Montag, 28. Mai 2012

Schnelle Ablenkung durch "Schumi" und Co.

Zugegeben: Mit einem Endergebnis von 3:5 im Testspiel gegen die Schweiz hätte ich nicht wirklich gerechnet. Mal im ernst: Wer hat das schon? Wer dieses Resultat in einschlägigen Büros auf seinem Tippschein hatte, der dürfte sich ein nettes Sümmchen dazu verdient haben. "Verdient haben" sich auf die DFB-Auswahlspieler die Kritik, die danach auf sie einprasselte. Egal, ob das eine B- oder C-Elf war, die in Basel eklatante Schwächen offenbarte. Denn auch der zweite Anzug muss sitzen, wenn man in der Endspielgala von Kiew am 1. Juli mit dabei sein möchte. Während sich beinahe die komplette Mannschaft zum Formel 1-Grand Prix nach Monaco aufmachte, drehte Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw einsam seine Runden - und zwar im Konferenzraum bei der Videoanalyse. Ein guter Entschluss, es gibt einiges aufzuarbeiten, das ab heute auf dem Trainingsplatz besser gemacht werden muss. "Besser gemacht" hätte es sicherlich gerne auch F1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, der im sechsten Rennen seinen vierten technischen Defekt hinnehmen musste. Dennoch lässt der 43-Jährige den Kopf nicht hängen, wirkte auch vor dem Start auf die so gebeutelten Bayern-Stars motivierend ein. Sie konnten wieder lachen, zeigten sich vom Rennzirkus beeindruckt. Sie werden wieder aufstehen und mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft alles versuchen, um bei der EM erfolgreich zu sein. Ebenso wie "Schumi", der auch beim nächsten Rennen wieder auf sein Material vertraut. Ein stottertender Motor bedeutet bei ihm hingegen meistens das Ende, während der Bundestrainer noch wechseln kann oder könnte. "Weiter, immer weiter", hat Oliver Kahn einmal gesagt. Ein Motto, dass auch die Rennsportlegende berücksichtigt und die Bayern sollte es ebenso tun. Große Sportler erkennt man genau daran. Auf geht's!

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