"Wenn alles (zusammen)passt, könnte es gut werden". Das hatte ich hier in diesem Blog geschrieben und habe mich - das ist seit gestern Nacht deutscher Zeit klar - gründlich getäuscht. Mal wieder, schon wieder? Ja, wie 2018 und 2022 hat es die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auch in diesem Jahr nicht geschafft, ihr zweifelsohne vorhandenes Potenzial abzurufen. Irgendwie war von Anfang an der Wurm drin. Vieles wirkte eher wie ein Zufallsprodukt und nicht wie ein einstudierter Spielzug. Ballverluste, zu wenig Aggressivität gegen den Ball und viel zu wenig Tempo mit dem Ball zogen sich durch alle Spiele hindurch. Außerdem hat der kurzfristige Wechsel im Tor dem DFB-Team nicht die zusätzliche Stabilität verliehen, die sich so mancher und insbesondere Bundestrainer Nagelsmann erhofft hat. Die deutsche Mannschaft wirkte gerade in den letzten beiden Gruppenspielen und dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay zwar "stets bemüht". Nun, was das bedeutet, wissen wir alle noch aus unserer Schulzeit. Jetzt fährt man wieder einmal vorzeitig heim. Und das auch zurecht. Denn mit einer solchen Leistung wäre es gegen den nächsten Gegner im Achtelfinale ohnehin schwer geworden. Sicherlich gab es Verletzungen wie die von Serge Gnabry oder Lennart Karl. Aber insgesamt war das von allen Beteiligten zu wenig. Es fehlte an Entschlossenheit, Kreativität und Robustheit. Ja klar, es haben alle Akteure viele Spiele in den Beinen. Doch das geht anderen Nationen auch so. Es braucht frische Kräfte im Kader, aber womöglich auch im Staff. Vieles wirkt mir leider viel zu eingefahren und sehr statisch...
Dienstag, 30. Juni 2026
Dienstag, 9. Juni 2026
Wenn alles (zusammen)passt, könnte es richtig gut werden...
Die letzten beiden Tests vor dem Turnierstart waren erfolgreich. Also, was das Ergebnis angeht. Und auch das Zusammenspiel zwischen Konkurrenten und den einzelnen Mannschaftsteilen funktioniert. Beinahe möchte ich ja ein "immer besser" hinterher schieben, will aber zugleich nicht zu optimistisch sein oder werden. Dennoch hat es mir gefallen, wie das DFB-Team auf die bittere Verletzung von Lennart Karl reagiert hat und auch ein Leroy Sane auf dem Rasen eine entsprechende Reaktion gezeigt hat beim 2:1-Erfolg gegen die USA. Ich bin da ganz bei Thomas Müller, den der jetzige Kader an die Mannschaft des Turnier von 2010 erinnert. Ja, denn auch ich bin davon überzeugt, dass da etwas reift oder eben in der Entstehung ist, was den Verband und insbesondere auch die Fans erfreuen könnte. Zwar hat Deutschland mit Sicherheit nicht die besten Einzelspieler im Kader. Aber Bundestrainer Julian Nagelsmann und sein Staff haben durchaus das Talent, gemeinsam mit den 26 Jungs im Kader eine starke Mannschaft zu bilden. Und wenn dann noch der Support aus der Bundesrepublik passt und die Stimmung über den großen Teich schwappt, kann es beim Mammut-Turnier weiter gehen, als es so manche(r) gerade denkt. Ja, positiv bleiben...