So, liebe Sportsfreunde. Was hatten wir uns doch gefreut und dem DFB großen Respekt für diese Entscheidung entgegen gebracht. Und doch kam gestern Abend in Niedersachsen alles anders. Denn das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden musste nun doch abgesagt werden. Und das - aus meiner Sicht - völlig zurecht. Denn es hatte rund 90 Minuten vor dem geplanten Anpfiff ganz klare Hinweise darauf gegeben, dass ein terroristischer Anschlag am beziehungsweise im Stadion geplant sei. Infolgedessen schickten die Veranstalter und die schwer bewaffneten Polizisten die Zuschauer auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause. Wer nun "Die Mannschaft" oder den DFB - Entschuldigung für die Wortwahl - blöd von der Seite anmacht, der war oder ist sich der gestern entstandenen Gefahr nicht bewusst gewesen. Sicherlich wollte man dem Terror und den Angreifern in Paris die Stirn bieten und mit der Ansetzung zeigen, dass man sich nicht vom sportlichen Aufeinandertreffen abhalten lassen möchte. Doch zum Zeitpunkt des Entschlusses hatte es noch keine konkrete Bedrohung gegeben. Schade, dass das viele Menschen mit beziehungsweise in ihren Kommentaren auf sozialen Netzwerken nun vergessen haben oder den Ernst der Lage total missverstanden haben!
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Mittwoch, 18. November 2015
Montag, 16. November 2015
Für mich eine absolut nachvollziehbare Entscheidung!
Dass das Testspiel zwischen den Fußball-Nationalmannschaften aus Deutschland und den Niederlanden morgen Abend (20.45 Uhr, ZDF) stattfindet, ist für mich keine Überraschung. Ich kann diese Entscheidung, die von beiden Verbänden gestern Nachmittag gemeinsam getroffen wurde, absolut nachvollziehen. Eine Absage hätte vielen gefallen - aber wahrscheinlich den falschen Personen. So tragisch und traurig die Geschehnisse in der franzözischen Hauptstadt auch waren und nach wie vor sind, der Sport sollte sich davon nicht ausbremsen lassen. Ich bin davon überzeugt, dass die deutschen Sicherheitskräfte in und rund um Hannover alles unternehmen werden, um ein friedliches Fußballfest zu gewährleisten. Eines, dass die Fans beider Lager zusammenschweißt und international ein positives Signal aussendet. Eines, das in diesen Stunden sehr wichtig ist. Eines, dass Betroffenen und Verbündeten in diesen schweren Stunden Halt und Vertrauen (zurück)gibt. Auch die französische Nationalmannschaft wird morgen Abend in London antreten, auch der englische Gegner begrüßte diesen Entschluss. Ich finde es positiv, dass die Verbände zueinander stehen und sich ihr Hobby, das inzwischen zum Beruf geworden ist, nicht "verbieten" lassen wollen. Ich wünsche allen einen sportlich friedlichen Abend!
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Samstag, 14. November 2015
Wenn sich plötzlich keiner mehr für Fußball interessiert...
...dann stimmt etwas nicht! So ist es gestern Abend auch in Paris gewesen. Während des Freundschaftsspiels zwischen Frankreich und Deutschland waren plötzlich zwei laute Detonationen zu hören. Sowohl im Stadion als auch im TV war zu sehen, wie so mancher Spieler kurz zusammenzuckt, auch auf den Rängen sah man entsetzte Blicke. Die ersten Gerüchte machten die Runde, viele Zuschauer und Ordner zückten hektisch ihre Mobiltelefone. Auch bei meinem Kollegen Tom Bartels am Kommentatorenplatz war die Schreckensnachricht der Explosionen und Schießereien inzwischen angekommen, zunächst war man von 18 Toten ausgegangen. Diese Zahl stieg von Stunde zu Stunde, am Vormittag ist von mindestens 127 Opfern und mehr als 180 Verletzten die Rede gewesen. Dass die Begegnung nicht abgebrochen und das Stadion mit 75.000 Fans von außen hermetisch abgeriegelt wurde, war aus meiner Sicht richtig. Denn eine Massenpanik konnte so verhindert werden, was gegebenenfalls noch mehr Tote zur Folge gehabt hätte. Dass diese Knallgeräusche etwas ernstes sein mussten wurde deutlich, als Francois Hollande seinen Platz auf der Ehrentribüne verlassen hatte. Noch vor Mitternacht sprach der Präsident von einem terroristischen Anschlag gegen seine Nation. Die Menschen versammelten sich nach dem Abpfiff auf dem Rasen, der DFB-Tross übernachtete sogar in der Spielstätte. Dass "Die Mannschaft" die Partie mit 0:2 verlor geriet zur Nebensache!
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