Sonntag, 30. Dezember 2012

Wer geht denn nun wohin und warum?

Ach, wie ist das schön. Alle Jahre wieder wird verhandelt, spekuliert und gefeilscht - und das, sobald das neue Jahr noch gar nicht angebrochen ist. Da soll ein Jose Mourinho besser heute als morgen als Coach von Real Madrid weg, Josep "Pep" Guardiola zieht es angeblich auf die britische Insel. Manchester City, Manchester United und natürlich der FC Chelsea haben Interesse. Ich bin gespannt, was passiert - glaube aber, dass der FC Bayern München noch lange nicht aus dem Rennen ist. Und Mourinho? Auch der könnte nach England zurückkehren, nachdem er bei den "Königlichen" Denkmal und Kapitän Iker Casillas rasierte. Frisch rasiert zeigte sich auch Horst Heldt auf Schalke, als er verkündete, dass Spielmacher und Publikumsliebling Lewis Holtby die "Königsblauen" zum Saisonende verlassen wird. Im Gegensatz zu Torjäger Klaas-Jan Huntelaar - der vorzeitig bis 30. Juni 2015 verlängerte - geht Holtby, anscheinend sogar zum FC Bayern. Das lässt die Fanseele so richtig hochkochen, nach Torhüter Manuel Neuer würde der zweite Liebling zum verhassten Rekordmeister abwandern. Aber: Ich glaube nicht, dass das so kommt. Denn der U21-Kapitän hat englisches Blut in sich, er wird wahrscheinlich in die Premier League abwandern. Abwandern könnten auch zwei junge Bayern-Stars. Mitchell Weiser und Emre Can sind bei Bayer 04 Leverkusen gefragt - eine Ausleihe steht im Raum. Keine schlechte Idee, schließlich haben sie im bajuwarischen Mittelfeld keinen Platz. Wo und wie denn auch, bei dem Überangebot an guten Spielern. Genau deshalb wird ein Lewis Holtby eher nicht an die Isar kommen.

Freitag, 28. Dezember 2012

Ein Reuter für Augsburg, ein Eichin für Werder

Das sind doch mal Personalien. Weltmeister Stefan Reuter übernimmt ab 2. Januar 2013 den Managerposten beim FC Augsburg und löst damit nach nicht einmal drei Monaten Jürgen Rollmann. Überraschend, denn die vergangenen drei Jahre hatte der gebürtige Franke eher im Hintergrund des Fußballgeschäfts tätig, vermarktete unter anderem Sportrechte. Nun kehrt der Ex-Glubberer, ehemalige Bayer und frühere Dortmunder in eine verantwortungsvolle Position bei einem Erstliga-Klub zurück, hatte von 2006 bis  2009 die Münchner "Löwen" gemanagt. "Mir ist sofort klar gewesen: Das ist eine reizvolle Aufgabe", äußerte sich Reuter gegenüber verschiedener Medien. "Die Vereinsführung macht auf mich einen souveränen, ruhigen Eindruck." Wunderbar, der Neue selbst auch. Ich wünsche ihm alles Gute und ganz viel Erfolg im bayerischen Schwaben. Einen Badener zieht es dafür in die hohen Norden, zum SV Werder Bremen. Ich habe natürlich viele Eishockey-Spiele gesehen, aber ich habe auch im Fußball Stallgeruch", erklärte sich Thomas Eichin bei seiner Vorstellung. Der Ex-Profi des VfL Borussia Mönchengladbach tritt also an der Weser das sicherlich nicht leichte Erbe des zum VfL Wolfsburg abgewanderten Klaus Allofs an. Ein Geschäftsführer des Kufensports der Kölner Haie wechselt also die Sportart - ich bin sehr gespannt, was er bewegen kann und wird. Schließlich war der "Branchenwechsler" bei den Werderanern nur ditte Wahl. Aber warum nicht mal nach 13 langen Jahren Allofs ganz neue Wege gehen?

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Das Leverkusener Modell im Frankenland

