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Dienstag, 13. Dezember 2016

Wenn sich die Ereignisse kurzerhand überschlagen!

Liebe Sportsfreunde, ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll. Wie ihr sicherlich schon bemerkt habt, habe ich mich hier in den vergangenen Wochen und Monaten ziemlich rar gemacht. Es gab eben immer andere Texte und Tätigkeiten, die gegenüber dieses Blogs Vorrang genossen haben. Nun, heute möchte ich mal wieder meinen Senf dazu geben. Und - na klar - ich fange im deutschen Fußball-Oberhaus an. Dort sind die Bayern aus München dank der bayrischen Schützenhilfe aus Ingolstadt an die Tabellenspitze zurückgekehrt. Nebenbei hat auch der BVB in Köln Federn gelassen, sodass die Weihnachtsfeier an der Isar von Samstag auf Sonntag ziemlich stimmungsvoll gewesen sein dürfte. Gestern wurden dann die Gegner für unsere Bundesligisten auf internationalem Parkett zugelost. Ich denke, dass Bayer 04 das schwerste Los in der UEFA Champions League erwischt hat, wenn die Werkself Mitte Februar gegen Altletico Madrid antreten muss. Machbarer scheint mir da schon die Aufgabe für Dortmund zu  sein. Die Borussia bekam Benfica Lissabon zugelost, während der FC Bayern mal wieder auf den FC Arsenal aus London trifft. Es hätte auch hier - vom Namen her - noch dicker kommen können. In der UEFA Europa League duelliert sich Schalke mit Saloniki, während die Gladbacher Fohlen gegen Florenz auflaufen. Was ist sonst noch so passiert? Nun, Klaus Allofs, Dietmar Beiersdorfer und Norbert Meier wurden entlassen, Cristiano Ronaldo ist mal wieder Weltfußballer geworden. Spannend ist dann doch etwas anderes, wie beispielsweise der Nachfolger von Beiersdorfer beim HSV. Es ist Heribert Bruchhagen, der in Hamburg von 1992 bis 1995 schon einmal in der Verantwortung war. Und: Wer macht es bei den Wölfen? Ich tippe ja auf Jens Todt oder Matthias Sammer. 

Mittwoch, 20. Juli 2016

Das große Wiedersehen mit Josep "Pep" Guardiola!

"Man sieht sich immer zweimal im Leben" heißt ein sehr bekanntes Sprichwort. Und in diesem Fall ging es schneller, als es sich so mancher vielleicht ausgemalt hat. Denn Josep "Pep" Guardiola - bis 30. Juni diesen Jahres noch Trainer beim FC Bayern München - kehrt bereits heute in die Allianz Arena zurück. Und, ja richtig, als Coach. Alerdings betreut der charismatische Katalane seit 1. Juli das Team von Manchester City. Die "Citizens" sind am Abend im Rahmen eines Testspiels im Münchner Norden zu Gast (20.30 Uhr, ZDF). Mal schauen, welche Stars auf beiden Seiten (überhaupt) zum Einsatz kommen?! Denn insbesondere bei den Hausherren aus der Säbener Straße fehlen noch zahlreiche EM-Fahrer. Dennoch darf man sich auf dieses Kräftemessen sehr freuen - auch das (taktische) Duell zwischen dem stoisch in sich ruhendem Carlo Ancelotti - der die Bayern nun betreut - und dem mitunter hysterisch vor sich hinzappelnden Pep Guardiola dürfte interessant zu beobachten sein. Und dann bahnt sich in der bayrischen Landeshauptstadt ja noch eine spektukuläre Rückkehr an. Denn Uli Hoeneß - ehamaliger Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender - könnte beim deutschen Rekordmeister in naher Zukunft die Aufgaben des zurückgetretenen Matthias Sammer übernehmen. Mal schauen, was so kommt!

Montag, 11. Juli 2016

Den Franzosen ergeht es wie Deutschland - Portugal jubelt!

