Montag, 13. August 2012

Wenn der nette "Jogi" wie ein Löw(e) brüllt

Neues aus der ewigen Reihe: "Getroffene Hunde bellen besonders laut." Dieses Mal ist einer in der Wortwahl etwas deftiger geworden, dem man das nicht unbedingt zugetraut hätte. Die Rede ist von Joachim "Jogi" Löw, unserem Bundestrainer. Heute Mittag ließ es der "nette Herr Löw" in der ersten Pressekonferenz vor dem Freundschaftsspiel gegen Argentinien so richtig krachen, schimpfte vor versammelter Medienlandschaft über die Berichterstattung der vergangenen Wochen nach der Fußball-Europameisterschaft. "Fakt und grundsätzlich ist auf jeden Fall eines: Unser Weg, den wir vor einigen Jahren eingeschlagen haben, der stimmt", polterte der Südbadener bei einer DFB-Pressekonferenz vor dem Test: "Wir werden absolut an unserem Konzept festhalten". Super, das sind ja tolle Neuigkeiten. Heißt das also, dass wir bei zukünftigen Turnieren immer im Halbfinale ausscheiden oder als das Team, für das es im Endspiel eben nicht gereicht hat, gebauchpinselt werden (müssen). Hm, ganz toll. Fakt ist und bleibt, dass "Jogi" gegen die Italiener mit seiner Aufstellung daneben lag. Punkt! Warum kann oder will er das nicht zugeben? Toni Kroos als Wachhund für Andrea Pirlo aufzubieten und damit die rechte Seite zu schwächen, war falsch - es ging gründlich in die Hose. Bis Kroos von rechts zu Pirlo ins Zentrum gelaufen war, hatte der Spielmacher von Juventus Turin schon längst ein feines Pässchen auf Antonio Cassano geschlagen - der Rest ist bekannt. Und auch die Sache mit Tim Wiese - der wahrlich nicht einer meiner Lieblinge ist - war ganz schwach. Wenn er nicht mehr auf den Hoffenheimer Kapitän baut, dann muss er ihm das selbst mitteilen und nicht seine Assistenten Andreas Köpke und Hansi Flick schicken. Sicher sind wir von den Medien in unserer Ausdrucksweise selten zimperlich, aber wir finden wenigstens Worte. Manchmal muss man von seinem "Konzept" etwas abweichen.

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