Ja, das konnte sich doch nun wirklich sehen lassen, oder? Ich bin beeindruckt und aus deutscher Sicht mächtig stolz auf Borussia Dortmund. Denn das, was der BVB gestern Abend im Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Champions League gegen Schachtar Donezk gezeigt hat, war Entschlossenheit pur. Robert Lewandowski und Co. wollten unbedingt ins Viertelfinale, das merkte man von Beginn an. Es war schön, die "Schwarz-Gelben" so zu sehen. Es hat Spaß gemacht, sehr viel Spaß. Dass die Hausherren am Ende sogar mit 3:0 gewannen, ist eine echte Hausnummer. "Wer dieses Spiel gewinnt, kommt ins Finale", sagte der Trainer des ukrainischen Vertreters im Vorfeld der Partie. Ja, warum nicht? Wenn der Meister so spielt, wie gestern Abend, dann kann er noch einige Teams im Wettbewerb schlagen. Denn auch Real Madrid, das gestern bei Manchester United durch Ronaldos Tor glücklich weiterkam, ist schlagbar. Das, ja das haben die Mannen von Trainer Jürgen "Kloppo" Klopp ja schon bewiesen. Gut, es war "nur" ein Gruppenspiel - aber auch das muss erst einmal gegen das Starensemble aus der spanischen Hauptstadt gewonnen werden. Jetzt hoffe ich nur, dass es der FC Bayern München und auch der FC Schalke 04 in der kommenden Woche auch packen. Das wäre super, nicht nur für die UEFA-Fünfjahreswertung. Aber dann brauchen wir Losglück, denn ich möchte kein deutsches Viertelfinale sehen. Aber das sehen ja noch viele andere so, oder etwa nicht?
Mittwoch, 6. März 2013
Dienstag, 5. März 2013
Heute Abend sind wir alle ein bisschen Borussia
Ja, liebe Leute, heute Abend ist es wieder soweit. Wir alle, ja wir alle sollten heute Abend BVB-Fans sein. Unsere Borussen aus Dortmund fighten als erstes deutsches Team um den Einzug ins Viertelfinale der UEFA Champions League. Im heimischen Signal-Iduna-Park kämpfen die "Schwarz-Gelben" ab 20.45 Uhr (Sky) um das Weiterkommen, Gegner ist Schachtar Donezk. Das ukrainisch-brasilianische Auswahl darf von den Jungs aus dem Pott aber nicht unterschätzt werden, zu viel steht für die Dortmunder um Coach Jürgen "Kloppo" Klopp auf dem Spiel. Ich glaube, dass die Borussia das schafft beziehungsweise schaffen kann. Sie hat auf jeden Fall die Qualität - defensiv wie vor allem offensiv - das zu packen. Man darf und muss hoffen, dass Abwehrchef Mats Hummels heute spielen kann. Nichts, gegen Felipe Santana und Neven Subotic. Aber letzterer war gegen den FC Bayern München im Pokal noch lange nicht wieder der "Alte", Santana ist - und so ehrlich darf man sein - nicht ganz so gut wie die beiden anderen. In zentralen Mittelfeld gilt es, die Kreise des kroatischen Spielmachers Dario Srna einzudämmen, vor allem sollten die Hausherren Freistöße am oder kurz vor dem eigenen Strafraum gegen sich vermeiden. "Wir haben eine gute Ausgangssituation und spielen zu Hause mit unseren
Fans im Rücken", sagt Außenverteidiger Marcel Schmelzer. "Im Gegensatz zu den letzten Spielen müssen wir einfach
konzentrierter rangehen. Wenn wir das wieder machen, werden wir auch
eine Runde weiterkommen." Sehe ich genauso. Also, Jungs, ihr packt das - auf geht's. Heja, heja BVB!
Montag, 4. März 2013
Wenn es bei den Außerirdischen plötzlich normal zugeht
Der Sport und natürlich auch der Fußball sind nun einmal von Höhen und Tiefen geprägt. Sicherlich gibt es manche Mannschaften oder Sportler, bei denen scheinbar alles mühelos gelingt. Es scheint, als könnten sie tun, was sie wollen und haben auf jeden Fall Erfolg damit. Eine Zeitlang glaubten wir das auch beim FC Barcelona mit Weltfußballer Lionel Messi. Umgeben von Weltklasse-Spielern wie Andres Iniesta, Xavi, Carles Puyol, Gerard Pique oder Sergio Busquets - um nur ein paar wenige zu nennen - spielte der katalanische Traditionsverein die (internationale) Konkurrenz in Grund und Boden. Messi traf und traf, Barca eilte von Sieg zu Sieg und hamsterte Titel. Doch das ist nun vorbei - zumindest sieht es so aus. Meistermacher Josep "Pep" Guardiola ist nicht mehr da, sein ehemaliger Assistent und jetziger Nachfolger Tito Vilanova fehlt aufgrund eines Krebsleidens immer wieder beziehungsweise jetzt schon seit längerer Zeit. Erst in der vergangenen Woche und jetzt am Wochenende musste der spanische FCB zwei bittere Pleiten hinnehmen. Und das ausgerechnet gegen den Erzrivalen Real Madrid. Erst warfen die "Königlichen" den Konkurrenten mit 3:1 aus dem Pokalwettbwerb, dann gewannen Ronaldo und Co. auch noch in der Primera Division mit 2:1 gegen die stolzen Katalanen. Zudem bangen diese in der UEFA Champions League ums Weiterkommen, müssen im Achtelfinal-Rückspiel gegen den AC Mailand einen 0:2-Rückstand aufholen. Es könnte ganz bitter kommen für Lionel Messi und Co. - es sei denn, sie hauen Milan im Camp Nou (doch noch) aus dem Wettbewerb.