Das ist Fußball, oder? In der Nacht zu Freitag und am späten Donnerstagabend haben sich viele gefragt, wie und warum "Die Mannschaft" bei der Fußball-Europameisterschaft im Nachbarland eigentlich verloren hat. Viel Ballbesitz und noch mehr Druck - die Deutschen schnürten Frankreich über 75 Minuten lang ein und unterlagen am Ende dennoch mit 0:2. Ja, so kann's gehen. Diese Partie war - wir wissen es alle (noch) - das Halbfinale bei dieser EM. Nun, gestern im Endspiel dürften die Franzosen ähnliche Gefühle in sich getragen haben im Stade de France. Denn die Hausherren waren in diesem Finale öfter am Ball, taten mehr in der Offensive und hatten zahlreiche gute Chancen. Außerdem musste der wahrscheinlich gefährlichste Portugiese, Cristiano Ronaldo, bereits in der 25. Minute mit einer Verletzung am linken Knie runter. Es flossen bittere Tränen beim Superstar, der von Dimitri Payet bereits in der 8. Minute ziemlich unsanft angegangen worden war. Nach dem Abpfiff heulten die Kicker aus Portugal erneut - dieses Mal allerdings vor Freude. Denn sie hatten durch das goldene Tor von Eder mit 1:0 n.V. gewonnen und feierten ihren ersten EM-Titel ausgelassen. Und die "Grande Nation"? Die wusste gar nicht, warum sie nach über 120 Minuten ohne den silbernen Pokal vom Feld ging. Das ist Fußball! Rüber in die Bundesrepublik: Während Matthias Sammer den FC Bayern München auf eigenen Wunsch verlassen hat, tritt der neue Coach - Carlo Ancelotti - an der "Säbener" seinen Dienst an.

Montag, 16. März 2015

Wenn auf harte Worte keine oder auch große Taten folgen!

Da haben es sich die Herren Eichin und Sammer ganz schön gegeben - also im Vorfeld. Zum Glück erfolgte die Auseinandersetzung zwischen dem Geschäftsführer Profifußball des SV Werder Bremen und des Sportvorstands des FC Bayern nur verbal. Auch wenn sich beide Jungs aus meiner Sicht im Ton vergriffen haben. Wer da nun was an den Kopf gekriegt hat, geht niemanden etwas an. Aber: Thomas Eichin hat in der Sache Recht, dass sich Franck Ribery in seiner Bundesliga-Laufbahn schon einige Male daneben benommen hat. Und das, ohne eine dafür fällige Rote Karte kassiert zu haben. Da lasse ich es auch nicht gelten, dass der Ballkünstler aus dem Nachbarland zuvor oft getreten und abgegrätscht wird. Aggressiv und furchtlos wollten die Nordlichter gegen den Rekordmeister zu Werke gehen. Doch daraus wurde nichts, weil die Offensivabteilung der Bayern in der Chancenauswertung derzeit überragend ist. Da hätte auch ein Elfer für Bremen nicht viel am 4:0-Endstand geändert. Auch sonst standen die Unparteiischen wieder oft im Mittelpunkt. Viel zu oft aus meiner Sicht. Und: Für den SC Freiburg und den VfB aus Stuttgart wird es langsam immer enger. Dafür läuft's bei Gladbach und Bayer 04 umso besser!

Donnerstag, 20. November 2014

Uli Hoeneß kehrt als Freigänger zum FC Bayern zurück!

Was schon länger als Idee im Raum stand, ist nun eine konkrete Sache beziehungsweise - es sieht ganz danach aus. Uli Hoeneß kehrt zu seinem Lebenswerk, dem FC Bayern München zurück - und zwar als Freigänger ab Januar 2015. Dann soll der langjährige Manager und Ex-Präsident des deutschen Rekordmeisters im Nachwuchsleistungszentrum der "Roten" aus der Säbener Straße tagsüber arbeiten. "Es war sein eigener Wunsch, im Nachwuchsbereich zu arbeiten. Das heißt, er wird einen Anstellungsvertrag mit der FC Bayern München AG unterzeichnen", sagte Nachfolger Karl Hopfner, der dem Klub von der Isar aktuell als Präsident vorsteht. "Ich glaube, das ist für ihn eine unwahrscheinliche Erlösung, wenn er hier wieder in einen anderen Rhythmus reinkommt." Damit kehrt der 62-jährige Familienvater, der aktuell eine Haftstrafe wegen Steuerbetrugs in der JVA Landsberg verbüßt, gerade einmal acht Monate nach Antritt der Strafe zu seiner großen Liebe - also in sportlicher Hinsicht - zurück. Mal schauen, wie das funktioniert - und von allen Beteiligtten angenommen wird. Schon jetzt gibt's einiges an Kritik. Was ganz anderes: Glückwunsch an Matthias Sammer zur Vertragsverlängerung bis 2018 und gute Besserung an Philipp Lahm! Mal schauen, wer den Kapitän auf dem Feld vertreten darf.

