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Mittwoch, 25. September 2024

Von einer Einsicht, die aus deutscher Sicht zu spät kommt!

Kein Zweifel, dass das Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Heim-EM im Viertelfinale gegen Spanien eine bittere Enttäuschung war. Denn das DFB-Team von Coach Nagelmann legte aus meiner Sicht von Spiel zu Spiel eine Leistungssteigerung hin und war auch gegen den späteren Europameister mindestens auf Augenhöhe unterwegs. Aber es reichte nicht für den Einzug ins Halbfinale, weil man eine Minute vor einem möglichen Elfmeterschießen einen bitteren Kopfballtreffer kassierte. Zuvor hatte es allerdings hitzige Diskussionen um einen vermeintlichen Handelfmeter gegeben - und zwar für das deutsche Team. Auch aus meiner Wahrnehmung heraus, hätte es hier zwingend Strafstoß für die DFB-Auswahl geben müssen. Das wäre vielleicht dann ja der mögliche Siegtreffer für Deutschland gewesen. Doch es kam anders. Dass sich nun allerdings der europäische Fußballverband - die UEFA - da quasi hinstellt beziehungsweise zitieren lässt, es sei ein Fehler gewesen und man den Strafstoß hätte geben müssen, ist schon mehr als fragwürdig, wenn nicht sogar ein Skandal. Doof aus deutscher Sicht nur, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann. Aber ich bin und bleibe davon überzeugt, dass die Deutschen bei einem Weiterkommen richtig gute Chancen auf den Titel gehabt hätten. Sie haben stark gespielt...

Sonntag, 30. November 2014

Plötzlich können die Schwaben (es) - Bayern marschiert!

Es ist doch immer wieder seltsam, dieses Phänomen. Da kommt ein neuer Trainer - in diesem Fall Huub Stevens - zum VfB aus Stuttgart und schon läuft es wieder. Gut, die Schwaben hatten gegen den SC Freiburg mächtig Dusel, denn die Südbadener haben jede Menge gute Chancen ausgelassen. Das interessiert jedoch unter dem Strich jedoch niemand mehr, am Ende zählt eben nur das Ergebnis. Davon kann auch (mal wieder) die TSG 1899 Hoffenheim ein Lied singen, die tapfer kämpfende Niedersachsen von Hannover 96 gerade noch so mit 4:3 niederrang. "Wir hätten von mir aus auch 8:7 gewinnen können - Hauptsache, wir haben die drei Punkte", sagte Niklas Süle ziemlich treffend. Ähnlich dürfte es auch dem Hamburger SV gehen, der sich zwar in den vergangenen Spielen gesteigert hat und doch wieder unterlegen war. "Ich bin mir sicher, dass die Ergebnisse irgendwann kommen werden", betonte Coach Joe Zinnbauer bei den Kollegen im Aktuellen Sportstudio. Ich bin schon sehr gespannt. Auch darauf, wie lange es auf Schalke nach der Huntelaar-Gala gegen Mainz 05 ruhig bleibt. Und auch das 5:1 von Bayer Leverkusen gegen Köln oder der Bremer Kantersieg gegen Paderborn haben mich einigermaßen erstaunt. Dennoch gibt es eine Konstante in unserer Bundesliga, den FC Bayern München. Der scheffelte sich bei der Hertha die nächsten drei Punkte aufs Konto! Ein genialer Moment von Robben reichte.

Donnerstag, 8. August 2013

Die "Abteilung Attacke" ist zurück aus der Schweigsamkeit

Ja, da ist er wieder, unser Uli. Nachdem ein Nachrichtenmagazin aus dem hohen Norden der Bundesrepublik erfahren haben will, dass Uli Hoeneß um die 500 Millionen Franken auf seinen Schweizer Konten gelagert haben soll, platzte dem Präsidenten des FC Bayern München der Kragen. In den vergangenen Wochen und Monaten rund um "seine Steueraffäre" war Hoeneß ruhig geblieben, zeigte sich nachdenklich und verschwiegen. Besser war es - schließlich handelte es sich um ein schwebendes Verfahren. Diese Zurückhaltung gab der gebürtige Schwabe jetzt auf. Denn der 61-jährige Macher des deutschen Rekordmeisters schaltete im Rahmen des gerade laufenden Verfahrens sogar seine Anwälte ein. Bisher hieß es, dass er umgerechnet "nur" 3,2 Millionen Euro seines Spielgeldes beim deutschen Fiskus nicht angegeben hatte. Nun taucht diese, weitaus größere Summe auf - umgerechnet 405 Millionen Euro. Nun, was soll man dazu sagen? Sicher wissen tut man es nicht. Die Quelle der Kollegen soll ein Geschäftsmann der betreffenden Bank sein, der sich über einen Anwalt an die Münchner Staatsanwalt gewendet hat. Ich würde vorschlagen, dass wir ale abwarten sollten, bis wirklich alle Fakten auf dem Tisch sind. Und zwar nur solche, die ohne Zweifel oder Vermutungen bewiesen werden können. Vorher bewegen wir uns doch zu sehr in einer rechtlichen Grauzone, oder etwa nicht? Also: Abwarten!

