Sonntag, 22. Mai 2022

Ein Sieg, der aus meiner Sicht so auch in Ordnung geht!

Was hat sich ganz Fußball-Deutschland da doch gestern zusammen geschlossen, um es mit dem SC Freiburg zu halten im DFB-Pokalendspiel. Sei es, weil man sowieso Sympathien mit den Breisgauern hat oder aber, weil man die Sachsen eben nicht besonders mag - um es an dieser Stelle mal ganz vorsichtig zu formulieren. Und doch hat RB Leipzig den Pott geholt - und das im dritten Anlauf nach verlorenen Endspielen gegen den FC Bayern München (2019) und Borussia Dortmund im vergangenen Jahr. Und: Aus meiner Sicht ging der Triumph nach Elfmeterschießen auch in Ordnung. Warum? Ganz einfach deshalb, weil es die Mannschaft von Christian Streich verpasste, aus seiner personeller Überzahl - nach dem Platzverweis gegen Marcel Halstenberg - Kapital zu schlagen. Phasenweise fragte man sich - und so ehrlich muss man an dieser Stelle dann eben auch sein - wer von den beiden Teams einen Mann weniger auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions hatte. Ich bekam den Eindruck, dass Leipzig den Pokal den nötigen Tick "mehr wollte". Dennoch meine Glückwünsche an den Sportclub, der sich für das internationale Geschäft qualifizierte und erstmals im Finale stand. Wenn das vor der Saison jemand so vorausgesagt hätte, denke ich, dass die Freiburger sofort zugestimmt hätten. Gute Besserung an den Fotografen, der kurz vor der Zeremonie in eine medizinische Notlage geriet!

Donnerstag, 20. Januar 2022

"Dixie" Dörner hat sein letztes großes Spiel verloren

Er war ein hervorragender Fußballer und ein feiner Mensch, der im getrtennten sowie im wiedervereinigten Deutschland große Beliebtheit genoss. Doch nun ist Hans-Jürgen Dörner nach langer, schwerer Krankheit mit gerade einmal 70 Jahren verstorben. Der jüngste von vier Brüdern, den sie früh "Dixie" nannten, prägte das Spiel der SG Dynamo Dresden und der DDR-Nationalmannschaft wie kein Zweiter, als Libero schaltete er sich beinahe bei jedem Angriff mit ein. Ja, der Allrounder wusste defensiv wie offensiv zu überzeugen und wurde schnell "Beckenbauer des Ostens" genannt. Eine Bezeichnung, die ihm übrigens nicht wirlich passte und recht unangenehm war, obwohl seine Eleganz und die Übersicht auf dem Feld tatsächlich an den "Kaiser" des FC Bayern München und der DFB-Elf erinnerte. Nun musste der "König von Sachsen" - also aus fußballerischer Sicht - seine letzte Reise antreten. Ruhe in Frieden, "Dixie".