Mittwoch, 7. August 2013

Steigt der bisherige Assitent etwa zum Sportdirektor auf?

"Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!" heißt ein sehr bekanntes deutsches Sprichwort. Und tatsächlich: Beim Deutschen Fußball-Bund - dem DFB - in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise könnten sie sich in diesen Tagen daran erinnern. Denn Präsident Wolfgang Niersbach und Co. suchen einen Nachfolger für Robin Dutt als DFB-Sportdirektor. Denn Dutt, der das Amt erst vor knapp einem Jahr vom heutigen Sportvorstand des FC Bayern München - Matthias Sammer - übernommen hatte, bat im Juni um Vertragsauflösung. Dutt ist heute wieder Coach, versucht sein Glück gerade beim SV Werder Bremen. Wer soll es also machen und wann? Bevor man nun noch monatelang sucht und eventuell gar nicht erst fündig wird, liebäugelt man am Main mit einer internen Lösung. Hans "Hansi" Flick soll es also machen. Der Mann, der seit 2006 Assistent von Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw ist. Der würde seiner rechten Hand im Fall der Fälle keine Steine in den Weg legen. Das verriet Löw bei seinem heutigen Besuch an der Säbener Straße, als er sich mit seinem Kollegen des FC Bayern München - Josep "Pep Guardiola - austauschte. Und auch ich fände diese mögliche Besetzung nicht verkehrt. Schließlich kennt sich Flick beim DFB und innerhalb seiner Strukturen bestens aus, arbeitete auch schon als Jugendkoordinator und Scout. Und bei der TSG Hoffenheim zog er zudem für viele Talente hoch.

Donnerstag, 28. März 2013

Von einem, der immer Tacheles redet

Ja, so ist er eben, der gute Matthias Sammer. Der Sportvorstand des FC Bayern München denkt immer nur ans nächste Spiel, will trotz des komfortablen Vorsprungs in der 1. Fußball-Bundesliga vom Titel nichts wissen. Und das, obwohl sein FC Bayern bei einem Sieg gegen den Hamburger SV mit gleichzeitiger Schützenhilfe des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund zum 23. Mal die Schale als "Deutscher Meister" holen kann. "Unsere Aufgabe ist, gegen den HSV zu gewinnen. Aber danach haben wir nur 72 Stunden Zeit, bis Juve kommt", sagt Sammer, der einst selbst über dem Brenner gegen den Ball getreten hat. Der Deutsche Meister von 2002 war für Inter Mailand aktiv, kennt den italienischen Fußball richtig gut. Er weiß, um die Schwere der Aufgabe gegen die "alte Dame". Doch wissen das seine Spieler auch? Ich bin gespannt, ob sie im Falle des vorzeitigen Titelgewinns am Dienstag in der heimischen Allianz Arena ebenso hungrig sind, wie es der gebürtige Dresdner ist. Er legt nach: "Die Botschaft lautet: Unser eigener Qualitäts-Anspruch muss wieder im Mittelpunkt stehen. Zuletzt waren unsere Leistungen zu unbeständig", analysiert Sammer. "Die Ergebnisse waren gut, außer gegen Arsenal. Man kann nicht eine ganze Saison immer auf einem Top-Level spielen, das ist menschlich. Aber seit dem Pokal-Viertelfinale gegen Dortmund haben zwei bis drei Prozent gefehlt von dem Spiel, das uns bis dahin ausgezeichnet hatte", erklärte er der BILD. Genau diese zwei, drei Prozent könnten gegen Juventus Turin entscheidend sein. Also, liebe Bayern - bitte hört besser auf Euren Boss!

