Das ist sie also nun gewesen, die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko. Ich habe nicht alle Spiele verfolgt und viel weniger Partien gesehen als bei vergangenen Turnieren. Aber: Was ich mit Wohlwollen gestern am TV miterlebt habe, war dieser Turnierausgang. Denn für mich sind die Spanier mehr als nur ein verdienter Sieger. Und das gegen den Titelverteidiger aus Argentien. Der hinterließ bei mir keinen besonders guten Eindruck. Denn die Südamerikaner um Superstar Lionel Messi waren aus meiner Sicht eher darauf aus, das Spiel zu zerstören als ernsthaft daran teilzunehmen. Eigentlich war ja nur Spanien am Ball und versuchte, diese eine entscheidende Lücke zu finden. Das gelang Ferran Torres in der 106. Minute der Verlängerung und erst in Minute 120 verbuchten dann auch Messi und Co. ihren ersten Torschuss in der Statistik. Ganz schön wenig. Oder einfach auch zu wenig, um Weltmeister zu werden. Vielleicht hätten sie es in einer anderen Sportart probieren sollen, wie die Ereignisse nach dem Schlusspfiff zeigen. Dem US-Präsidenten hat dieser Kampf(Geist) bestimmt gefallen. Aber mit Fußball hatte das nichts, aber auch gar nichts, zu tun. Herzlichen Glückwunsch - nicht nur nach Madrid - und ein großes Dankeschön an den Fußballgott. Fürs nächste Turnier im Jahr 2030 wünsche ich mir weniger Politik und Show...
Montag, 20. Juli 2026
Dienstag, 30. Juni 2026
Die dritte große WM-Enttäuschung hintereinander
"Wenn alles (zusammen)passt, könnte es gut werden". Das hatte ich hier in diesem Blog geschrieben und habe mich - das ist seit gestern Nacht deutscher Zeit klar - gründlich getäuscht. Mal wieder, schon wieder? Ja, wie 2018 und 2022 hat es die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auch in diesem Jahr nicht geschafft, ihr zweifelsohne vorhandenes Potenzial abzurufen. Irgendwie war von Anfang an der Wurm drin. Vieles wirkte eher wie ein Zufallsprodukt und nicht wie ein einstudierter Spielzug. Ballverluste, zu wenig Aggressivität gegen den Ball und viel zu wenig Tempo mit dem Ball zogen sich durch alle Spiele hindurch. Außerdem hat der kurzfristige Wechsel im Tor dem DFB-Team nicht die zusätzliche Stabilität verliehen, die sich so mancher und insbesondere Bundestrainer Nagelsmann erhofft hat. Die deutsche Mannschaft wirkte gerade in den letzten beiden Gruppenspielen und dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay zwar "stets bemüht". Nun, was das bedeutet, wissen wir alle noch aus unserer Schulzeit. Jetzt fährt man wieder einmal vorzeitig heim. Und das auch zurecht. Denn mit einer solchen Leistung wäre es gegen den nächsten Gegner im Achtelfinale ohnehin schwer geworden. Sicherlich gab es Verletzungen wie die von Serge Gnabry oder Lennart Karl. Aber insgesamt war das von allen Beteiligten zu wenig. Es fehlte an Entschlossenheit, Kreativität und Robustheit. Ja klar, es haben alle Akteure viele Spiele in den Beinen. Doch das geht anderen Nationen auch so. Es braucht frische Kräfte im Kader, aber womöglich auch im Staff. Vieles wirkt mir leider viel zu eingefahren und sehr statisch...
Dienstag, 9. Juni 2026
Wenn alles (zusammen)passt, könnte es richtig gut werden...
