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Dienstag, 30. Juni 2026

Die dritte große WM-Enttäuschung hintereinander

"Wenn alles (zusammen)passt, könnte es gut werden". Das hatte ich hier in diesem Blog geschrieben und habe mich - das ist seit gestern Nacht deutscher Zeit klar - gründlich getäuscht. Mal wieder, schon wieder? Ja, wie 2018 und 2022 hat es die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auch in diesem Jahr nicht geschafft, ihr zweifelsohne vorhandenes Potenzial abzurufen. Irgendwie war von Anfang an der Wurm drin. Vieles wirkte eher wie ein Zufallsprodukt und nicht wie ein einstudierter Spielzug. Ballverluste, zu wenig Aggressivität gegen den Ball und viel zu wenig Tempo mit dem Ball zogen sich durch alle Spiele hindurch. Außerdem hat der kurzfristige Wechsel im Tor dem DFB-Team nicht die zusätzliche Stabilität verliehen, die sich so mancher und insbesondere Bundestrainer Nagelsmann erhofft hat. Die deutsche Mannschaft wirkte gerade in den letzten beiden Gruppenspielen und dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay zwar "stets bemüht". Nun, was das bedeutet, wissen wir alle noch aus unserer Schulzeit. Jetzt fährt man wieder einmal vorzeitig heim. Und das auch zurecht. Denn mit einer solchen Leistung wäre es gegen den nächsten Gegner im Achtelfinale ohnehin schwer geworden. Sicherlich gab es Verletzungen wie die von Serge Gnabry oder Lennart Karl. Aber insgesamt war das von allen Beteiligten zu wenig. Es fehlte an Entschlossenheit, Kreativität und Robustheit. Ja klar, es haben alle Akteure viele Spiele in den Beinen. Doch das geht anderen Nationen auch so. Es braucht frische Kräfte im Kader, aber womöglich auch im Staff. Vieles wirkt mir leider viel zu eingefahren und sehr statisch...

Dienstag, 9. Juni 2026

Wenn alles (zusammen)passt, könnte es richtig gut werden...

Die letzten beiden Tests vor dem Turnierstart waren erfolgreich. Also, was das Ergebnis angeht. Und auch das Zusammenspiel zwischen Konkurrenten und den einzelnen Mannschaftsteilen funktioniert. Beinahe möchte ich ja ein "immer besser" hinterher schieben, will aber zugleich nicht zu optimistisch sein oder werden. Dennoch hat es mir gefallen, wie das DFB-Team auf die bittere Verletzung von Lennart Karl reagiert hat und auch ein Leroy Sane auf dem Rasen eine entsprechende Reaktion gezeigt hat beim 2:1-Erfolg gegen die USA. Ich bin da ganz bei Thomas Müller, den der jetzige Kader an die Mannschaft des Turnier von 2010 erinnert. Ja, denn auch ich bin davon überzeugt, dass da etwas reift oder eben in der Entstehung ist, was den Verband und insbesondere auch die Fans erfreuen könnte. Zwar hat Deutschland mit Sicherheit nicht die besten Einzelspieler im Kader. Aber Bundestrainer Julian Nagelsmann und sein Staff haben durchaus das Talent, gemeinsam mit den 26 Jungs im Kader eine starke Mannschaft zu bilden. Und wenn dann noch der Support aus der Bundesrepublik passt und die Stimmung über den großen Teich schwappt, kann es beim Mammut-Turnier weiter gehen, als es so manche(r) gerade denkt. Ja, positiv bleiben...

Samstag, 19. Oktober 2024

Lasst das den Mann doch erst einmal machen!

Thomas Tuchel ist also der neue Nationaltrainer der "Three Lions" ab 1. Januar 2025. Was ich für eine recht spannende und sehr interessante Wahl halte, stößt auf der britischen Insel nicht nur auf uneingeschränkte Gegenliebe. Dabei hat der gebürtige Augsburger doch beim FC Chelsea gezeigt, dass er es kann und nach beziehungsweise zu England passt. Dass beim FC Bayern München nicht alles nach Wunsch verlaufen ist, hatte mehrere Gründe - und sicherlich war nicht nur Tuchel an der tittelosen Saison schuld. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass er - trotz seiner deutschen Herkunft - bei der englischen Nationalmannschaft einiges bewegen und Dinge in die aus britischer Sicht gewünschte Richtung lenken kann. Denn der englische Kader ist, wenn alle fit sind, einer der besten der Welt. Und mit guten Einzelspielern konnte Tuchel schon immer umgehen. Er hat es ja bei Paris auch geschafft, Diven wie Neymar Jr. oder Mbappe mitzunehmen oder sie zumindest bei Laune zu halten. Besonders gespannt bin ich auf das erste Duell mit Deutschland und Julian Nagelsmann - und wenn's bei der WM 2026 ist. Das wäre schon eine tolle Sache, sehr gerne im Endspiel.