Freitag, 30. November 2012

Können die Bayern die Negativserie stoppen?

Die letzten vier Begegnungen in der 1. Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund hat allesamt der Meister gewonnen, einzig im DFL-Supercup hatten die Bayern beim knappen 2:1-Erfolg die Nase vorne gehabt. Und morgen? Hm, da dürfen wir echt alle gespannt sein. "Wir haben einen Plan", sagte Matthias Sammer, FCB-Sportdirektor und Ex-Abwehrchef des BVB, unter der Woche. Ok, das klingt nach bajuwarischem Selbstvertrauen pur. "Wir fahren trotzdem mal hin", konterte Jürgen Klopp, Coach des Meisters aus Westfalen gestern. Sehr schön, so wollen wir das hören. Keine Beschimpfungen und Beleidigungen, sondern gesunde Worte einer fairen sportlichen Rivalität. Klingt gut, so darf es morgen Abend ab 18.30 Uhr auch zugehen - und zwar auf dem Rasen der Münchner Allianz Arena. 71.000 Zuschauer werden erwartet, das Spitzenspiel ist seit Wochen restlos ausverkauft. Derzeit haben die wiedererstarkten Gastgeber allerdings richtig viel Vorsprung, elf Zähler sind es bereits und die Herbstmeisterschaft ist eingetütet. Aber - und das freut mich - beide Teams werden morgen Vollgas spielen. Und zwar jeweils mit der bestmöglichen Aufstellung. Es geht um viel, es geht um die Vormachtstellung in der Bundesrepublik. Ich wünsche mir eine Partie mit möglichst vielen schönen Aktionen - egal, auf welcher Seite. Das wäre für alle Fans was!

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Ein peinlicher Auftritt, der einige Fragen aufwirft

Ja, es war peinlich - phasenweise konnte man sich das einfach nicht mehr mit ansehen. Und schon sind wir alle - aber auch wirklich alle - auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Gut und besser so. Denn das, was der FC Bayern München in Weißrussland gezeigt hat, war nicht wirklich toller Sport. Was nutzte der ganze Ballbesitz, die technische Überlegenheit und die besten Chancen? Nichts, denn gewonnen hat Bate Borissow. Und das völlig verdient und deutlich mit 3:1. Gut, vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn Toni Kroos das Tor getroffen hätte. Nun, das hat er aber nicht - Pech für die Bayern. Aber sie müssen und sollten so ehrlich sein, dass sie alle unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Da darf man auch mal deutliche Worte finden - und das auch öffentlich. Ich finde es gut, dass Matthias Sammer die Leistung seiner Mannschaft kritisiert - gut so, das darf ein Sportvorstand auch. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum FCB-Coach Jupp Heynckes diese Vorgehensweise kritisiert. So kann und darf sich ein "Global Player (Zitat Präsident Uli Hoeneß) im tiefsten Weißrussland einfach nicht präsentieren. Es war einfach kein Aufbäumen zu sehen, kein "Mia san mir" oder ein "Jetzt erst recht!". Nein, eine solche Haltung ließen die Bayern vermissen. Und das, obwohl sie doch derzeit so gut drauf sind. Sind sie eben nicht, denn sie nahmen den Gegner in Minsk einfach nicht wernst genug - sollten sie aber, egal wie er heißt! Hoffentlich verstehen sie das mal, die "Super-Bayern".

