Sonntag, 22. Januar 2012

Understatement pur im Westen der Republik

Alle haben sie nur eine Mannschaft auf dem Zettel, den FC Bayern München. Und zwar wenn es darum geht, wer Anfang Mai die Meisterschale im Konfettiregen in den Himmel recken darf. Doch wird das für den FC Bayern so einfach? Nach dem 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach werden kritische Stimmen laut, sehr laut. Doch auch in der Hinrunde unterlagen die Bayern den Gladbacher Fohlen, galoppierten der Konkurrenz dann aber zunächst davon. In der Winterpause redeten Bastian Schweinsteiger und Co. nur noch von der Champions League, dem Heimfinale am 19. Mai 2012 in der Münchner Allianz Arena. Ein großes Ziel, das der deutsche Rekordmeister da hat. Aber - und da sind wir uns alle einig - die Bundesliga ist das Tagesgeschäft. Und da haben die Stars von der Isar so ihre Schwierigkeiten, besonders im Rückzugsverhalten. Da passt die Abstimmung nicht, die Lücken nach einem Angriffsversuch sind zu groß. Ballbesitz und Sturmdrang sind im modernen Fußball zwar schön, aber nicht immer erfolgreich. Spiele werden in der Offensive gewonnen, Titel in der Abwehr. Nun hat sich auch noch Daniel van Buyten den Mittelfuß gebrochen. Der van Buyten, der zusammen mit Demichelis im CL-Finale von 2010 gegen Inter ganz schlecht aussah. Vielleicht sollten die Bayern noch jemanden holen, denn der Ersatz heißt Breno. Dass der mental nicht gerade bei der Sache ist, weiß jeder. Mal schauen, was bis zum 31. Januar so passiert. Aber wenn heute Nachmittag auch noch der Meister aus Dortmund gewinnt, dann wird es an der Tabellenspitze richtig eng. Dann machen gleich drei Klubs aus dem Westen (Schalke, BVB, Gladbach) Jagd auf die kränkelnden Bayern. Und vielleicht sollten die drei Jäger dann zu ihren Zielen stehen, der Meisterschaft.

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