Heute möchte ich an dieser Stelle mit Euch einen kleinen Ausflug in die Geschichte machen - und zwar in die, der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Männer. Es geht um die Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien. Na, wisst Ihr noch, wo Ihr das Turnier geschaut habt? War denn jemand von Euch sogar vor Ort? Also: Ich bin damals gerade erst 8 Jahre alt gewesen und habe die Spiele der Deutschen um meinen damaligen Lieblingsspieler Lothar Matthäus daheim auf dem Sofa meiner Großeltern verfolgt. Opa nickte und grinste, haderte und zauderte - doch ab und an spendete er sogar Applaus. So auch beim unnachahmlichen Solo von Matthäus gegen das damalige Jugoslawien (Gruppenphase, 4:1) oder für die tolle Mannschaftsleistung um einen überragenden Jürgen Klinsmann beim Nachbarschaftsduell mit den Niederlanden im Achtelfinale (2:1). Ein echter Krimi war dann auch das Halbfinale gegen die Engländer gewesen, bei dem vor allem Bodo Illgner im Elfmeterschießen keine Nerven zeigte. Gut, dass er da gegen Pearce das Knie dazwischen bekam. Zum Schluss jagte Waddle die Kugel über die Latte - Endstand 4:3. Auch im Endspiel sollte ein Strafstoß die Partie entscheiden - und zwar erst in der 85. Minute. Nach einem Foul an Völler zeigte Andreas "Andy" Brehme keine Nerven und traf den Ball perfekt. Matthäus hatte den Versuch verweigert, weil sein Schuh angeblich kaputt war. Egal, Weltmeister!
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Mittwoch, 8. Juli 2015
Samstag, 29. September 2012
Ein Sportsmann, wie er im Buche steht
Ja, so kenne und schätze ich ihn, diesen Miroslav Klose - als großen uns stets fairen Sportsmann. Dass er das im Ligaspiel seines Klubs Lazio Rom gegen den SSC Neapel wieder unter Beweis gestellt hat, überrascht mich nicht. Ganz im Gegenteil. Denn der Stürmer mit polnischen Wurzeln war schon immer ein Spieler, der die leiseren Töne anstimmte - auf und abseits des Platzes. Der Vater von Zwillingen übernimmt zwar gerne Verantwortung, aber fordert dafür ziemlich wenig ein. Egal, ob im Trikot des 1. FC Kaiserslautern oder damals bei Werder Bremen - Klose trug die Kapitänsbinde eher ungern. Er schnürt die Kickstiefel, um die treffen und weil er tierisch Spaß dabei hat. Grobe Fouls, Schwalben oder beleidigende Sprüche braucht der Wahl-Römer nicht, auch Handspiele braucht er nicht. Eben in dieser Begegnung zwischen Lazio und Napoli gab er ein unabsichtliches Handspiel mit Torfolge beim Zwischenstand von 0:0 zu, sein Klub unterlag am Ende mit 0:3. Ich weiß nicht, ob das jeder Torjäger seiner Klasse so gemacht hätte. Ehrlich gesagt: Ich bezweifle das - und wie. „Man wird Meister, aber als Gentleman wird man geboren. Klose schießt die Tore, er klaut sie nicht. Die Fairplay-Prämie für Klose: ein Meister, ein Gentleman, ein Herr. Er ist nicht gemacht um zu lügen. Das ist nicht Teil seines Seins, seiner extra klasse DNA. Er hätte sich dreckig gefühlt, wenn er das Handspiel nicht zugegeben hätte. Eine goldene Karriere würde unauslöschlich beschmutzt. Seine Geste soll Werbung für den sauberen Fußball sein", titelte der "Corriere dello Sport". Schade, dass das nicht alle so sehen. Ich erinnere mich da an andere Stars, die ab und an Handballer waren.
Donnerstag, 12. Juli 2012
Gute Spieler sind nicht immer gute Trainer
Aha, so ist das also. Diego Armando Maradona ist nicht mehr länger Trainer des Fußball-Klubs Al-Wasl aus dem Wüstenstaat Dubai. Maradona war dort Trainer? Ja, stimmt. Nicht alle wussten, dass der begnadete Regisseur und Spielmacher aus Argentinien mittlerweile Coach zwischen Kamelen, Sand und Öl ist oder war. Sportlich geht es dort zwar weniger hartumkämpft zur Sache, doch finanziell lohnte sich der Abstecher des Südamerikaners nach Fernost sicherlich. Doch – und so sind nun einmal die Mechanismen im Profisport – bei Erfolgslosigkeit ist der so genannte Ofen aus. Der „Hand Gottes“ wurde nach 13 Monaten Amtszeit gekündigt – und das mit sofortiger Wirkung. 21 Siegen standen 18 Niederlagen bei drei Unentschieden gegenüber – zu wenig für die mächtigen Scheichs. Zudem verpasste Al-Wasl das Finale der arabischen Champions League, landete in der Liga nur auf Rang acht von zwölf Teams. Schon als argentinischer Nationaltrainer machte der pummelige Weltstar nicht immer die beste Figur, die großen Erfolge blieben aus. Nach dem vorzeitigen WM-Aus vor zwei Jahren im Viertelfinale gegen Deutschland (0:4) war der Weltmeister von 1986 arbeitslos. Etwas, das sein langjähriger Rivale und Pendant im deutschen Mittelfeld heute auch noch beziehungsweise wieder ist. Gemeint ist natürlich Lothar Matthäus, der wie sein 51-jähriger Kumpel neben dem Sport vor allem mit seinen Frauengeschichte auffällt. Beide waren als Kicker Weltklasse, haben aber als Privatmänner und Trainer viel Kredit (inzwischen) verspielt. Und bei beiden reicht es eben nicht zum Coach von Weltformat. Sie müssten es beide nur noch erkennen, so Leid es mir auch tut. Sorry!
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