Montag, 1. Oktober 2012

Einer, wie ihn sich die Bayern gewünscht haben

Ja, so wollten sie das haben. Da eilen sie von Sieg zu Sieg und es gibt trotzdem einen, der damit so seine Schwierigkeiten hat. Mit "sie" meine ich den FC Bayern München, der in der 1. Fußball-Bundesliga sechs "Dreier" in den ersten sechs Begegnungen eingefahren hat. Damit führen die Bayern die Tabelle souverän an, es läuft alles nach Plan beim deutschen Rekordmeister. Alles? Hm, nicht so ganz. Denn vor allem der Sportvorstand ist noch nicht glücklich, machte seiner Unzufriedenheit Luft. "Wir haben jetzt sechsmal hintereinander gewonnen, aber dafür gibt es am Ende keine Auszeichnung", sagte Matthias Sammer nach dem - so ehrlich muss man sein - mühevollen 2:0-Erfolg beim SV Werder Bremen. Und weiter: "Ich muss aufpassen, dass die Schultern nicht runterhängen, auf die im Moment so viel drauf geklopft wird." Stimmt, da liegt Sammer richtig. Jeder spricht von einem bayerischen Alleingang, rechnet schon mögliche Punktevorsprünge aus. Dabei wissen wir alle - wirklich alle - noch gut genug, wie es im Vorjahr gelaufen ist. Da startete der deutsche Rekordmeister ähnlich beeindruckend, doch am Ende jubelte Borussia Dortmund. Schön, dass der Ex-Borusse mit dem rötlichen Haupthaar das begriffen und nicht vergessen hat. "Wenn wir über das Bild an sich reden bis zum 1:0 und die Leistung an sich, dann haben viele Spieler ihr Potenzial heute nicht abgerufen", führte Matthias Sammer weiter aus. Schön, dass einer realistisch bleibt und erkennt, dass die Bayern noch lange nichts erreicht haben. Noch lange nichts, denn - so abgedroschen es auch klingt "Abgerechnet wird nun einmal am Schluss!" Vorher heißt es: Ball flachhalten und weitermachen - immer weiter!

Freitag, 14. September 2012

Es ist also alles eine Frage der Erziehung, oder wie?

Ja, da hat er sich ganz schön etwas vorgenommen. Er fliegt von hier nach da, ist ganz nah dran und muss sämtliche Nachwuchs-Mannschaften ganz genau beurteilen. Wen ich meine? Die Rede ist von Robin Dutt, dem neuen DFB-Sportdirektor. Auch ich war damals ziemlich überrascht, dass der Ex-Coach des SC Freiburg und von Bayer Leverkusen die Nachfolge von Matthias Sammer übernimmt. Aber ich denke, dass Dutt das kann und in dieser Tätigkeit so richtig aufgehen wird. "Bei den ersten Sitzungen haben wir sehr viele Parallelen festgestellt“, erinnert sich der gebürtige Kölner bei Sport1 an seine erste Begegnung mit Bundestrainer Joachim „Jogi“ Löw. „Wir müssen aber auch differenzieren und eine U-16-Mannschaft beispielweise in ihrer Spielauffassung anders behandeln als die A-Nationalmannschaft. Ziel muss es sein, dass der U-16-Spieler zum A-Nationalspieler ausgebildet wird.“ Das stimmt, so sollten wir die Sache angehen. In Spanien und den Niederlanden trägt diese Herangehensweise mehr oder weniger große Früchte. Doch man braucht – und da sind wir uns wohl alle einig – die richtigen Spielertypen für. Und schon sind wir bei dem Thema der vergangenen Wochen, Stichwort „Führungsspieler“. Die haben wir – und da bin ich anderer Meinung als manch anderer – noch immer, aber der Begriff und der Typus an sich haben sich verändert. „Die Erziehung im Elternhaus ist eine andere als die vor 20 Jahren. Damals wurde häufig noch sehr autoritär, heute wird eher kooperativ erzogen“, betont der DFB-Sportdirektor. Stimmt, gebe ich ihm Recht. Ein Philipp Lahm und ein Stefan Effenberg hätten nie Brüder sein können, oder so. Da hätte es ordentlich gekracht. Aber ein bisschen lauter dürfte DFB-Kapitän Lahm auf dem Platz schon sein, nicht nur beim Vortragen der Respektsbekundungen. Aber am Ende zählt doch eh immer nur das Ergebnis.

