Montag, 5. März 2012

Bei Erfolgslosigkeit hört die Freundschaft auf

Und schon wieder dreht sich alles um mein Lieblingsthema, den FC Bayern München. Zwar lieferte der Rekordmeister am Rhein bei Bayer Leverkusen eine phasenweise ordentliche Partie ab, ging aber in der Fremde - mal wieder - als Verlierer vom Platz. 0:2 hieß es am Ende aus Sicht der Bayern, der BVB ist jetzt schon sieben Punkte vorne. Und - das darf noch als "Glück im Unglück" angesehen werden - die Jungs von Coach Jupp Heynckes blieben Zweiter. Aber nur, weil Gladbach (0:1 in Nürnberg) und Schalke (1:2 in Freiburg) ebenfalls wichtige Zähler im Meisterschaftsrennen liegen ließen. Bleibt die Frage, was an der Säbener Straße nun zu tun ist. Zur so genannten Regeneration fuhren die Bayern-Stars erst einmal ein bisschen Fahrrad. Wer weiß, vielleicht half die Frischluft dabei, den "kranken Kopf" (Zitat Ribéry) mit neuem Sauerstoff zu gesunden. Apropos gesund. Eine gesunde Männerfreundschaft ist das, was Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Trainer Heynckes verbindet. Freundschaft im Profifußball? Gibt es das? Fest steht nur, dass Hoeneß seinen Kumpel Jupp schon einmal feuerte - 1990 war das. Auch in diesen Tagen wird die Luft immer dünner für den Übungsleiter, dem nur noch Siege vor einer erneuten Demission retten (könnten). "Freundschaft spielt überhaupt keine Rolle, wenn es um den Verein geht. Das hat Uli Hoeneß immer vorgelebt", sagte Sport1-Experte Thomas Strunz im sonntäglichen Doppelpass. Auch Trainerlegende Udo Lattek - selbst zweimal bei Bayern am Ruder - hält eine vorzeitige Trennung von Heynckes in seiner dritten Amtszeit nicht mehr für ausgeschlossen. Es bleibt spannend, was passiert. Die Profis um Ribéry, Robben, Müller, Gomez und Co. haben es selbst in der Hand. Das Motto heißt jetzt: Siegen oder Fliegen!

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