Donnerstag, 4. Juli 2013

Von einem Traditionsverein, der mit sich zu kämpfen hat

Also irgendwie ist das schon fast traurig. Denn das, was gerade beim Hamburger SV vor sich geht, verwundert etwas und macht teilweise betroffen. Der Bundesliga-Dino, der zu den traditionsreichsten Mannschaften der deutschen Fußballgeschichte zählt, hat (mal wieder) mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Anstatt den Kader namhaft zu verstärken, müssen die Nordlichter sparen und wollen bis spätestens 31. August noch den einen oder anderen (teuren) Tribünengast loswerden. Gar nicht so einfach, schließlich verdient der gesamte HSV-Kader recht ordentlich. Bei einem Wechsel müssten die neuen Klubs der betroffenen Kicker ganz schön tief in die Tasche greifen - ganz zu Schweigen von einer eventuell fälligen Ablösesumme. Keine schöne Situation für einen Klub, der eigentlich wieder von höheren Aufgaben in Europa träumt. Doch nun hat auch noch Wunsch-Verpflichtung Roque Santa Cruz abgesagt. Für den Ex-Bayer, der seine Brötchen zuletzt in Spanien verdiente, wäre Hamburg - so ist aus Vereinskreisen zu hören - eine echte Option gewesen. Jedoch wollte seine Frau nicht in die Elbmetropole ziehen. Hm, schade - er hätte gut reingepasst in die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink. Und für den neuen Sportdirektor Oliver Kreuzer ist es eine ähnlich verzwickte Situation, wie sie bereits sein Vorgänger Frank Arnesen kannte. Bleibt zu hoffen, dass reiche Gönner dem angeschlagenen HSV erneut zurück in die Spur helfen. Ich denke da zum Beispiel an die Herren Kühne und Otto.

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