Dienstag, 25. Mai 2021

Der Wunschkandidat hat seinen Vertrag unterschrieben

Was seit Wochen nur noch reine Formsache war, hat der Deutsche Fußballbund (DFB) am Dienstagvormittag nun offiziell bestätigt: Hans-Dieter Flick neuer Bundestrainer und nach der am 11. Juni beginnenden Europameisterschaft auf den langjährigen Übungsleiter Joachim Löw folgen. Flick, der mit dem FC Bayern in den vergangenen beiden Spielzeiten sieben Titel einheimste, muss mit dem DFB-Team nach dem EM-Turnier zunächst noch die WM-Qualifikation für das Turnier 2022 in Katar schaffen. Der 56-jährige Erfolgscoach, der 2014 mit Deutschland bei den Titelkämpfen in Brasilien als Assistent von Löw Weltmeister wurde, galt als absoluter Wunschkandidat des Verbandes und wollte, nachdem der Rücktritt von Löw offiziell geworden ist, die Bayern unbedingt verlassen, um dieses Amt antreten zu können. Eigentlich wäre Flick noch bis 30. Juni 2023 an den deutschen Rekordmeister gebunden gewesen. Doch man einigte sich auf eine Vertragsauflösung, sodass Flick „frei“ war und Julian Nagelsmann aus Leipzig an die Isar kommt. Für ihn hatten die Bayern bekanntlich eine Millionenablöse nach Sachsen überwiesen.

Montag, 10. Mai 2021

Die 31. Deutsche Meisterschaft ist unter Dach und Fach!

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich gegebenenfalls an dieser Stelle wiederhole, weil es einen solchen Post seit ein paar Jahren zu dieser Zeit immer wieder gibt, muss man einfach immer wieder vor dieser Leistung den Hut ziehen. Denn der FC Bayern München steht seit Samstagabend zum 31. Mal als Deutscher Fußball-Meister fest. Der 30. Titel seit Einführung der Bundesliga und die neunte Schale in Folge - und das eben auch völlig zurecht. Denn es ist nicht nur die Kaderstärke und die unglaubliche Treffsicherheit von Robert Lewandowski, die dem FC Bayern den nächsten Titelgewinn beschert hat. Sondern eben auch die Tatsache, dass die Konkurrenz im Fußball-Oberhaus traditionell dann schwächelt, wenn die Bayern mal einen nicht ganz so guten Tag erwischt haben. Dieser Umstand spielt dem Rekordmeister eben auch in die Karten - na klar. Und das erst recht in dieser zweiten Corona-Spielzeit und in Saison eins nach diesen sechs Pokalen auf nationaler und internationaler Ebene. Schon heute sei an dieser Stelle gesagt, dass mit dem FC Bayern München auch in der Spielzeit 2021 / 2022 zu rechnen sein wird. Erst recht, weil die dann von Noch-Leipzig-Coach Julian Nagelsmann trainierte Mannschaft das erste Team in Europas stärksten Ligen sein kann, das zehn Meisterschaften in Serie eingefahren hat. Schade für die Konkurrenz, aber gut für den Klassenprimus, der eben auch da ist, wenn's drauf ankommt. Warum sollte Bayern diesen Vorteil auch nicht (aus)nutzen können?!

Montag, 3. Mai 2021

Eine Entwicklung, mit der längst zu rechnen gewesen ist...

Dass sich im Profi-Fußball nicht nur Spieler von heute auf morgen zu einem Wechsel entscheiden und sich - falls es nicht anders geht - eben dann aus ihren Verträgen rauskaufen lassen oder diese auflösen möchten, ist keine Neuigkeit und erst recht längst keine Seltenheit mehr. Nein, diese Entwicklung gehört zu diesem Geschäft wie die Eckfahnen, das Tornetz oder eben das Spielgerät, die runde Plastikkugel, selbst. So etwas hat es schon immer gegeben und wird es auch in Zukunft immer wieder geben. Und - ja, so sehe ich das - es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis dieses Prozedere auch für Trainer und Manager angewendet wird. Über die derzeit kommunizierten Summen kann man sicherlich streiten - aber das macht man bei den Kickern aus aller Welt ja auch. Wirklich bewerten oder bemessen kann man diese Millionensummen ohnehin nicht. Aber: Sofern ein Verein das Geld hat oder bereit ist, es auszugeben, macht das Ganze schon irgendwo Sinn. Wenn man von einer Idee - oder in dem Fall von einem Coach - richtig überzeugt ist, dann kann das auch teuer sein oder werden. So läuft das nunmal in der Wirtschaft. Denn die Profivereine sind hier nicht als Klub anzusehen, sondern als Konzern. Und da zahlt man für Nagelmann, Hütter oder Rose eben das, was der abgebende Verein ausruft. Geld regiert bekanntlich nicht nur die Welt, sondern auch den Fußball! Das sollte man zeitnah so akzeptieren.

