Donnerstag, 3. Januar 2013

Von einem, der mit sich total im Reinen ist

Ja, das sitzt er also, der gute Josef - und das völlig entspannt und in kurzen Hosen. Es ist schließlich warm in Doha, im Scheichtum Katar. Dort ist Josef Heynckes, besser bekannt als "Jupp", mit seiner Mannschaft zu Gange - und zwar auf und abseits des Platzes. Es gilt, sich für das große Saisonziel - den Gewinn der Deutschen Meisterschaft - in Stimmung zu bringen. Der Stachel der zweijährigen Titelabstinenz tut weh, nagt an der bajuwarischen Seele der Kicker des FC Bayern München. Das weiß auch der im Sommer scheidende Coach, zumindest wenn es nach der aktuell laufenden Vertragssituation geht. Der 67-jährige geht wohl in Rente bei den Bayern, will endlich mehr Zeit mit Ehefrau Iris und seinem Hund am Niederrhein verbringen. "Der Job als Cheftrainer beim FC Bayern ist sehr intensiv. Wenn man den Beruf mit Leidenschaft, Hingabe und Enthusiasmus ausfüllt, kostet das auch Substanz.", sagte er gegenüber Sport 1. Doch vorher will der Ex-Stürmer noch den einen oder anderen Treffer landen - und zwar bei der Trophäenjagd mit seiner Mannschaft. Derzeit sieht es gut aus, die Bayern haben neun Zähler Vorsprung auf die Konkurrenz von Bayer 04 Leverkusen. Das ist - ja, richtig - ausgerechnet der Verein, bei dem der ehemalige Gladbacher zuvor gearbeitet hatte. Kann ja eigentlich nicht mehr viel passieren, denn Bayer ist ja schon so oft seinem Ruf als "Vizekusen" gerecht geworden. 2002 wettbewerbsübergreifend gleich dreimal, in der Bundesliga hinter Borussia Dortmund. BVB-Trainer war damals ein gewisser Matthias Sammer, der heute Heynckes Chef ist. Na, dann kann ja eigentlich nicht mehr viel schiefgehen, oder? Wäre doch ein schöner Abtritt.

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