Die letzten beiden Tests vor dem Turnierstart waren erfolgreich. Also, was das Ergebnis angeht. Und auch das Zusammenspiel zwischen Konkurrenten und den einzelnen Mannschaftsteilen funktioniert. Beinahe möchte ich ja ein "immer besser" hinterher schieben, will aber zugleich nicht zu optimistisch sein oder werden. Dennoch hat es mir gefallen, wie das DFB-Team auf die bittere Verletzung von Lennart Karl reagiert hat und auch ein Leroy Sane auf dem Rasen eine entsprechende Reaktion gezeigt hat beim 2:1-Erfolg gegen die USA. Ich bin da ganz bei Thomas Müller, den der jetzige Kader an die Mannschaft des Turnier von 2010 erinnert. Ja, denn auch ich bin davon überzeugt, dass da etwas reift oder eben in der Entstehung ist, was den Verband und insbesondere auch die Fans erfreuen könnte. Zwar hat Deutschland mit Sicherheit nicht die besten Einzelspieler im Kader. Aber Bundestrainer Julian Nagelsmann und sein Staff haben durchaus das Talent, gemeinsam mit den 26 Jungs im Kader eine starke Mannschaft zu bilden. Und wenn dann noch der Support aus der Bundesrepublik passt und die Stimmung über den großen Teich schwappt, kann es beim Mammut-Turnier weiter gehen, als es so manche(r) gerade denkt. Ja, positiv bleiben...
Donnerstag, 21. Mai 2026
Mit Sane und Neuer zur Fußball-WM in Nordamerika!
Der finale Kader steht und das große Ziel bleibt unverändert. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat heute Mittag um 13 Uhr seine 26 Auserwählten präsentiert, mit denen er im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko den WM-Titel holen möchte. Große Überraschungen im Aufgebot gab es auch dieses Mal. Wieder oder auch schon wieder. Denn auch bei den Bekanntgaben seiner Vorgänger gab es nicht nur Applaus, was die Zusammenstellung betraf. Ja, und so wurde und wird nicht nur heute diskuriert, ob Nagelsmann die "Richtigen" angerufen hat. Besonders zwei Namen stechen mir dabei ins Auge - oder vielleicht auch drei. Sicherlich war es aufgrund der Geschehnisse, Gerüchte und Presssestimmen keine wirklich allzu große Überraschung mehr, dass der langjährige Stammkeeper Manuel Neuer wieder an Bord ist. Und das, obwohl er nach der EM 2024 zurückgetreten ist und noch im Winter beteuerte, nicht für ein Comeback zur Verfüfung zu stehen. Doch nun ist es anders gekommen, obwohl Oli Baumann eigentlich die Nummer eins hätte sein sollen. Und der Hoffenheimer hätte es sich auch verdient gehabt. Erst recht, nachdem er den großen Pechvogel Marc-Andre ter Stegen so glänzend vertreten hatte. Dass auch Leroy Sane mit dabei sein darf, hat mich auch verwundert. Denn der durfte zuletzt im Verein gar nicht mehr so oft auflaufen. Dass er aber unglaubliche Qualitäten hat, ist unbestritten. Aber er sollte sie auch endlich mal wieder abrufen. Gerne komstant - also, in jedem Spiel. Und zwar im Verein und beim DFB. Ja, und da gibt's noch Nadiem Amiri, den ich ebenfalls sehr schätze und der richtig viel mitbringt. Aber auch mit ihm hatte ich nicht gerechnet. Schließlich war auch er lange Zeit verletzt gewesen. Aber nun gut, Julian Nagelsmann hat sich mit den 26 Jungs etwas überlegt und wir sollten sie alle anfeuern. Nur durch ein Miteinander ist "Großes" möglich...
Dienstag, 30. Dezember 2025
Wenn man sich jetzt mit England oder Italien trösten muss...
Klar, es ist auch mal schön, nicht jeden Tag mit dem deutschen Fußball "überfrachtet" zu werden. Aber kaum ist die Winterpause angebrochen und man mitten in den Weihnachtsferien, da beginnt er einem schon zu fehlen, dieser Sport im ersten und zweiten Oberhaus der Bundesrepublik. Nur gut, dass man sich ansonsten ja mit dem englischen oder italienischen Fußball trösten kann. Wobei das mit dem Trösten so eine Sache ist. Falls man nämlich die Ligen in diesen beiden Ländern nicht regelmäßig verfolgt, muss man erst einmal reinkommen und sich informieren, wer eigentlich wo steht. Bis auf ein paar größere Namen aus den europäischen Wettbewerben wird das nämlich schon eine gewisse Herausforderung. Diese steht auch für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf dem Programm. Und zwar bei der WM im kommenden Jahr. Wobei - und ich denke, dass man das durchaus so sagen kann - die deutsche Auswahl schon etwas Glück hatte, was die Auslosung angeht. Zumindest auf dem Papier. Aber man wird sehen müssen, ob alle gesund bleiben und wie die DFB-Männer mit den klimatischen Bedingungen klarkommen. Nun, aber das geht ja allen 48 Mannschaften bei dieser Mega-Weltmeisterschaft so. Ich bin gespannt...
