Die letzten vier Begegnungen in der 1. Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund hat allesamt der Meister gewonnen, einzig im DFL-Supercup hatten die Bayern beim knappen 2:1-Erfolg die Nase vorne gehabt. Und morgen? Hm, da dürfen wir echt alle gespannt sein. "Wir haben einen Plan", sagte Matthias Sammer, FCB-Sportdirektor und Ex-Abwehrchef des BVB, unter der Woche. Ok, das klingt nach bajuwarischem Selbstvertrauen pur. "Wir fahren trotzdem mal hin", konterte Jürgen Klopp, Coach des Meisters aus Westfalen gestern. Sehr schön, so wollen wir das hören. Keine Beschimpfungen und Beleidigungen, sondern gesunde Worte einer fairen sportlichen Rivalität. Klingt gut, so darf es morgen Abend ab 18.30 Uhr auch zugehen - und zwar auf dem Rasen der Münchner Allianz Arena. 71.000 Zuschauer werden erwartet, das Spitzenspiel ist seit Wochen restlos ausverkauft. Derzeit haben die wiedererstarkten Gastgeber allerdings richtig viel Vorsprung, elf Zähler sind es bereits und die Herbstmeisterschaft ist eingetütet. Aber - und das freut mich - beide Teams werden morgen Vollgas spielen. Und zwar jeweils mit der bestmöglichen Aufstellung. Es geht um viel, es geht um die Vormachtstellung in der Bundesrepublik. Ich wünsche mir eine Partie mit möglichst vielen schönen Aktionen - egal, auf welcher Seite. Das wäre für alle Fans was!
Freitag, 30. November 2012
Mittwoch, 28. November 2012
Der erste "Titel" ist vorzeitig eingefahren
So, das war es also - zumindest, wenn es nach einigen so genannten Experten geht. Die Bayern sind also jetzt schon Herbstmeister - und das vorzeitig. Dieses Mal schlug der deutsche Rekordmeister den SC Freiburg mit 2:0, während die Konkurrenz aus Dortmund und von Schalke patzte. Zwar hatte der FC Bayern München auch etwas Glück, vielleicht hätten die Breisgauer einen Elfmeter kriegen können oder müssen. Aber es kam eben anders, wie eben so oft im Leben (der Sportler). So überstanden die Stars von der Isar den November schadlos - im Vorjahr hatten sie in der tristen Herbstzeit so ihre Schwierigkeiten und ließen einige Punkte liegen. Nun kann also der Winter kommen, die erste Bewährungsprobe zum meteorologischen Winterempfang steigt schon am Samstag, ab 18.30 Uhr. Dann kommen die Borussen aus Dortmund nach München, das kann nur ein richtig gutes Spiel werden. Zuletzt hatte meistens der BVB - wenn man mal den DFL-Supercup ausklammert - stets die Nase vorne. Mal schauen, was dieses Mal so passiert. Gespannt darf man auch auf die weitere Entwicklung im Kraichgau sein, 1899 hatte in der englischen Woche schon wieder verloren. So bleibt Markus Babbel mit seiner Mannschaft aus Hoffenheim im Tabellenkeller - und der 40-jährige Münchner noch im Amt. Am Wochenende kommt der SV Werder Bremen, das Ex-Team seines Kapitäns Tim Wiese. Mal schauen, was passiert. Könnte gut sein, dass es nicht nur einen Verlierer geben wird.
Montag, 26. November 2012
TSG Hoffenheim: 18 Spieler und 99 Probleme?
Hm, wo soll das noch hinführen? Aktuell liegt die TSG 1899 Hoffenheim in der 1. Fußball-Bundesliga lediglich auf Tabellenrang 16. Eigentlich hatten die Kraichgauer das internationale Geschäft als Ziel ausgegeben, einige träumten sogar von der Teilnahme an der UEFA Champions League. Dazu wurde mit dem Ex-Herthaner Markus Babbel ein gestandener Trainer verpflichtet, in Torwart Tim Wiese und Erin Derdiyok zwei schillernde Namen der Szene gekauft. Beide hinken ihren Vorschusslorbeeren allerdings hinterher, beim Ex-Bremer Wiese sind auch immer wieder Verletzungen im Spiel. Aber - und das verwundert etwas - die anderen Kicker verstecken sich hinter ihrem Kapitän, krempeln nicht selbst die Ärmel hoch. Eine zu sorglose Gangart in der Abwehr und Schwächen im Aufbauspiel sind die fatale Folge. Es scheint, als sei jeder Kicker viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Ich sehe keine Einheit, keine Mannschaft auf dem Platz. Da kann auch Coach Babbel nichts für, auch wenn er letztlich verantwortlich ist. Schade, dass das eben die Mechanismen im Profigeschäft sind. Ich denke, dass der 40-jährige Bayer bald gehen muss. Aber mal ganz ehrlich: Wer soll es denn sonst machen? Anspruch und Wirklichkeit klaffen im Kraichgau (zu) weit auseinander. Die Kicker müssen sich hinterfragen und mehr tun - nicht der Trainer, der die Jungs Woche für Woche gut einstellt. So sagte es zumindest Kevin Volland gestern Abend im SWR-Fernsehen. Na also, dann reißt Euch zusammen und setzt es endlich um!
