur die Spieler - und das mitunter von schmerzhaften Krämpfen geplagt. Im Elfmeterschießen machten dann vor allem der mehrmalige Welttorhüter Casillas und der deutsche Nationaltorwart Manuel Neuer ernst. Der Ex-Schalker, den sie beim Rekordmeister lange verschmähten, parierte Ronaldos und Kakás Versuch, der 30-Jährige spanische Schlussmann behielt gegen die schwach getretenen Versuche von Kroos und Lahm die Oberhand. Dass dann Ramos - nach den souveränen Treffern von Jungspund Alaba und Torjäger Gomez - die Kugel in den Fanblock knallte und Schweinsteiger eiskalt blieb, ist der verdiente Lohn des gestrigen Abends. Bayern war hungriger, williger, wollte unbedingt das Endspiel im eigenen Wohnzimmer haben. Doch mit "auf der Couch ausruhen" ist nicht, jetzt kommt Chelsea. Die werden sich nicht verstecken.

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