Sonntag, 6. Januar 2013

Die ersten Härtetest sind bereits absolviert

Na, das kann sich doch sehen lassen, oder? Die Bayern sind schon in guter Form, gewannen ihr erstes Spiel im Kalenderjahr 2013 leicht und locker mit 4:0. Und auch der Dauerverletzte Arjen Robben durfte wieder mitmischen, trug sogar die Kapitänsbinde. Ein klares Bekenntnis des deutschen Rekordmeisters zu seinem niederländischen Superstar, der sich in der Rückrunde zur Not auch mit einem Stammplatz auf der Bank anfreunden wolle. Hört, hört - ganz neue Töne des Dribbelkünstlers. Aber - und das ließ FCB-Coach Jupp Heynckes mitteilen - alle Spieler sollen und werden in der Rückrunde ihre Einätze bekommen. Schön, dass der FC Bayern München einen solch gut aufgestellten Kader hat. Andernorts wird fleißig gebastelt und gefeilscht, so zum Beispiel in Wolfsburg mit Neu-Trainer Dieter Hecking. Der darf sich nun über prominente Verstärkung freuen, vom Deutschen Meister Borussia Dortmund kommt Edeljoker Ivan Perisic für etwa acht Millionen Euro neu hinzu. So viel Kohle hat der VfB Stuttgart nicht mal eben übrig, so dass Übungsleiter Bruno Labbadia noch mit einer Vertragsverlängerung zögert. "Bis Ende Januar will ich Klarheit", sagt VfB-Sportdirektor Fredi Bobic, der zumindest mit Urgestein Christiabn Gentner verlängern konnte. Und auch beim BVB bleiben wichtige Säulen an Borsd, denn auch Neven Subotic und Sven Bender haben verlängert. Schön, wenn die Kicker unsere Bundesliga zu schätzen wissen. Vielleicht ja bald auch noch Ex-Borussen-Star Nuri Sahin?

Freitag, 4. Januar 2013

Von einem, der sich einfach nie in den Griff kriegt

Ja, da war er wieder. Der Mario Balotelli, den wir alle kennen und von dem wir solche Dinge gewohnt sind. Dieses Mal lieferte sich der italienische Nationalspieler ein Handgemenge mit seinem Coach und Landsmann Roberto Mancini. Stein des Anstoßes: Balotelli hatte im Training bei und mit Manchester City einen Mitspieler grob gefoult, wofür er vom Trainer scharf kritisiert wurde. Folglich kam es nach einem verbalen Schlagabtausch zu einer wilden Fuchtelei, die von Mitspielern gemeinsam getrennt wurde. "Warum immer ich?", fragte der 22-jährige Stürmer per T-Shirt-Botschaft einst. Diese Frage sollte er sich selbst beantworten (können). Dass er es viel besser und anders kann, das hatte der Mann mit dem blondierten Irokesenschnitt im EM-Halbfinale des vergangenen Jahres gezeigt. Wir Deutschen können und sollten uns nur allzu gut daran erinnern (können). Aber irgendetwas stimmt mit dem Angreifer nicht, der gerne durch Nachtklubs tingelt, mal gerne einen trinkt und dabei raucht oder auch mal seine Nobelautos zu Schrott fährt. Genie und Wahnsinn liegen bei ihm derart dicht beisammen, dass man meinen könnte, dass er selbst nicht weiß, was als nächstes passiert beziehungsweise passieren wird. Schon öfter musste er hohe Geldstrafen zahlen, war suspendiert zum Zuschauen verurteilt. Dabei kann er es doch eigentlich, nur bitte beim kommenden Turnier nicht gerade wieder gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Von einem, der mit sich total im Reinen ist

Ja, das sitzt er also, der gute Josef - und das völlig entspannt und in kurzen Hosen. Es ist schließlich warm in Doha, im Scheichtum Katar. Dort ist Josef Heynckes, besser bekannt als "Jupp", mit seiner Mannschaft zu Gange - und zwar auf und abseits des Platzes. Es gilt, sich für das große Saisonziel - den Gewinn der Deutschen Meisterschaft - in Stimmung zu bringen. Der Stachel der zweijährigen Titelabstinenz tut weh, nagt an der bajuwarischen Seele der Kicker des FC Bayern München. Das weiß auch der im Sommer scheidende Coach, zumindest wenn es nach der aktuell laufenden Vertragssituation geht. Der 67-jährige geht wohl in Rente bei den Bayern, will endlich mehr Zeit mit Ehefrau Iris und seinem Hund am Niederrhein verbringen. "Der Job als Cheftrainer beim FC Bayern ist sehr intensiv. Wenn man den Beruf mit Leidenschaft, Hingabe und Enthusiasmus ausfüllt, kostet das auch Substanz.", sagte er gegenüber Sport 1. Doch vorher will der Ex-Stürmer noch den einen oder anderen Treffer landen - und zwar bei der Trophäenjagd mit seiner Mannschaft. Derzeit sieht es gut aus, die Bayern haben neun Zähler Vorsprung auf die Konkurrenz von Bayer 04 Leverkusen. Das ist - ja, richtig - ausgerechnet der Verein, bei dem der ehemalige Gladbacher zuvor gearbeitet hatte. Kann ja eigentlich nicht mehr viel passieren, denn Bayer ist ja schon so oft seinem Ruf als "Vizekusen" gerecht geworden. 2002 wettbewerbsübergreifend gleich dreimal, in der Bundesliga hinter Borussia Dortmund. BVB-Trainer war damals ein gewisser Matthias Sammer, der heute Heynckes Chef ist. Na, dann kann ja eigentlich nicht mehr viel schiefgehen, oder? Wäre doch ein schöner Abtritt.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Wenn ein Fußballer die Hand "zur Hilfe" nimmt