Freitag, 10. August 2012

Wenn sich der Wiese vom Acker machen muss

Warum überrascht mich das nicht? Schon seit Monaten habe ich damit gerechnet und eigentlich nur darauf gewartet, dass es soweit kommt. Jetzt hat er es also getan, der „Bundes-Jogi“. Er sortierte Tim Wiese, den neuen Kapitän der TSG 1899 Hoffenheim aus. Joachim Löw nominierte seine bisherige „Nummer 2“ nicht für das Test-Länderspiel gegen Argentinien (15. August, 20.45 Uhr) mit Superstar Lionel Messi. Sind es rein sportliche Gründe? Eher nicht. Ich denke, dass der 30-jährige Bergisch-Gladbacher dem Bundestrainer nicht (mehr) in den Kram passt. Typen wie Torsten Frings, Michael Ballack und eben der ehemalige Lauterer sind nicht das, was Löw, Co-Trainer Hansi Flick und Teammanager Oliver Bierhoff unter ihren Fittichen haben möchten. Diese Spieler haben ihre eigene Vorstellung, ihren eigenen Kopf und halten nicht immer die Klappe. So etwas erinnert mich an die Schulzeit, bei dem so mancher Lehrer auch lieber den einfacheren Weg gewählt hatte. So mancher „Störenfried“ wurde einfach fallen gelassen, versetzt oder nicht mehr entsprechend gefördert. Schade, dass das beim DFB wohl ähnlich ist. Ohne solche Typen gewinnt man leider keine Pokale. Klar, rein sportlich hat ein Wiese – so ehrlich kann und muss ich sein – gegen Manuel Neuer keine Chance. Aber als Antreiber, Motivator und Sprachrohr sind solche Profis unersetzlich. Wer soll denn bitte jetzt den Lukas Podolski bei Laune halten, der sich ohnehin ab und an selbst im Weg steht? Dass Flick und Torwarttrainer Andreas „Andy“ Köpke extra nach Hoffenheim – gut, Flick wohnt da – reisen, um dem Aussortierten zu erklären, dass er vorerst nur „aus Altersgründen“ nicht berücksichtigt wird, ist völliger Käse. Kahn, Lehmann und auch Köpke erreichten erst mit Mitte, Ende 30 ihren Zenit. Spätestens jetzt sollte uns Fußballfreunden klar sein, warum sich der abgewanderte DFB-Sportdirektor Matthias Sammer dem FC Bayern zugewandt hat. Es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis er und Löw heftig aneinander geraten wären. Es lebe die Wohlfühloase ohne Titel!

Mittwoch, 25. Juli 2012

DFB landet einen echten Überraschungcoup

Nun, liebe Freunde des Spiels mit der runden Plastikkugel. Also, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Der Deutsche-Fußball-Bund (DFB) hat einen neuen Sportdirektor gefunden, die Position des jetzigen Sportvorstandes des FC Bayern München, Mattias Sammer, an der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise 6 ist also wieder besetzt. Doch es ist nicht Frank Wormuth geworden, auch nicht mein Favorit Horst Hrubesch oder Oliver Kahn und schon gar nicht der zuletzt ganz heiß gehandelte Stefan Kuntz. Nein, der neue DFB-Sportdirektor hört auf den Namen Robin Dutt. Überraschend. Dutt ist der Mann, der bei Bayer 04 Leverkusen schlichtweg gescheitert ist. Er war nach sehr guter Arbeit beim SC Freiburg an den Rhein gewechselt, um mit dem Werksklub um den Titel mitzuspielen. Doch der 47-jährige Fußballlehrer musste am 1. April 2012 vorzeitig gehen, Bayer drohte als Vorjahreszweiter das internationale Geschäft zu verpassen. "Ich hatte das Glück, mit vielen großartigen Trainern zu arbeiten. Jetzt ist Robin Dutt da", sagte ein gewisser Michael Ballack einst. Nicht gerade die feine englische Art. Aber - und so ehrlich möchte ich sein - das mit Robin Dutt "Für Deutschland" kann funktionieren. Es kann mit jungen und hungrigen Talenten, hatte in Südbaden ein Auge und ein Näschen dafür. Warum also nicht auch in den Jugendauswahlen eines der größten Sportverbände der Welt. "Für mich habe ich festgelegt, dass es nicht sofort weitergehen muss. Ich kann auch viele andere schöne Dinge tun", sagte der frisch verpflichtete gebürtige Kölner vor ein paar Wochen noch. Und wieder ist bewiesen, dass der Profifußball ein echtes Tagesgeschäft ist und die gestrigen Worte morgen unbedeutend sind. Und deshalb: "Carpe diem - nutze den Tag!" lieber Robin. Viel Erfolg!

