Montag, 27. Juni 2011

DFB-Mädels können es noch (viel) besser

Es ist noch nicht alles (Schwarz-Rot-)Gold, was glänzt. Trotz des 2:1-Sieges zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft 2011 haben unsere DFB-Frauen noch Luft nach oben. Gegen die Auswahl aus Kanada mussten Spielführerin Birgit Prinz und Co. vor 73 680 Zuschauern im Berliner Olympiastadion am Ende sogar noch etwas zittern. Denn die Kanadierinnen erzielten mit einem wunderschönen Freistoßtor von Christine Sinclair vor prächtiger Kulisse in der 82. Minute den Anschlusstreffer, nachdem das Team von Bundestrainerin Silvia Neid sehr viele – oder fast zu viele – Chancen ausließ. Selbst beste Gelegenheiten wollten beim abgebrannten Offensivfeuerwerk im zweiten Durchgang nicht rein. Dabei hatten Kerstin Garefrekes (10.) und Celia Okoyino da Mbabi (42.) es mit ihren Treffern mehr als gut gemacht, sorgten für eine halbwegs beruhigende 2:0-Halbzeitführung. „Ich denke, wir sind in der ersten Halbzeit nur schwer ins Spiel gekommen, weil wir zu wenig kombiniert haben“, kritisierte die Bundestrainerin den vergleichsweise nervösen Start ihrer Mannschaft. „In der zweiten Halbzeit haben wir gut angefangen, hatten viele Chancen, haben aber vergessen, das dritte Tor zu machen.“ Das angesprochene „dritte Tor“ fiel dann doch noch, aber auf der – aus deutscher Sicht – falschen Seite. Nachdem unsere Nationalspielerinnen vor vier Jahren ohne Gegentreffer zum Titeltriumph marschierten, hatten sie nun im ersten WM-Gruppenspiel bereits das erste Tor kassiert. Feiern konnten und wollten die Gastgeberinnen trotzdem – vor allem heute. Denn Celia „Celi“ Okoyino da Mbabi feierte ihren 23. Geburtstag gemütlich mit Kaffee und Kuchen. Andere Getränke und Speisen soll es dann in gut zweieinhalb Wochen geben, am liebsten zu einem goldenen Pokal. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. „Die Abwehr stand zu tief, das Mittelfeld hing in der Luft und wir haben dadurch keine Bälle gewonnen“, fasste Torjägerin Prinz, die nach 56 Minuten für Shootingstar Alexandra Popp Platz machte, den WM-Auftakt unzufrieden zusammen. Es wäre ja auch zu schön, wenn alles von Beginn an wie am so genannten Schnürchen läuft.

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