Sonntag, 25. November 2012
Es sieht langsam nach dem erwarteten Duell aus
So, Freunde der runden Plastikkugel, die manchmal auch platzen kann. Schöne Grüße an Mario Gomez an dieser Stelle. Apropos Gomez. Der Bayern-Torjäger ist zurück - und wie. Mit seinem ersten beziehungsweise dem zweiten Ballkontakt in der aktuellen Bundesliga-Saison machte der 27-jährige Angreifer das 5:0, das gleichbedeutend mit dem Endstand war. Aber nicht etwa in einem Testspiel gegen einen unterklassigen Gegner, sondern gegen Hannover 96, die vor der Saison zu meinen Geheimfavoriten für die Champions League-Plätze galten. Aber gut, die Spielzeit ist noch lange, auch wenn Coach Mirko Slomka gestern bei dem Resultat graue Haare bekommen hätte - schließlich hat er sie ja schon. Ein paar graue Haare hat auch BVB-Coach Jürgen "Kloppo" Klopp, zumindest im Bart. Weitere werden eher nicht hinzukommen, vor allem bei der aktuellen Leistung seiner Mannschaft. Es scheint, als komme es wieder zum großen Duell um die Salatschüssel zwischen dem FC Bayern München und den Dortmunder Borussen. Am kommenden Wochenende treffen beide Teams aufeinander - ich bin sehr gespannt. Eine Prognose zu wagen, ist aber zu riskant und zu früh. Schließlich müssen die beiden Rivalen unter der Woche ran. "Schwarz-Gelb" empfängt die Fortunen aus Düsseldorf, die Heynckes-Elf muss am Folgetag beim SC Freiburg antreten. Da gab es im Vorjahr ein glückliches 0:0 für den Rekordmeister. Und das genau in der Phase, als der Meister ohenhin Punkte gut machte. Mal schauen, ob es vor dem Topspiel am Samstag noch immer neun Zähler Vorsprung auf Borussia Dortmund sind.
Freitag, 23. November 2012
Die europäischen Festwochen der Deutschen gehen weiter
"Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön, sowas hat man lange nicht geseh'n, so schön, so schön!" Ja, dieses Liedchen möchte, kann und darf man getrost trällern, wenn man an die Leistungen der deutschen Vereine auf internationalem Parkett denkt. Einzig der VfB Stuttgart muss nachsitzen, trotz des 5:1-Kantersieges bei Steaua Bukarest. Gut, für den einen oder anderen Klub geht es noch darum, sogar Erster zu werden oder Gruppenzweiter zu bleiben. Aber da wollen wir mit Freude drüber hinweg sehen. Und das auch, obwohl uns die Bayern, Hannover 96 und Bayer 04 Leverkusen schon ein wenig enttäuschten. Die einen hängen trotz Überzahl mental etwas durch, die anderen schonten im Gefühl des sicheren Weiterkommens Kraft und der dritte Klub im Bunde schickte die Abteilung "Jugend forscht" auf den Rasen. Nun, es hat ja irgendwie gereicht - auch in der UEFA Champions League. Seit acht Jahren haben es keine drei deutschen Vertreter mehr gemeinsam ins Achtelfinale geschafft, manche trauen den im Vorjahr so gebeutelten Borussen aus Dortmund sogar den Titelgewinn zu. Warum nicht? Alles ist möglich - vor allem im Sport. Und wenn ich sehe, dass es die Genannten ohne fiese Tricks (Gruß an Adriano!) geschafft haben und hoffentlich schaffen werden, dann können wir unsere gute DFB-Nachwuchsarbeit und den genau kalkulierten Geschäftssinn der Verantwortlichen nur loben. Weiter so, liebe Bundesliga - bald wollen mehr (nahmhafte) Stars in der Bundesrepublik gegen den Ball treten. Bitte Applaus dafür!
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