Sonntag, 22. Juli 2012

Vorortreportage: Die Ruhe vor dem großen Sturm?

Ruhig war es an diesem Tag an der Säbener Straße, die Stars des deutschen Rekordmeisters waren gerade erst aus Italien zurückgekehrt. Die Parkplätze von Rummenigge, Hoeneß und Hopfner leer - auch von Pressechef Markus Hörwick war nichts zu sehen. Aber - und das sorgte für ein breites Grinsen auf dem Gesicht - vier Bayern-Profis drehten ihre Runden oder ließen sich im Leistungszentrum behandeln. Die Rede ist von Bastian Schweinsteiger, Arjen Robben, Franck Ribery und Jerome Boateng. Ein paar Fans hatten Glück, erwischten die Spieler auf dem Gang zum Auto beziehungsweise zum Taxi. Sie wirkten konzentriert, aber auch angespannt. Für die Bayern geht es eben um viel - sehr viel. Der Druck auf den dreifachen Vorjahres-Vize ist unglaublich groß, Titel müssen her. Dafür wurde mit Matthias Sammer als neuem Sport-Vorstand ein weiterer Fachmann engagiert. Auch er fehlte, war wahrscheinlich auf Terminen - nichts genaues wissen wir nicht. Runde um Runde drehten Ribery und Boateng, die Pulsuhr dabei immer fest im Blick. Große Worte oder markige Sprüche hatten beide nicht parat - Antworten soll es nur noch auf dem Platz geben. Wir dürfen, werden und sind gespannt - schließlich hatte man sich beim FC Bayern auch in der Vorsaison einiges vorgenommen. Ruhig und sachlich verhält sich der Verteidiger, überlegt lange, bevor er etwas sagt. Über private Geschichten sagt der gebürtige Berliner nichts. Oder darf er es nicht? Mir egal, es interessiert mich auch nicht. Für mich zählt das, was die Jungs auf dem grünen Rasen zeigen und nicht, wie sie sich in der Nacht amüsieren und mit wem? Ein kurzer, fester Händedruck und weg ist er - der Boateng.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Wer wird denn nun der Neue (Sammer)?

Na, wer zieht denn nun das große Los? Nachdem Matthias Sammer den Deutschen-Fußball-Bund (DFB) als Sportdirektor verlassen hat, sucht der DFB dringend einen Nachfolger. Auch wenn DFB-Präsident Wolfgang Niersbach immer wieder betont, dass man bei der Suche nach dem "neuen Sammer" keine Eile habe, muss sich der größte Fußballverband Europas langsam sputen. Denn auch U16-Coach Steffen Freund hat der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise überraschend den Rücken gekehrt, schloss sich mit sofortiger Wirkung seinem Ex-Club Tottenham Hotspurs als Co-Trainer an. Hm, lange und wirklich lange wurde über Oliver Kahn geredet, noch immer ist der "Titan" ein Kandidat am Main. Aber beißen die Verantwortlichen beim ehemaligen Welttorhüter nicht auf Granit? Abwarten, denn schon machen andere Namen die Runde - überraschenderweise zwei weitere Europameister von 1996. Auf der einen Seite Christian Ziege und auf der anderen Seite Stefan Kuntz. Beide haben Ihre Fähifkeiten bei Gladbach oder bei Lautern bewiesen, setzten in Zeiten knapper Vereinskassen auf junge Talente. Ein Fokus, auf den auch der "Feuerkopf" Sammer setzte. Doch es gibt auch noch genügend andere Namen wie Trainer-Ausbilder Frank Wormuth oder Chefscout Urs Siegenthaler. Was ist eigentlich mit einem Horst Hrubesch? Das Ex-Kopfballungeheuer des Hamburger SV wäre meiner Ansicht nach ein guter Mann. Einer, der ein Auge für junge Spieler hat, mit der U21 sogar Europameister wurde. Ihn könnte ich mir in dieser Position gut vorstellen, auch Hrubesch ist - wie Sammer - einer mit Ecken und Kanten. Oder wird es etwa doch ein ganz ein anderer? Mal schauen.

Montag, 9. Juli 2012

Was passiert denn noch im Sommerloch?

