Montag, 6. August 2012

Wenn die Bremer vom Punkt weg nervenstark sind


Ja, das konnte sich doch sehen lassen, oder? Was haben die Herren Thomas Schaaf und Klaus Allofs nicht alles zu hören bekommen – es hagelte harsche Kritik an, rund um und in Richtung der Weser. Der SV Werder Bremen muss sparen, ließ Großverdiener und Leistungsträger wie Tim Wiese oder Claudio Pizarro gehen. Und das, obwohl die Werderaner in den vergangenen beiden Spielzeiten nicht ihre beste Leistung abriefen. Dabei hatten die Bremer immer wieder Titel geholt, mischten mitunter auch im internationalen Geschäft mit. Dass es die Abteilung „Jugend forscht“ bei den „Grün-Weißen“ kann, haben Niclas Füllkrug und Co. gerade erst bewiesen. Bremen gewann den „LIGA total!-Cup“, schlug die favorisierten Bayern im Halbfinale nach einem 6:4 im Elfmeterschießen. Doch damit nicht genug: Werder legte auch im Finale gegen den aktuellen Double-Gewinner Borussia Dortmund richtig los, kombinierte sich flüssig, direkt und schnell in Richtung Kasten der „Schwarz-Gelben“. Bereits nach fünf Minuten führte der Außenseiter mit 2:0 – es sah richtig gut aus für Werder Bremen. Doch plötzlich wurden die Borussen stärker, verkürzten auf 1:2 und glichen kurz danach zum 2:2-Zwischenstand aus – und das alles noch vor dem Seitenwechsel. Während im Fernsehen noch die Wiederholung des Ausgleichs lief, schlug Torjäger Robert Lewandowski ein zweites Mal zu. Plötzlich stand es 3:2 für den Favoriten, der auch den zweiten Abschnitt zunächst bestimmte. Doch Werder kam zurück, glich durch Aaron Hunt vom Punkt zum 3:3-Endstand aus. Wieder musste das Nervenspiel vom Punkt entscheiden, wieder – wie schon gegen den FC Bayern München – zeigte der Deutsche Meister von 2004 keine Nerven. Er holte sich den ersten Titel der Saison – 8:7 hieß es am Ende. Für mich keine Überraschung, denn die „jungen Wilden“ aus Bremen werden eine bessere Saison spielen als zuletzt. Warum? Weil die Jungs noch Bock zu kicken haben.

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