Freitag, 7. September 2012

Hat der „Jogi“ doch mal auf die Kritiker gehört?

Es geschehen also noch Zeichen und Wunder, oder wie? Vor ein paar Wochen geißelte Bundestrainer Joachim „Jogi“ Löw meine Kollegen und mich für die kritische Berichterstattung nach der Fußball-EM. „Personelle und taktische Kritik würde ihn nicht interessieren und so weiter…“, sagte er damals sinngemäß. Ach ja, wirklich? Scheinbar schon. Oder warum verzichtet „Jogi“ heute Abend gegen die Färöer Inseln in der WM-Qualifikation auf Lukas Podolski und den „verletzten“ Toni Kroos – zumindest in der Startelf? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Stattdessen lässt er Mario Götze und Marco Reus auflaufen, bringt auf der rechten Außenbahn wieder Thomas Müller. Mit dieser Aufstellung von heute Abend (ab 20.15 Uhr, ZDF) hätte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im EM-Halbfinale gegen Italien bessere Chancen auf den Finaleinzug gehabt – basta. Ja, da lege ich mich fest. Schade, dass im Betreuerstab der DFB-Elf keiner wirklich zugeben will/wollte, dass man damals mit der Startformation gründlich daneben lag und den Italienern genüsslich in die Karten gespielt hat. „Wir müssen über 90 Minuten hohes Pressing spielen und nicht nur das Spiel verwalten“, sagt Löw. Ja, so könnte es klappen. Gibt es also heute Abend in Hannover also den 500. Sieg in der langen Geschichte des Deutschen Fußball Bundes? Könnte gut sein, denn die Färöer sind nicht annähernd auf dem gleichen Leistungsniveau wie die Weltmeister von 2006 es in Polen und der Ukraine waren. Aber ich möchte nicht zu viel draufhauen und mich hier unbeliebt machen. Nicht, dass noch jemand denkt, ich hätte hier nur drei Weißbier getrunken, oder so?! Da war ja mal was...

Donnerstag, 6. September 2012

Es geht ihm wieder gut – und er ist glücklich


Das sind doch schöne Nachrichten, die uns da aus dem Großraum Hannover erreichen. Babak Rafati geht es wieder gut, der 42-Jährige wird am Wochenende sogar heiraten. Schön für den ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter, toll für uns Fußballfans und vielleicht auch hilfreich für Menschen, denen es gerade oder in jüngster Vergangenheit selbst nicht (besonders) gut geht. Zehn Monate ist es nun her, als der Unparteiische nur wenige Stunden vor einem Spiel aus dem Leben scheiden wollte – er hatte sich in einem Kölner Hotel in die Badewanne gelegt und sich die Pulsadern aufgeschnitten. Seine Assistenten fanden ihn im eigenen Blut – holten gerade noch rechtzeitig Hilfe. Der gebürtige Perser überlebte, litt aber in den vergangenen Monaten unter schweren Depressionen. Seine Lebensgefährtin Rouja brachte ihn wieder in die Spur, heiratete ihren Babak standesamtlich. Am Wochenende folgt also die kirchliche Trauung und Rafati ist glücklich – sehr sogar. „Fußball war meine Leidenschaft. Aber jetzt kann ich ohne leben“, sagte er am Rande einer Veranstaltung. „Ich werde nie wieder pfeifen.“ Ein guter, ein wichtiger und – wie ich finde – richtiger Schritt. Denn der Banker hatte viel Kritik einstecken müssen, war damals zum schlechtesten Schiedsrichter der Vorsaison gewählt worden. Ein Umstand, der ihn in die Ausweglosigkeit trieb und das, obwohl der sympathische Niedersachse noch so viel vorhatte. „Fußball ist und bleibt die schönste (sportliche) Nebensache der Welt“, heißt es ja immer. Aber wie der Begriff schon sagt: Es gibt viele Dinge, die wichtiger und nachhaltiger sind. So wie eben ein Menschenleben. Alles Gute für Sie und Ihre Familie Herr Rafati – bleiben Sie bitte gesund!