Sonntag, 3. März 2013
Von einem, der scheinbar unverwüstlich ist
Er ist - und das gebe ich ohne lange nachzudenken zu - zweifelsohne einer meiner Lieblingsspieler. Einer, der auf dem Platz immer alles gegeben hat, gibt und geben wird. Und das, obwohl er am 29. November 2013 das "biblische Alter" - also für Fußballer - von 40 Jahren erreicht. Gestern absolvierte er sein 1.000 Spiel in der Premier League, ist noch immer eine sichere Bank im Mittelfeld der "Red Devils". Die Rede ist von einem gewissen Ryan Joseph Giggs, dem walischen Nationalspieler von Manchester United. Er gewann mit dem englischen Traditionsklub alles, was es zu gewinnen gibt und gab. Er prägte und prägt ganze Jahrzehnte, ist in der Elf von "Sir" Alex Ferguson der älteste Feldspieler - und das mit Abstand. So mancher Kollege von Giggs, der zunächst Wilson hieß, aber den Namen des Vaters mit 17 Jahren ablegte, könnte sein eigener Sohn sein. Ja, so lange ist er schon aktiv. Sein erstes Spiel in der englischen Elite-Liga machte er 1993, war in seiner gesamten Karriere nie richtig schwer verletzt. Er trinkt nicht, raucht nicht, ernährt sich gesund und gilt als absoluter Musterprofi. Lediglich mit seiner Frau - oder den Frauen - lief nicht immer alles super. Aber - und das sage ich hier noch einmal - das ist seine Privatsache. Ich ziehe meinen Hut vor dem Fußballer Giggs, der bei Olympia 2012 in London die britische Auswahl als Kapitän aufs Feld führte. Ich hoffe, dass er noch lange gesund bleibt und - warum nicht - einfach noch weitermacht. Achja, das Spiel gestern wurde übrigens klar mit 4:0 gewonnen.
Freitag, 1. März 2013
Die ganz große Revolution wird wohl ausbleiben
Einen Tag vor dem Pokalkracher gegen Dortmund haben sie es getan. Sie haben sich miteinander getroffen - eigentlich streng geheim. Und doch ist es - oh Wunder - ans Tageslicht gekommen. Welch Überraschung, wenn man sich mitten in der Innenstadt von Zürich verabredet. Er kam mit dem Flieger aus New York, sie kamen mir dem Flugzeug aus München. Und dann saßen sie am Dienstagnachmittag in einem Hotel zusammen und plauderten über ein paar grundsätzliche Dinge zur neuen Saison. Anscheinend wurde auch über die Personalie "Robert Lewandowski" gesprochen, der - davon kann man fast sicher ausgehen - spätestens an 1. Juli 2014 das rote Leibchen des deutschen Rekordmeisters überstreift. Josep "Pep" Guardiola hielt sich ziemlich bedeckt, nickte die Vorschläge von Karl-Heinz Rummenigge und Matthias Sammer brav ab. Es scheint, als wäre der so Hochgelobte einfach nur stolz und glücklich, ab 1. Juli 2013 den FC Bayern München in der 1. Fußball-Bundesliga sowie international trainieren zu dürfen. Drei Assistenten will und wird der Wahl-Amerikaner an die Säbener Straße mitbringen, das Vorbereitungsprogramm sowie der Trainingsauftakt stehen. Ob es (neben Lewandowski) weitere Verstärkungen gibt, ist noch unklar. Aber es könnte gut sein, schließlich wollen die Bayern auch im kommenden Jahr der Konkurrenz keine Chance lassen. Und das mit ihrer ganz eigenen Spielphilosophie, die zwar der von Borussia Dortmund ähnelt, aber sicher nicht deckungsgleich ist. Das kann alleine schon von den unterschiedlichen Spielertypen - die beide Klubs haben - gar nicht sein beziehungsweise hinhauen. Sorry, lieber Kloppo, da liegst Du ausnahmsweise mal falsch!
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