Freitag, 5. September 2025
So wird's nichts mit dem Titel, geschweige denn mit der WM!
Auch nach einer darüber geschlafenen Nacht bin ich noch immer fassungslos. Und zwar über den Auftritt der deutschen Fußballnationalmannschaft im ersten WM-Qualifikationsspiel im slowakischen Bratislava. Wollen wir es Blamage nennen oder von einem Offenbarungseid sprechen? Nun, ich weiß nicht so genau. Aber als DFB-Elf darf man - bei allem Respekt vor den Slowaken - nie und nimmer so auftreten. Kein Ziel, kaum Gegenwehr und schon gar keine zündenden Ideen. Nein, so wird das nichts mit dem von Bundestrainer Julian Nagelsmann angekündigten WM-Titel. Denn mit weiteren Spielen dieser Art wird man nicht einmal die Qualifikation für das Turnier im kommenden Sommer schaffen. Das ist nun einmal Fakt. Man muss sich schon fragen, was sich die hochdekorierte Mannschaft da gestern ausgedacht hat. Denn einen wirklichen Matchplan konnte man beim 0:2 in der Slowakei nicht wirklich erkennen. Vieles blieb Stückwerk oder im Ansatz hängen. Einiges, was die DFB-Auswahl eigentlich kann, wurde gar nicht erst versucht. Stichwort: schnelle Seitenverlagerung oder ständige Bewegung (ohne Ball). Nein, es plätscherte alles so dahin. Und wäre Torwart Oliver Baumann nicht der beste Mann gewesen, hätte man womöglich noch mehr Treffer kassiert. So hat man bei einer Weltmeisterschaft nichts verloren und man fragt sich schon, warum die Deutschen glauben, es "wieder nur mit halber Kraft" schaffen zu können. Man muss doch dafür brennen, mit diesem Adler auf der Brust auflaufen zu dürfen...
Freitag, 4. August 2023
Der Super-GAU aus Sicht des DFB ist eingetreten
Sie wollten es besser machen als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Männer bei der letzten WM 2022 und gegen die Auswahl aus dem Land, gegen das sich die DFB-Männer bei den Titelkämpfen in Russland im Jahre 2018 ziemlich blamiert hatten. Nun, es sollte den DFB-Frauen um Trainerin Martina Voss-Tecklenburg ähnlich ergehen wie einst den Männern am gestrigen frühen Nachmittag - also deutscher Zeit - gegen die Nationalelf der Südkoreanerinnen. 1:1 und das nach 105 recht enttäuschenden Minuten. Gut, immerhin hatten sie nicht verloren wie einst das Herrenteam, doch auch für sie ist die WM in Australien und Neuseeland bereits nach der Vorrunde zu Ende. Peinlich, ganz klar! Vorbei sind die Zeiten, in denen deutsche Auswahlmannschaften von der internationalen Konkurrenz gefürchtet wurden. Nein, sie und ihr Spiel werden gelesen wie Glaskugeln. Keine vernünftige Spielidee, stets ein und der selbe Matchplan und bei mutig aufspielenden GegnerInnen keinen Plan B in der Tasche. Eigentlich traurig, denn das Potenzial ist zweifelsohne da, aber es hapert an der Umsetzung. Dabei gehören Psychologen doch schon längst zu den Trainerstäben. Und das nicht nur beim DFB. Nun, es kann nur und muss (auch) wieder besser werden. Vielleicht ja mehr Konzentration aufs Wesentliche?!