Man, war das heute Vormittag aufregend. Da greifen deutsche Medien das beherrschende Thema in den italienischen Sportgazetten auf: Andrea Pirlo soll beim FC Bayern München im Gespräch sein. Rund zehn Millionen Euro habe der deutsche Rekordmeister für den Edeltechniker geboten - der Weltmeister von 2006 soll das Mittelfeld der Bayern aufpeppen. "Alles Quatsch" dementierten die Bayern in der Mittagszeit auf ihrer Homepage - Vorstand Karl-Heinz Rummenigge bestritt jeglichen Kontakt zu Pirlo, zu dessen Berater und zu seinem aktuellen Arbeitgeber Juventus Turin. „Der FC Bayern hat weder Juventus Turin ein Angebot unterbreitet, noch hat der FC Bayern Kontakt mit dem Spieler oder dessen Berater gehabt.“ Auch in einschlägigen Foren, auf sozialen Netzen oder in persönlichen Gesprächen wurde diskutiert, abgewägt und eine Wahrscheinlichkeit berechnet. Ich denke, dass das eine Ente war. Der Spielmacher der "Squadra Azzurra" ist in seinem Heimatland glücklich, wird seine Karriere dort beenden. Aber der Freistoßspezialist hätte in die Kategorie "Kracher" gehört, aus der sich die "Vorjahresvize-Sammler" bedienen wollten oder noch wollen. Andere möchten wechseln, verzichten sogar auf Geld, bei anderen will der abgebende Verein zu viel Kohle sehen. Jeden Tag sickern neue schöne Meldungen durch. Wie wäre es denn mit "Boateng, van der Vaart und/oder van Persie unterschreiben in München". Nein, im Ernst. Die ganz großen Kracher werden sehr wahrscheinlich auch in diesem Sommer nicht an die Isar wechseln. Obwohl es ja manchmal durchaus überraschend kommen kann, wie die Beispiele Matthias Sammer und Louis van Gaal gezeigt haben. Was kommt als nächstes?

Montag, 2. Juli 2012

Wenn ein Sammer die Rekordjäger aus Spanien aussticht

Ja, so ist das im Profifußball. Eigentlich wollte ich heute das hohe Lied auf den neuen und alten Europameister aus Spanien singen, doch der FC Bayern München machte mir einen dicken Strich durch die Rechnung. Denn um die Mittagszeit sickerte eine Nachricht durch, die mich beinahe umgehauen hat. Sportvorstand Christian Nerlinger ist ab sofort beurlaubt, noch heute wird über eine Vertragsauflösung verhandelt. Neuer starker Mann beim Rekordmeister ist Matthias Sammer, der bisher die gleiche Position beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) bekleidete. Und dort stand Sammer, der im vergangenen Jahr in gleicher Position fast beim Hamburger SV gelandet wäre, eigentlich noch bis 30. Juni 2016 unter Vertrag. Dass Christian Nerlinger – es tut mir leid, das sagen zu müssen – nicht annähernd an seinen Vorgänger Uli Hoeneß heranreicht, das ist unbestritten. Und das sage ich nicht, weil der FC Bayern das zweite Jahr in Serie ohne Titel geblieben ist. Klar, Nerlinger ist für die Transfers verantwortlich. Aber wenn ein Louis van Gaal eben einen Pranjic oder Braafheid unbedingt will, dann kann auch der gebürtige Dortmunder nichts dafür. Dass die beiden Profis nicht die Kracher waren, wissen wir auch alle. Die Frage ist, ob es Sammer – seit Jahren in München wohnhaft – bei sich vor der Haustür ähnlich erfolgreich kann, wie rund um die Frankfurter Otto-Fleck-Schneise. Ungeschickt nur, dass die Bayern Nerlinger am Freitag noch Neuzugang Mario Mandzukic am Münchner Flughafen empfangen ließen – irgendwie wirkte der „Abgesägte“ da schon ziemlich angeschlagen. Inzwischen weiß man warum. Sein Rausschmiss war schon vor der EM beschlossen, aber man wollte keine Unruhe stiften. Dafür wird der „Feuerkopf“ aus Dresden sorgen – Gratulation, der erste Kracher ist also da.