Montag, 3. September 2012

Wenn es einige wieder maßlos übertreiben

Dass man als Fußballfan seinem Klub mit Leib und Seele die Treue hält, ihm sozusagen "verfallen ist", das kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen. Aber das, was sich einige so genannte Anhänger des 1. FC Köln beim "Effzeh" erlaubt haben, das geht entschieden zu weit - viel zu weit. Da wird ein junger Fußballer privat bedroht, beschimpft und angegriffen - selbst an der eigenen Haustür belagert. Passiert ist das unlängst Kevin Pezzoni, dem ein "Kölscher Jeck" mitten im Karneval sogar die Nase gebrochen haben soll. Gut, Pezzoni sah in den vergangenen Partien in seinen Aktionen nicht immer glücklich aus. Doch ihn deswegen derartig zu behandeln, ist grauenvoll und abartig. Dieser Druck, dieser Umgang mit seiner Person war für den 23-jährigen Hessen zu viel - er bat bei den FC-Verantwortlichen um Vertragsauflösung. Muss es soweit kommen? Sicher, der Mann aus Frankfurt am Main verdient viel Geld mit seinem Hobby. Etwas, wovon so manchner Fan nur träumen kann. Aber der Junge hat hart dafür gearbeitet, in der Jugend auf manches verzichtet, um Fußballprofi zu werden. Er verdient Respekt, Achtung und vor allem Privatsphäre. Pezzoni ist nicht nur Fuißballer, er ist auch ein ganz normaler Mensch. Einer, der nach dem Training oder einem (schlechten) Spiel nach Hause kommt, um abzuschalten und sich wieder neu zu konzentrieren. Er weiß selbst, dass er es besser kann. Nur: (Verbal) Draufhauen bringt da nichts! "Wir müssen aufpassen, dass wir den Bogen nicht überspannen. Es ist auffallend, wie schnell wir Spieler oder Mannschaften zu Helden machen - und drei Wochen später wieder zu Deppen", kommentierte Labbadia nach dem 1:6 (1:3) seiner Mannschaft bei Bayern München. Labbadia wird auch nicht in die Kabine gegangen sein und seine "Jungs" mit allen möglichen Ausdrücken konfrontiert haben. Nein, sie wissen, dass das nicht das "Gelbe vom Ei" war. Nächste Woche geht es weiter - hoffentlich bald auch für Kevin Pezzoni.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Wenn das Maß beim Augenmaß langsam voll ist

Hm, ok gut. Jeder Mensch macht mal Fehler, manche auch viele oder immer wieder welche. Manchmal entscheiden Sekundenbruchteile, vieles hätte ganz leicht vermieden werden können – natürlich auch im Sport. Doch auch hier gibt es selten ein Zurück, Stichwort Tatsachenentscheidung. So etwas kann dann leicht einmal Siege und Titel kosten, ist oft sehr teuer (nicht nur finanziell) für die Beteiligten. Dabei können sie selten für diese Entscheidungen etwas, nachzufragen bei den Kroaten und den Ukrainern bei der aktuell laufenden Fußball-Europameisterschaft. Da bekommt Kroatien gegen Titelverteidiger Spanien einen Elfmeter nicht, der Torrichter steht knapp zwei Meter daneben und sieht das Foul nicht? Im anderen Spiel erzielt die Ukraine gegen England einen klaren Treffer und der Torrichter erkennt das nicht? Man muss sich schon fragen, wie das überhaupt möglich ist? Wo haben denn die Herren ihre Augen (gehabt)? Sie sind dafür von der UEFA engagiert worden, so etwas zu erkennen, es dem Schiedsrichter einfach(er) zu machen. Spätestens jetzt sollten der europäische Fußballverband und auch die FIFA über technische Hilfsmittel ernsthaft nachdenken. Solche Vorkommnisse wie das Handspiel von Thierry Henry gegen Irland oder das nicht gegebene Tor von Frank Lampard gegen Deutschland bei der WM 2010 will und kann ich nicht mehr sehen. Im Eishockey wird die Technik befragt, warum dann nicht auch im Profifußball? In der Sportart, in der mitunter die meiste Kohle fließt und die Millionen von Kickern seit der frühesten Kindheit auf die Sportanlagen und Bolzplätze auf der ganzen Welt zieht? Hier geht es nicht darum, den Unparteiischen ihre Qualität abzusprechen. Nein, hier soll es um das gehen, wofür die UEFA und die FIFA seit Jahren einstehen: Fair Play!