Sonntag, 15. Oktober 2023

Der erste Erfolg für die "Nagelsmänner" ist eingefahren!

Das hast doch richtig Lust und Laune gemacht - insbesondere, was die zweite Halbzeit angeht. Da hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft eine tolle Leistung abgerufen. Und das nicht nur mit der Kugel am Fuß, sondern auch bei der Arbeit gegen den Ball. Das vom neuen Bundestrainer Julian Nagelsmann auch bei seinen Vereinen schon praktizierte Gegenpressing glückte, die Mannschaft agierte als Team und half sich untereinander (aus). Ja, so muss das sein, wenn man sein Land vertritt und mit dem Adler auf der Brust durch die Stadien tourt. Ich hoffe und wünsche mir, dass Deutschland die gute zweite Hälfte gegen die USA, die in einem verdienten 3:1-Erfolg mündete, in der Nacht auf Mittwoch gegen Mexiko wiederholen beziehungsweise bestätigen kann. Und, vielleicht sehen wir dann auch noch die anderen beiden Debütanten, da gestern "nur" Chris Führich zum Einsatz gekommen war. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass beim DFB-Team inzwischen ein ganz anderer Geist herrscht. Der Stolz für sein Heimatland aufzulaufen ist bei allen Nominierten zurück(gekehrt)!

Montag, 18. Juni 2018

Suboptimaler Start für "Die Mannschaft" in die WM!

Na, also das hatten wir uns doch irgendwie anders vorgestellt. Dass "Die Mannschaft" bei der aktuell laufenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland nicht so ein Feuerwerk abbrennen würde, wie das vor vier Jahren gegen Portugal der Fall gewesen ist, war eigentlich klar. Dass die deutsche Nationalmannschaft jedoch erstmals seit 36 Jahren (!) wieder mit einer Niederlage in ein solches Turnier startet ist neu. Und es treibt uns allen einige Sorgenfalten auf die Stirn, weil es - bei allem Respekt - nicht daran gelegen hat, dass die Mexikaner den Deutschen haushoch überlegen gewesen waren. Nein, es wurde vielmehr deutlich, dass die Jungs von Bundestrainer Joachim Löw nicht spritzig genug und mitunter fahrig agierten. Insbesondere die Arbeit gegen den Ball und das Rückzugsverhalten passten überhaupt nicht - oft waren die Innenverteidiger Jerome Boateng und Mats Hummels bei Kontern auf sich alleine gestellt, weil die - für meinen Geschmack - viel zu offensiven Joshua Kimmich und Marvin Plattenhardt nicht schnell genug wieder in den Defensivverbund zurückgekehrt waren. Darüber hinaus fehlte es in der Offensive an der Zweikampfhärte und Flexibilität - vieles war nur Stückwerk und zu statisch. Erst als Marco Reus in die Partie kam, waren einige gute Aktionen zu sehen. Es ist müßig zu spekulieren, ob ein gewisser Leroy Sane hier anders agiert hätte - denn er wurde nicht nominiert. Fakt ist, dass sich die DFB-Elf in vielen Bereichen verbessern muss und taktisch sowie personell anders aufstellen sollte.

Dienstag, 24. Juni 2014

Achtelfinale für Holland, Brasilien, Mexiko und Chile

So, die ersten beiden Duelle im Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien stehen fest. Wir begrüßen den Gastgeber, Mexiko, die Niederlande und Chile in der nächsten Runde. Insbesondere unsere Nachbarn, die "Elftal" aus Holland, sind in einer sensationell guten Verfassung. Vor allem ein gewisser Arjen Robben geht ab wie Schmidts Katze. legt auch mal ab beziehungsweise auf. Gegner wird dann das Team aus Mexiko sein, das den Kroaten beim 3:1-Erfolg die Grenzen aufzeigte. Auch Neymar und Co. sind - fast erwartungsgemäß - weiter. Mit 4:1 schlugen der Superstar und seine "Selecao" die dieses Mal nicht ganz so zahnlosen Löwen aus Kamerun. Die leisteten phasenweise richtig viel Gegenwehr, machten den Top-Favoriten aus dem Austragungsland das Leben sehr schwer. Vor allem die so prominent besetzte Abwehr der Brasilianer - Dani Alves, Thiago Silva, David Luiz und Marcelo - wackelte immer wieder, zudem erzielte Laufwunder (Achtung Ironie!) Fred ein Tor aus einer Abseitsposition. Mal wieder hat das ein Schidsrichter übersehen. Aber auch die nicht geahndete Tätlichkeit an Neymar fiel negativ auf. Ich bin gespannt, was Chile dem brasilianischen Ensemble nun entgegenzusetzen hat. Ich glaube, dass das eine ganz enge Kiste wird. Die Chilenen haben ja bekanntlich einiges drauf!