Ich hoffe, Ihr habt alle die Feiertage gut überstanden und den einen oder anderen dicken Transferbrocken inzwischen verdaut. Denn ich bin ja mal gespannt, ob das wirklich so hinhaut. "Wir haben das in Leverkusen aus der Ferne analysiert und gesehen, dass das funktioniert", sagt Martin Bader, Sportdirektor des 1. FC Nürnberg, zu seiner Entscheidung der Hecking-Nachfolge. Bader schickt seinen bisherigen U23-Coach Michael Wiesinger auf den Trainersessel und stellt ihm Armin Reutershahn als Assistent zur Seite. Damit machen sie also in Nürnberg etwas ähnliches, wie es Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer 04, am Rhein mit Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski wagte. Besser läuft das Völler-Experiment richtig gut, die "Werkself" ist Bayern-Verfolger Nummer eins. Na dann, Herr Wiesinger, ran ans Werk. Wir sind gespannt, was ein Champions League-Sieger (ja, richtig - 2001 mit dem FC Bayern München) im Frankenland bei "seinem Glubb" bewegen kann und wird. "Dieter Hecking hat, was das Team betrifft, ein stabiles Gebilde hinterlassen, das positiv dasteht. Die Mannschaft ist intakt, insofern sehen wir es als unsere Aufgabe, die Arbeit fortzuführen. Wir haben unter Dieter Hecking gearbeitet, seine Philosophie mitgetragen, insofern ist es logisch, dass wir nicht alles herumdrehen und in eine andere Richtung gehen werden", sagt der Neue. Und sonst muss Dieter Hecking zurückkommen und José Mourinho übernimmt die "Wölfe". Aber mehr dazu morgen. Denn noch sitzt "Mou" bei Real Madrid fest im Sattel!

Samstag, 22. Dezember 2012

Also damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet

Das ist ein echter Hammer! Als ich das mitgekriegt hatte, wäre ich fast vom Stuhl gefallen. Dieter Hecking, bisher Trainer des 1. FC Nürnberg, wechselt mit sofortiger Wirkung als Coach zum VfL Wolfsburg. Bisher hatte bei den "Wölfen" eigentlich alles nach Bernd Schuster ausgesehen, es hakte eigentlich nur noch an letzten Vertragsdetails. Doch es kam alles anders, VfL-Manager Klaus Allofs griff zum Telefon und rief im Frankenland an. Moralisch zwar ziemlich verwerflich, aber sportlich eine tolle Entscheidung. Keine Frage, Hecking ist ein guter Mann. Einer, der aus ziemlich wenig relativ viel machte und machen konnte - speziell beim "Glubb". Dass es den fünffachen Familienvater irgendwann wieder in Richtung Heimat zieht, war abzusehen. Aber zu diesem Zeitpunkt und unter diesen Umständen hätte ich das nicht erwartet. Das Arbeitspapier des 48-Jährigen lief eigentlich noch bis 2014, seine Unterschrift in Wolfsburg gilt nun bis 2016. Wer nun in Nürnberg übernimmt, ist noch nicht bekannt. Ich wüsste da jemanden, der seine Zelte bestimmt gerne in seiner fränkischen Heimat aufschlagen würde. Lustigerweise hatte er zuvor Wolfsburg trainiert. Nein, ich meine dieses Mal nicht Felix Magath. Der war ja schon einmal beim Club.

Freitag, 21. Dezember 2012

Ein "Blonder Engel" bei den lieben Wölfen?

Das wäre ja was - und zwar eine richtig dicke Überrachung. Bernd Schuster soll es also machen. Der gebürtige Augsburger mit der jahrelangen Spanien-Erfahrung ist der heißeste Kandidat auf den jetzt wieder vakanten Trainerposten beim VfL Wolfsburg. Damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet, so ehrlich muss und möchte ich sein. Zwar wusste mir Schuster als Co-Kommentator und TV-Experte - überwiegend für die Europa League auf Kabel 1 - zu gefallen, doch an einer deutschen Seitenlinie haben wir den Ex-Coach der "Königlichen" von Real Madrid schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Was wird wohl der wiedererstarkte Diego zu seinem neuen Chef sagen? Der brasilianische Edeltechniker, der "seinen "Lorenz" so über den Klee lobte. Gemeint ist Lorenz-Günther Köstner, der den ehemaligen Bremer aus seiner Lustlosigkeit befreite. Zuletzt spielte der Regisseur ähnlich gut, wie zu alten Bremer Tagen und bei seiner Ausleihe zu Atletico Madrid. Dort kickte auch der womöglich neue Coach einst, genauso wie bei Real und dem großen FC Barcelona. So groß Bernd Schusters Name als Spieler auch war und noch bis heute ist, so überschaubar sind bisher leider seine Erfolge als Übungsleiter. Aber wer weiß, vielleicht wird das der Durchbruch in der Bundesliga für den "Blonden Engel", der sicher kein einfacher Typ, aber dafür ein echter Experte ist. Aus Sicht des VfL Wolfsburg hoffentlich auch im täglichen Trainingsbetrieb. Sonst würde das einem sportlichen Fiasko gleich sein. Einem, das der nun schon zweifache Interimsmann Köstner wahrscheinich verhindern hätte können. Warten wir einfach mal ab!