Mittwoch, 23. Mai 2012

Es war doch eigentlich ganz interessant...

... was da gestern Abend in der Münchner Allianz Arena gespielt wurde. Man sah, dass es die Bayern doch noch aus der zweiten Reihe können. Aber: Es fehlte jedoch wieder einmal die Feinabstimmung in der Innenverteidigung, ein Spieler des defensiven Mittelfeldes hatte erneut Schwächen im Rückzugsverhalten. Doch: Ivica Olic kann es noch, wenn man ihn einfach mal lässt. Dass der eingewechselte Mario Gomez drei Minuten vor dem Abpfiff das entscheidende Tor macht, war kein Kunststück. Denn sein Treffer - wie so viele andere auch - gehört zu 95 Prozent Franck Ribéry, der mit einem kurzen Sprint die Defensive der holländischen Nationalmannschaft überrannte. Insgesamt sah es locker aus, was die Bayern da machten. Sie wirkten gut erholt, hatten phasenweise richtig Lust auf Fußball. Gut, die Niederländer gingen nicht immer konsequent zur Sache, besonders Spielmacher Toni Kroos hatte sehr viel Platz und noch mehr Zeit. Apropos: "Zeit heilt alle Wunden", sagt man ja immer. Mal schauen, wie Arjen Robben das verdaut, was ihm im eigenen Stadion widerfahren ist. Klar, Robben steckte aus Sicht der "Roten" im falschen Trikot. Aber deutlich hörbare Pfiffe bei jedem Ballkontakt aus der Südkurve sind unter aller Kanone. Ja, der 28-jährige Linksfuß hat zwei wichtige Elfmeter vergeben und auch ich habe ihn oft scharf kritisiert. Doch er hat in 62 Ligaspielen 40 Tore erzielt für den FC Bayern. Er wird und kann seine Spielweise nicht ändern - sie ist, wie sie ist. Merke: Nicht alles, was er im Bayern-Trikot gemacht hat, war schlecht! Daran sollten diese so genannten "Fans" mal denken. "Man muss doch sehen, was er die letzten Jahre für den Klub getan hat", sagte Ex-Bayer Mark van Bommel. Recht hat er. Wer sagt denn, dass ein anderer den Strafstoß in der Verlängerung verwandelt hätte? Robben war eingeteilt und hat Verantwortung übernommen. Petr Cech ahnte seine Ecke.

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