Donnerstag, 8. März 2012

Wenn es den Prinzen zur Inselkönigin zieht

Seit gestern soll er also nun perfekt sein, der Wechsel von Lukas Podolski zum FC Arsenal London. „Prinz Poldi“ wird also flügge. Ihn zieht es nach drei Jahren im Rheinland zu den Königs auf die Insel. Von Rhein an die Themse? Besser als vom Regen in die Traufe. Das hätte dem 26-jährigen Stürmer in seiner Heimat womöglich gedroht, falls der 1. FC Köln am Saisonende aus der 1. Fußball-Bundesliga absteigen sollte. Aber soweit ist es noch nicht und wird – aus Sicht aller Kölner – in den kommenden Wochen auch noch vermieden werden. Und das auch dank der Tore von „Poldi“. Im Sommer wird der Linksfuß schon 27 Jahre alt, er braucht regelmäßig Spiele auf internationalem Niveau. Da er nicht zu Bremen wollte, nicht nach Dortmund oder zu Schalke gehen kann und damals für den FC Bayern München einfach noch zu jung war, probiert es der Familienvater also im Ausland. Dass es für 13 Millionen Ablöse zu Arsenal geht, ist praktisch perfekt. Bei den „Gunners“, bei denen er auf Nationalmannschafts-Kumpel Per Mertesacker trifft, soll der gebürtige Pole für vier Jahre unterschreiben. Seine Signatur soll ihm pro Jahr sieben Millionen Euro garantieren – netto versteht sich. Doch um das liebe Geld ist es Podolski noch nie gegangen, sonst wäre er von den Bayern gleich nach England, Spanien oder Italien gegangen. Nein, der „Prinz“ ist ein Wohlfühlmensch, der sich in einer familiären Atmosphäre am besten entwickeln konnte. Deshalb zog es ihn damals zu seinem Verein nach Hause an den Rhein zurück. Doch mit dem „Effzeh“ geht es für Offensivmann Jahr für Jahr gegen den Abstieg – zu wenig für einen Profikicker seiner Klasse. Um sich zu beweisen – auch in der DFB-Auswahl bei Bundestrainer Joachim „Jogi“ Löw – braucht der Angreifer internationale Spielpraxis in der Champions League oder der Europa League. Die gibt es nicht in Köln. Und deshalb ist der Schritt des inzwischen erwachsenen Prinzen ins mütterliche Königreich England nur logisch. „Tschöö Poldi, mach et joot.“ Aber rette vorher noch den "1. Effzeh" vor der 2. Bundesliga.

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