Montag, 9. Januar 2012

"Ivi" brennt (wieder) und läuft noch immer gerne

Was war nicht alles spekuliert worden an der Säbener Straße. Schon vor der Winterpause deuteten alle Zeichen auf Wechsel. Doch nun, nach der ersten Woche der Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde hat einer wieder richtig Lust, ist der bisherige Gewinner der Schweißarbeit bei den Scheichs: Ivica Olic. "Ivi", der für sein kraftraubendes und laufintensives Spiel bekannt ist, zeigte, dass er es nicht verlernt hat. Der Kroate in Diensten des FC Bayern, der seinen Stammplatz in der Nationalmannschaft im EM-Jahr 2012 nicht verlieren will, ackert und kämpft. Der 32-jährige Angreifer, der immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, liebäugelte mit einem Trikotwechsel - und das schon im Winter. Denn in der Elf von FCB-Coach Jupp Heynckes hatte der sympathische Familienvater keinen Platz mehr, versauerte zumeist 90 Minuten auf der Bank. Doch im Wüstenstaat Katar blühte er auf, erzielte Tore und bereitete mehrere Treffer vor. "Man denkt immer, dass er gleich stirbt", erklärte einst Mario Gomez die schweren Atemzüge Olics auf dem Platz im Scherz, der unter Ex-Trainer Louis van Gaal an seiner Seite stürmte, um dann zu ergänzen: "Und plötzlich rennt der wieder wie von der Tarantel gestochen los." Ja, Kondition hat der ehemalige Hamburger - und einen starken Willen. Jetzt sieht es fast so aus, als wollen ihn auch die Bayern - und zwar noch länger als bis zum Vertragsende im Sommer. Es wäre dem 75-fachen Auswahlspieler zu gönnen - und zwar von Herzen. Solche Typen wie ihn braucht man in einer erfolgreichen Mannschaft. Er war es - zusammen mit Arjen Robben - der den FC Bayern ins Champions League-Finale brachte. Auf ein Neues an der Säbener - bleib' gesund "Ivi". Davonlaufen ist eben keine Lösung, nicht immer. Her mit einem neuen Vertrag.

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