Montag, 20. Juli 2026

Die WM der Superlative endet mit einem verdienten Sieger!

Das ist sie also nun gewesen, die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko. Ich habe nicht alle Spiele verfolgt und viel weniger Partien gesehen als bei vergangenen Turnieren. Aber: Was ich mit Wohlwollen gestern am TV miterlebt habe, war dieser Turnierausgang. Denn für mich sind die Spanier mehr als nur ein verdienter Sieger. Und das gegen den Titelverteidiger aus Argentien. Der hinterließ bei mir keinen besonders guten Eindruck. Denn die Südamerikaner um Superstar Lionel Messi waren aus meiner Sicht eher darauf aus, das Spiel zu zerstören als ernsthaft daran teilzunehmen. Eigentlich war ja nur Spanien am Ball und versuchte, diese eine entscheidende Lücke zu finden. Das gelang Ferran Torres in der 106. Minute der Verlängerung und erst in Minute 120 verbuchten dann auch Messi und Co. ihren ersten Torschuss in der Statistik. Ganz schön wenig. Oder einfach auch zu wenig, um Weltmeister zu werden. Vielleicht hätten sie es in einer anderen Sportart probieren sollen, wie die Ereignisse nach dem Schlusspfiff zeigen. Dem US-Präsidenten hat dieser Kampf(Geist) bestimmt gefallen. Aber mit Fußball hatte das nichts, aber auch gar nichts, zu tun. Herzlichen Glückwunsch - nicht nur nach Madrid - und ein großes Dankeschön an den Fußballgott. Fürs nächste Turnier im Jahr 2030 wünsche ich mir weniger Politik und Show...

Freitag, 3. Juli 2026

Die Entscheidung ist gefallen: Der Bundestrainer tritt zurück!

Es hat sich abgezeichnet und nun ist es (quasi) offiziell: Julian Nagelsmann wird von seinem Amt als Nationaltrainer der deutschen Fußballer zurücktreten. Eine für mich logische Folge von und aus der jüngsten WM-Blamage einer Mannschaft, der ich wesentlich mehr zugetraut hätte beim Mammut-Turnier über dem großen Teich. Aber es reichte nur für das Sechzentelfinale. Und zum peinlichen Ausscheiden gegen Paraguay nach Elfmeterschießen. Die erste Niederlage für die DFB-Auswahl überhaupt vom Punkt bei einer Weltmeisterschaft. Auch das ist ein neuer, wenn auch gleich trauriger Rekord. Insgesamt verschoss die Nationalmannschaft in ihrer WM-Geschichte gerade einmal vier Elfer. Und drei davon eben am Montag gegen die Südamerikaner, die sich nun am Samstag mit Top-Favorit Frankreich messen dürfen. Nach dem bitteren EM-Aus von vor zwei Jahren sagte Nagelsmann, dass es nun bitter sei, zwei Jahre zu warten, um Weltmeister zu werden. Genau dieses Selbstbewusstsein war in den vergangenen Wochen und Monaten fehl am Platz. Ein bisschen mehr Demut hätte dem jungen Mann sehr gut getan. Und auch in der Kommunikation nach außen muss er noch dazulernen, gar keine Frage. Ich halte ihn keinesfalls für einen schlechten Coach. Aber es fehlt an der nötigen Gelassenheit und Reife. Eben auch im gegenseitigen Umgang mit Spielern, Verantwortlichen und den Medien. Da sehe ich den Wunschkandidaten Jürgen Klopp im Vorteil. Auch Pep Guardiola hätte ich als Nachfolger spannend gefunden. Es darf und muss nur noch nach aktueller Leistung gehen...

Dienstag, 30. Juni 2026

Die dritte große WM-Enttäuschung hintereinander

"Wenn alles (zusammen)passt, könnte es gut werden". Das hatte ich hier in diesem Blog geschrieben und habe mich - das ist seit gestern Nacht deutscher Zeit klar - gründlich getäuscht. Mal wieder, schon wieder? Ja, wie 2018 und 2022 hat es die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auch in diesem Jahr nicht geschafft, ihr zweifelsohne vorhandenes Potenzial abzurufen. Irgendwie war von Anfang an der Wurm drin. Vieles wirkte eher wie ein Zufallsprodukt und nicht wie ein einstudierter Spielzug. Ballverluste, zu wenig Aggressivität gegen den Ball und viel zu wenig Tempo mit dem Ball zogen sich durch alle Spiele hindurch. Außerdem hat der kurzfristige Wechsel im Tor dem DFB-Team nicht die zusätzliche Stabilität verliehen, die sich so mancher und insbesondere Bundestrainer Nagelsmann erhofft hat. Die deutsche Mannschaft wirkte gerade in den letzten beiden Gruppenspielen und dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay zwar "stets bemüht". Nun, was das bedeutet, wissen wir alle noch aus unserer Schulzeit. Jetzt fährt man wieder einmal vorzeitig heim. Und das auch zurecht. Denn mit einer solchen Leistung wäre es gegen den nächsten Gegner im Achtelfinale ohnehin schwer geworden. Sicherlich gab es Verletzungen wie die von Serge Gnabry oder Lennart Karl. Aber insgesamt war das von allen Beteiligten zu wenig. Es fehlte an Entschlossenheit, Kreativität und Robustheit. Ja klar, es haben alle Akteure viele Spiele in den Beinen. Doch das geht anderen Nationen auch so. Es braucht frische Kräfte im Kader, aber womöglich auch im Staff. Vieles wirkt mir leider viel zu eingefahren und sehr statisch...