Montag, 19. April 2021

Ein "Alleingang", der alles andere als überraschend ist!

Dass Hans-Dieter Flick nach den vergangenen Wochen und Monaten seinen bis 30. Juni 2023 laufenden Vertrag beim deutschen Rekordmeister erfüllen wird, daran hatten wohl nur die kühnsten Optimisten und "Hansi-Fans" geglaubt. Aber daraus wird wohl nichts, weil die Zeichen ganz klar auf vorzeitige Trennung stehen. Und das erst recht, weil der 56-jährige Erfolgscoach seinen Wunsch, vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen, öffentlich vor laufenden TV-Kameras geäußert hat und damit viele Fans, Experten und anscheinend auch die gesamte Vorstandsriege der Bayern überrascht hat. Das ist allerdings so nicht korrekt, denn der Vorstand wusste nach dem Ausscheiden in der Champions League nach dem Rückflug aus Paris Bescheid - zumindest Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Kahn. Der Sport-Vorstand wusste wohl von nichts, aber Hasan Salihamidzic ist auch nicht derjenige, den der Trainer zuerst informieren sollte, obwohl das "Brazzo" wohl gerne so gehabt hätte. Doch es kam anders, weil sich die beiden nicht grün sind und wohl noch nie waren, was aber auch nicht verwunderlich ist, wenn man sich den Kader anschaut, mit dem Flick ins Unternehmen Triple-Verteidigung geschickt wurde. Wenn es beim "FC Hollywood" so weiterläuft, wird auch noch die Meisterschaft vergeigt - und das auch, weil das Team zu 100 Prozent hinter Flick steht. Dies wurde nicht erst in Wolfsburg ziemlich klar gemacht.

Donnerstag, 8. April 2021

Bayern und Dortmund stehen mit dem Rücken zur Wand

 Nun, da kam schon richtig viel zusammen aus deutscher Sicht in den Viertelfinal-Hinspielen aus Sicht der beiden deutschen Vertreter. Denn sowohl die Borussia aus Dortmund als auch der FC Bayern München hätten sich für die Rückspiele in der kommenden Woche eine deutlich bessere Ausgangsposition erarbeiten können - nein, sogar müssen. Während der BVB mit 1:2 gegen Manchester City unterlag, verlor der FC Bayern - erstmals seit 2019 - wieder einmal ein Spiel in der UEFA Champions League und musste Paris St. Germain mit einem 3:2-Erfolg aus München verabschieden. Das ist bitter und tut ziemlich weh. Und das auch, weil Schwarz-Gelb ein klares Tor aberkannt wurde und man nach dem 1:1-Ausgleich eine richtig gute Phase hatte. Und die Bayern? Nun, die würden wahrscheinlich jetzt noch immer aufs Tor von PSG zielen, aber an sich selbst oder Navas scheitern. Zudem ließ die Defensivleistung doch sehr zu wünschen übrig bei der Neuauflage des 2020er-Endspiels. Dennoch glaube ich fest daran, dass für beide Klubs das Halbfinale noch nicht erledigt ist - falls man etwas mutiger agiert und an ein paar Stellschrauben dreht. Denn so überlegen war City nun auch nicht gewesen, wie von vielen erwartet! Und der FC Bayern? Der muss im Rückspiel eigentlich "nur" treffen - und das eben zweimal mehr als Mbappe und Co. - nicht unmöglich! Chancen waren gestern und werden auch am Dienstag genug da sein.