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Montag, 19. August 2013

Breno: "Ich bin ein anderer Mensch geworden!"

Wie ihr schon der Überschrift entnehmen könnt, geht es heute um Breno. Den brasilianischen Verteidiger, den der FC Bayern München vor fünf Jahren als das Defensivtalent überhaupt für teures Geld an die Isar holte. 12,3 Millionen Euro soll der FC Bayern damals an den FC Sao Paulo überwiesen haben. Unglaublich viel Geld für einen 19-jährigen Abwehrmann wie ich finde. Nun, der Rest ist ja bekannt. Breno Vinícius Rodrigues Borges - wie der heute 23-jährige Mann mit vollem Namen heißt - schaffte es eigentlich nie so richtig in den Stamm des bayerischen Starensembles, wurde zwischenzeitlich sogar zum 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Dort schlug er sich recht wacker, machte einen so genannten Entwicklungssprung. Dennoch wurde er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, er grübelte lange, zog sich zurück und redete kaum noch darüber, wie traurig er eigentlich in Deutschland war und ist. Irgendwann hielt er es nicht mehr aus und sendete einen Hilferuf nach draußen. In der Nacht zum 20. September 2011 brannte seine Villa im noblen Münchner Vorort Grünwald bis auf die Grundmauern nieder, am 4. Juli 2012 wurde der Fußballer - der das Feuer nachweislich selbst gelegt hatte - zu drei Jahren Haft wegen schwerer Brandstiftung verurteilt. Nun ist er also wieder entlassen worden, zumindest als Freigänger. Er darf bem Ex-Klub als Assistent der Reserve arbeiten und sich somit "resozialisieren". Schön, das freut mich für ihn. "Ich bin ein anderer Mensch geworden", versprach Breno im Rahmen einer Pressekonferenz. Na dann, alles Gute und viel Kraft (im neuen Leben)!

Dienstag, 22. Januar 2013

Es kommt eben doch (nicht) auf die Größe an

Liebe Leserinnen und Leser, lasst Euch bitte nicht von dieser Überschrift blenden. Natürlich soll es hier weiterhin in erster Linie um Fußball gehen und das soll auch so bleiben. Gut, kurz nach Neujahr haben wir einen kleinen Ausflug ins Privatleben der van der Vaarts unternommen beziehungsweise unternehmen müssen. Aber auch da soll wieder alles in Ordnung sein oder werden, wie man aus dem hohen Norden von der Elbe hört. Von etwas weiter südlich - aber noch immer in sehr nördlichen Gefilden unserer Republik - erreicht uns heute eine lustige Nachricht, die mich sehr zum Schmunzeln bringt. Da haben sich die Niedersachsen aus Hannover nach dem Hick-Hack mit dem polnischen Sturmtalent doch lieber einen Brasilianer geholt. Bereits in der vergangenen Woche machte 96-Manager Jörg Schmadtke den Transfer mit dem 21-jährigen Franca aus Coritiba klar, der das Mittelfeld der Hannoveraner bereichern soll. Und - noch bevor der neue Mann auch nur einmal gegen den Ball getreten hat - wusste er Trainer Mirko Slomka zu beeindrucken. Wow, das hört sich nach einem ganz Großen der Zunft an. Hm, nicht ganz, denn Franca ist kleiner, als alle - vor allem Schmadtke - dachten. Der Mann mit der Rückennummer 16 sollte eigentlich 1,90 Meter lang sein, Slomka ist 1,87 Meter groß. Nun, als sich beide begrüßten, wunderte sich der Coach, dass der um drei Zentimeter längere Brasilianer kürzer als er selbst ist. Beim Nachmessen stellte sich heraus, dass der Spieler "nur" 1,81 Meter misst. Lustig, aber ich bleibe dabei: Es kommt nicht (immer) auf die Größe an! Und: Francas Landsmann Breno war ja damals angeblich auch erst zarte 18 Jahre jung, als ihn der FC Bayern München holte.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Ein letzter verzweifelter Hilferuf endet im Knast

Jetzt ist es also amtlich: Breno Vinícius Rodrigues Borges - genannt Breno - muss ins Gefängnis. Gestern verurteilte das Münchner Landgericht den brasilianischen Innenverteidiger zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten - ohne Bewährung. Ein harter Schlag für den 22-Jährigen, dessen Karriere als Fußballprofi damit beendet sein dürfte. Rückblick: 2008 verpflichtete der deutsche Rekordmeister FC Bayern München den so hochgelobten Abwehrspezialisten vom FC Sao Paulo für vier Jahre - umgerechnet 12,3 Millionen Euro soll der Mann gekostet haben. Eine stattliche Summe, die auf ein großes Können des Defensivallrounders hindeuten sollte. Doch - wie so oft - kam alles anders. Den Spieler aus Cruzeiro plagte an der Isar alsbald das Heimweh, zudem fehlten ihm die Sonne, seine Familie und seine Freunde. Für den damals 18-jährigen Heranwachsenden ein Schlag, ein sehr schwerer Schlag. Breno zog sich zurück, redete kaum und flüchtete sich in die Welt der sozialen Netze. Dazu - davon kann man heute ausgehen - suchte er Trost im Alkohol. Vor zwei Jahren lieh ihn der FC Bayern zum 1. FC Nürnberg aus, dort entwickelte sich der Spieler schnell weiter - hatte seinen Stammplatz sicher. Bis, ja bis ihn wieder einmal eine schwere Verletzung zurückwarf - Breno zog sich einen Kreuzbandriss zu. Er wechselte nach München zurück, absolvierte die Reha erfolgreich und fühlte sich fit. Doch für die Startelf reichte es nicht, auch weil Holger Badstuber, Jérôme Boateng, Daniel van Buyten, Anatoliy Tymoshchuk oder Luiz Gustavo den Vorzug bekamen. Zu viel für den jungen Mann, der mit so großen Vorschusslorbeeren nach Deutschland gekommen war. In einer letzten Verzweiflungstat, ob der vielen Rückschläge, zündete er in der Nacht zum 20. September 2011 seine Mietvilla in München-Grünwald an. Schade, dass es soweit kommen musste.