Dienstag, 9. Juni 2026

Wenn alles (zusammen)passt, könnte es richtig gut werden...

Die letzten beiden Tests vor dem Turnierstart waren erfolgreich. Also, was das Ergebnis angeht. Und auch das Zusammenspiel zwischen Konkurrenten und den einzelnen Mannschaftsteilen funktioniert. Beinahe möchte ich ja ein "immer besser" hinterher schieben, will aber zugleich nicht zu optimistisch sein oder werden. Dennoch hat es mir gefallen, wie das DFB-Team auf die bittere Verletzung von Lennart Karl reagiert hat und auch ein Leroy Sane auf dem Rasen eine entsprechende Reaktion gezeigt hat beim 2:1-Erfolg gegen die USA. Ich bin da ganz bei Thomas Müller, den der jetzige Kader an die Mannschaft des Turnier von 2010 erinnert. Ja, denn auch ich bin davon überzeugt, dass da etwas reift oder eben in der Entstehung ist, was den Verband und insbesondere auch die Fans erfreuen könnte. Zwar hat Deutschland mit Sicherheit nicht die besten Einzelspieler im Kader. Aber Bundestrainer Julian Nagelsmann und sein Staff haben durchaus das Talent, gemeinsam mit den 26 Jungs im Kader eine starke Mannschaft zu bilden. Und wenn dann noch der Support aus der Bundesrepublik passt und die Stimmung über den großen Teich schwappt, kann es beim Mammut-Turnier weiter gehen, als es so manche(r) gerade denkt. Ja, positiv bleiben...

Donnerstag, 21. Mai 2026

Mit Sane und Neuer zur Fußball-WM in Nordamerika!

Der finale Kader steht und das große Ziel bleibt unverändert. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat heute Mittag um 13 Uhr seine 26 Auserwählten präsentiert, mit denen er im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko den WM-Titel holen möchte. Große Überraschungen im Aufgebot gab es auch dieses Mal. Wieder oder auch schon wieder. Denn auch bei den Bekanntgaben seiner Vorgänger gab es nicht nur Applaus, was die Zusammenstellung betraf. Ja, und so wurde und wird nicht nur heute diskuriert, ob Nagelsmann die "Richtigen" angerufen hat. Besonders zwei Namen stechen mir dabei ins Auge - oder vielleicht auch drei. Sicherlich war es aufgrund der Geschehnisse, Gerüchte und Presssestimmen keine wirklich allzu große Überraschung mehr, dass der langjährige Stammkeeper Manuel Neuer wieder an Bord ist. Und das, obwohl er nach der EM 2024 zurückgetreten ist und noch im Winter beteuerte, nicht für ein Comeback zur Verfüfung zu stehen. Doch nun ist es anders gekommen, obwohl Oli Baumann eigentlich die Nummer eins hätte sein sollen. Und der Hoffenheimer hätte es sich auch verdient gehabt. Erst recht, nachdem er den großen Pechvogel Marc-Andre ter Stegen so glänzend vertreten hatte. Dass auch Leroy Sane mit dabei sein darf, hat mich auch verwundert. Denn der durfte zuletzt im Verein gar nicht mehr so oft auflaufen. Dass er aber unglaubliche Qualitäten hat, ist unbestritten. Aber er sollte sie auch endlich mal wieder abrufen. Gerne komstant - also, in jedem Spiel. Und zwar im Verein und beim DFB. Ja, und da gibt's noch Nadiem Amiri, den ich ebenfalls sehr schätze und der richtig viel mitbringt. Aber auch mit ihm hatte ich nicht gerechnet. Schließlich war auch er lange Zeit verletzt gewesen. Aber nun gut, Julian Nagelsmann hat sich mit den 26 Jungs etwas überlegt und wir sollten sie alle anfeuern. Nur durch ein Miteinander ist "Großes" möglich...