Dienstag, 25. Juli 2023
Erfolgreicher WM-Auftakt für die deutschen Fußballerinnen!
Ja, so ist das doch schön und freut mich riesig. Denn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen hat bei der gerade begonnenen Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland eine erste Duftmarke gesetzt - also, im übertragenen Sinne. Denn die DFB-Elf schlug die Auswahl Marokkos mit 6:0. Wahrlich ein recht gelungener Auftakt ins Turnier, auch wenn die Afrikanerinnen den Deutschen bei der Torerzielung sogar geholfen haben. Doch, was soll's - egal. Am Sonntag geht's für die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg bereits weiter, wenn man es mit Kolumbien zu tun bekommt. Ein harter Gegner - zumindest, was die Spielweise betrifft. Denn die Südamerikanerinnen teilen gerne mal aus und gehen mitunter forsch zur Sache. Ich bin gespannt, wie sich die deutschen Fußballerinnen dagegen wehren werden und wollen. Anstoß ist um 11.30 Uhr (mitteleuropäischer Sommerzeit). Also, eine vergleichsweise gute Ansetzung, was den Wochenend-Zeitplan angeht. Ich werde bestimmt mal reinschauen und den DFB-Mädels fest die Daumen drücken. Vielleicht spielen sie sich ja in einen Rausch - so wie bei der EM 2022.
Donnerstag, 15. Juni 2023
Die Frauen-Nationalelf bekommt ihre verdiente Bühne
Nach wochenlangem Zögern, Ringen und sicherlich recht harten sowie intensiven Verhandlungen mit der FIFA, können die deutschen Fans die WM-Teilnahme des Frauen-Nationalteams nun doch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (mit)verfolgen. Ein aus meiner Sicht guter und richtiger Schritt sowie ein recht positives Signal für den sich zuletzt im Aufwind befindenden DFB-Tross um Trainerin Martina Voss-Tecklenburg. Außerdem darf und sollte man an dieser Stelle nicht vergessen, dass der Austragungsort der Titelkämpfe ja nicht gerade um die Ecke liegt - also von der Bundesrepublik aus gesehen. Nicht jeder hat die Zeit und das nötige Kleingeld, um sich mal eben nach Australien und Neuseeland aufzumachen. Heißt für mich, dass ich das außerordentlich begrüße, dass "unsere Mädels" eine mediale Bühne bekommen - erst recht nach dieser tollen Europameisterschaft mit sehr guten Leistungen und mehr als ordentlichen TV-Quoten. Ich werde sicherlich mal reinschalten und mir die Arbeit der ARD-Kollegen und vom "Zweiten" ganz genau ansehen - und das auch, um (weiter) dazuzulernen. Ein erfolgreiches Turnier wünsche ich allen!
Dienstag, 20. Dezember 2022
Leo Messi setzt seiner großen Karriere die (WM-)Krone auf!
Wahnsinn, liebe Leute, was war das denn bitteschön für ein episches Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft. Für mich eigentlich das beste Endspiel aller Zeiten - also, zumindest seit ich Weltmeisterschaften (im Fernsehen) mitverfolge. Gut, es gab schon einige tolle Duelle um den goldenen Pokal seit 1990, aber das war ja an Spannung und Angriffslust quasi nicht zu überbieten. Verdient hätten den Titel beide Teams, gar keine Frage. Argentinien, weil es den besseren Start und etwas mehr Zweikampfhärte sowie Nervenstärke an den Tag legte und Frankreich, weil man sich nie aufgab und Kylian Mbappe einfach für mich der kommende Star dieses Sports ist, der für sein Alter - er wird heute übrigens gerade einmal 24 Jahre jung - unglaublich weit ist und derart abgezockt auftritt. Man kann also sagen, dass König Messi allmählich für seinen legitimen Kronprinzen Mbappe Platz macht. Ich möchte noch gar nicht daran denken, dass beide mit Paris - und im Verbund mit Neymar Jr. - ab Februar in der Champions League angreifen wollen. Und das im Achtelfinale gleichmal gegen den FC Bayern München...