Montag, 23. April 2012

Wenn Rivalität ein fieser Schlag ins Gesicht ist

Was haben wir im Profigeschäft nicht alles schon erlebt, vor allem zwischen so genannten Rivalen. Alleine schon die Duelle zwischen Dortmund und Schalke, zwischen Bayern und den "Löwen" und natürlich zwischen Köln und Gladbach haben oder hatten es immer schon in sich - sportlich und verbal. Aber auch im internationalen Geschäft mit der runden Plastikkugel fesseln diese brisanten Begegnungen Millionen von Menschen. So wie beispielsweise das Spiel zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona, die englischen Schlachten zwischen Manchester United und Man City oder im benachbarten Schottland das Kräftemessen von Celtic mit den Rangers. Es geht immer zur Sache, leider auch abseits des grünen Rasens. Da übertreiben es einige Chaoten mit dem Hass gegenüber dem "ungeliebten Nachbarn", wie die aktuelle Entwicklung am Rhein zeigt. Da knüpften sich bekennende Anhänger des 1. FC Köln in einer dortigen Diskothek den tschechischen Nationalspieler Michal Kadlec vor, brachen ihm mit einigen Hieben beziehungsweise Kopfstößen das Nasenbein mehrfach. Kadlec wollte mit ein paar Bayer-Kollegen den sechsten Platz feiern, das europäische Geschäft winkt. Beim "Effzeh" liegen seit Wochen die Nerven blank, der Abstieg in die zweite Liga droht. Das wäre für die kölsche Seele - die generell ja eine fröhliche ist - nur ganz schwer zu ertragen. Aber sowas? Das ist - und da schreibe ich vorsichtiger als ich denke - unter aller Kanone. Löblich, dass sich der Verein in Leverkusen und bei Kadlec entschuldigt hat. Bedauerlicherweise sind im Kölner Fanumfeld diese Saison schon einige Aktionen gelaufen, die ein Schlag ins Gesicht sind. Und zwar ins Gesicht des "Fair Play". Leute, es ist doch nur ein Spiel. Wann begreift ihr alle das endlich?

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