Hm, das kann nicht gut gehen, wird nicht gut gehen und so etwas ist auch noch nie gut gegangen. Es sei denn, der Fußballer spielt im Tor und nicht auf dem Feld. Wenn Kicker verbotenerweise ihre Hand einsetzen, dann hat das immer schon Probleme gegeben - auf und abseits des Platzes. Wir erinnern uns gerne noch an Diego Maradonas "Hand Gottes" gegen die Engländer oder den Betrug von Frankreichs Thierry Henry gegen die verdatterten Iren in einem Qualifikationspiel. Doch das, was uns da gestern aus Hamburg erreichte, setzt dem Ganzen noch einmal eine Krone auf - und zwar ziemlich schief. HSV-Publikumsliebling Rafael van der Vaart soll in der Silvesternacht gegenüber seine (Noch)Ehefrau Sylvie handgreiflich geworden sein, sie flüchtete aus dem gemeinsamen Haus. Was soll denn das bitteschön? So etwas gehört sich nicht, ist unterste Schublade und erst recht von einem, der das Idol und Vorbild vieler ambitionierter Hobbykicker ist. Heute flog der 29-jährige Spielmacher mit den Nordlichtern ins Trainingslager nach Dubai, die Moderatorin tauchte mit dem gemeinsamen Sohn unter. Es geht mich ja nichts an und ist mir "ziemlich egal", was die Herren in ihrer Freizeit treiben - oder mit wem. Aber so etwas geht mir gründlich gegen den Strich, ich bin ziemlich aufgewühlt und enttäuscht. Anscheinend bereut van der Vaart seinen "Fehltritt" auf der heimischen Ehespielwiese (schon). Na hoffentlich, also Pfui Teufel!

Dienstag, 1. Januar 2013

Frohes Neues und doch wieder alles beim Alten?

So liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Euch allen für das neue Jahr 2013 nur das Beste. Schön, dass Ihr mindestens genauso gut wie ich den Jahreswechsel überstanden habt! Was uns erwarten wird? Hm, das wissen wir noch nicht ganz genau?! Aber: Ich bin mir ganz sicher, dass uns viele spannnende Themen, interessante Entscheidungen und unerwartete Transfers beschäftigen werden. Doch zunächst heißt es erst einmal "ab in die Flieger". Ja, denn unsere Vereine zieht es spätestens ab morgen traditionell in etwas wärmere Gefilde - Dubai, Katar, Portugal, Spanien oder die Türkei stehen auf dem Plan. Schön, da wird also kräftig geschwitzt, hoffentlich auch auf dem Platz. Besonders gilt das für den FC Bayern, der voriges Jahr nach eigener Aussage ein ganz besonders gutes Trainingslager absolvierte - wie im Jahr zuvor auch schon. Doch am Ende jubelte "Schwarz-Gelb", Borussia Dortmund stemmte die Schale in die Höhe. Damit das nicht (wieder) passiert, müssen die Bayern hellwach bleiben und sein - ebenso wie Eintracht Frankfurt oder der SC Freiburg. Die legten beide eine ganz starke Hinrunde hin, sind viel weiter vorne, als es die meisten - auch ich - erwarteten. Wäre schön, wenn sie dieses Niveau halten können, denn Überraschungen tun der Bundesliga immer gut. Auch für Bayer Leverkusen wünsche ich mir das. Ein tolles Trainergespann, starke Spieler und viele taktische Varianten - das könnte für weit vorne reichen. Für wie weit, das hängt vom deutschen Rekordmeister ab. Und - natürlich bin ich gespannt, was in Augsburg, Bremen, Nürnberg, Hoffenheim und Wolfsburg passiert. Bei den ganzen (unerwarteten) Wechseln auf verantwortungsvollen Positionen.