Freitag, 11. Januar 2013

Wenn sich die "Löwen" gegenseitig zerfleischen

Mit den reichen Investoren ist das immer so eine Sache. Sie helfen einem verschuldeten Profiklub gerne unter die Arme, schießen hier und da ein paar Millionen zu. Aber - und da liegt der Hase im Pfeffer - "Wer das Geld bringt, der möchte auch mitreden (dürfen)!". So auch beim TSV 1860 München, dem Traditionsklub aus der bayerischen Landeshauptstadt. Da liefern sich der jordanische Geschäftsmann Hasan Ismaik und 1860-Präsident Dieter Schneider seit Wochen einen erbitternden Machtkampf. Und das, obwohl beide nicht (mehr) ohne einander können. "Ich will mit 1860 Erfolge feiern und Schneider doch auch. Deshalb werde ich auch weiterhin die Zusammenarbeit mit ihm versuchen", sagte Ismaik jetzt. Und das, obwohl er schon mindestens zehn Mal wieder abspringen wollte. Dabei wollte der wohlhabende Mann den "Löwen" wieder Bissfestigkeit verleihen, der Wiederaufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga ist und bleibt das ganz große Ziel. Zudem träumt der Investor bereits vom internationalen Geschäft, will bis 2015 mit "Sechzig" in die UEFA Champions League einziehen. Wir dürfen gespannt sein und sind es auch. Schließlich haben wir aus dem Kraichgau ähnliche Töne gehört - damals nach dem Aufstieg im Jahre 2008. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, die unter ganz anderen Vorzeichen stattgefunden hat und abgelaufen ist. Freuen wir uns lieber für Borussia Dortmund, dass Nuri Sahin zum BVB zurückkehrt. Und das für viel weniger Geld, als es Hasan Ismaik bisher schon verbrannt hat.

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